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Do | 08.03.2012 | 19.30 Uhr

Rupert Housley, Department of Geography, Royal Holloway University of London

Neue naturwissenschaftliche Methoden in der Archäologie VI

B3

Kratersee von Maria Laach (Foto Holger Weinandt, http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Schaengel)

Helfen Vulkanausbrüche der Archäologie? Zur Datierung
eiszeitlicher Schichten mit Hilfe von Vulkanaschen

In den vergangenen zwanzig Jahren haben Verbesserungen des Nachweises von
unsichtbaren Lagen vulkanischer Asche und ihrer Anreicherung im Labor
(Mikrotephra) dazu beigetragen, dass Abfolgen von See-, Meeres- und
Moorschichten durch Tephrostratigraphie erfolgreicher miteinander verknüpft
werden können. Bislang hat sich erst eine kleine Zahl archäologischer Fundstellen
in signifikanter Entfernung von einem Eruptionsort als erfolgreich erwiesen. Der
schwierige Nachweis ist zum Teil verantwortlich für die Beeinträchtigung der
Anwendung. Trotz einiger Fortschritte hängt die Korrelation von zeitlich
hochauflösenden Umweltabfolgen mit menschlichen Ereignissen immer noch von
radio-metrischen Datierungen wie beispielsweise 14C mit allen dazugehörigen
Fehlern ab.

Der Vortrag wird auf die Aussichten auf Verbesserung der Situation und die
Überwindbarkeit der begrenzenden Faktoren eingehen, welche die archäologische
Anwendung des Verfahrens beeinträchtigen. Mehrere Fallstudien jüngster Arbeiten
in Deutschland, Dänemark und Polen werden zur Illustrierung herangezogen
(Übersetzung S. Veil).

                                                         Vortrag in Englisch mit deutscher Übersetzung

© Niedersaechsischer Landesverein fuer Urgeschichte e.V.