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Do | 11.12.2014| 19.30 Uhr

TerraY - HighTech Römer III

Dr. Jörg Fündling, Historisches Institut, Lehrstuhl für Alte Geschichte,
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Mehr als Schwert und Katapult: Römische Militärtechnik
jenseits des Militärischen

Man denkt sich „die Römer“ häufig als eine pausenlos marschierende,
eroberungswütige Kampfmaschine – aber so wenig das antike Rom
identisch mit seinen Legionen war, so ungenau ist die Vorstellung
vom permanenten Kriegszustand. Nicht nur verbrachte die römische
Berufsarmee die meiste Zeit ohne Kämpfe, aus der Sicht ihrer Kom-
mandeure benötigte sie sogar eine ganz zivile ‚Beschäftigungstherapie‘.
Jenseits von Waffentraining und Lagerbau fanden sich unter den Mit-
gliedern einer Legion Spezialisten für diverse Handwerke, Vermessung
und Buchführung, oft genug alles in einer Person.

Gerade in den Grenzprovinzen gab es reichlich Arbeit für sie.
Straßen- und Brückenbau waren nur die offensichtlichsten Ver-
wendungen. Soldaten kontrollierten den Geld- und Warenfluss in
Bergwerken, maßen falsch errichtete Wasserleitungen nach und
errichteten anspruchsvolle Gebäude; die Baubetriebe der Legionen

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erzeugten Materi-
alien, mit denen
die Infrastruktur der
Provinzen gespeist
wurde. Eine starke
Truppe... mit lauter
‚Nebentätigkeiten‘,
die einen Geschichts-
schreiber der Kaiser-
zeit völlig kalt ließen.
Um so dringender
stellt sich mit Monty
Python die Frage:
„Was haben uns die
Römer eigentlich
gebracht?“

Nonius Datus Saldae. Wasserversorgung gesichert: Der Militärtechniker Nonius
Datus Saldae rettete ein Tunnelbauprojekt. (Foto: Datenbank CIL BBAW).

© Niedersaechsischer Landesverein fuer Urgeschichte e.V.