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Do | 12.03.2015| 19.30 Uhr

TerraY - HighTech Römer VI

Prof. Dr. Klaus Grewe, Historisches Institut, Rheinisch-Westfälische
Technische Hochschule Aachen

Wasser für Roms Städte

Der Vortrag führt ein in die Technik römischen Wasserleitungsbaus an
Beispielen aus dem gesamten Imperium. Im Bau der Aquäduktbrücken,
Tunnelbauten und Druckleitungen wird das große Können der antiken
Ingenieure sichtbar.

Ingenieurbauten wie Straßen, Brücken und Wasserleitungen dienen
keinem Selbstzweck! Um Großbauten dieser Art in Planung nehmen zu
können, mussten deshalb immer drei Grundvoraussetzungen zusam-
menkommen: Für das Bauwerk musste ein Bedarf bestehen, ein mäch-
tiger Bauherr mit den erforderlichen finanziellen Mitteln musste bereit-
stehen und nicht zuletzt bedurfte es eines Fachmanns für die Lösung
der technischen Probleme. Diese Planungsprinzipien galten natürlich
und besonders auch für Bauwerke von der Größenordnung römischer
Fernwasserleitungen – und sie gelten eigentlich auch heute noch. Die
Frage nach der Planung und Trassierung römischer Wasserleitungen
ist zwar im Zusammenhang mit der Beschreibung vieler Fernwasser-
leitungen immer wieder gestellt worden, konnte aber bis vor wenigen
Jahren nur unbefriedigend beantwortet werden. Der Grund hierfür
lag im Fehlen der wichtigsten Unterlagen für eine entsprechende Be-
trachtung, nämlich der zeitgenössischen Pläne oder Baubeschreibungen
der antiken Baumeister. So blieb es zumeist bei der vorsichtigen, weil
nicht zu beweisenden Vermutung, solche Bauwerke seien ohne eine
gründliche Planung und Trassierung überhaupt nicht zu bauen gewesen.
Jüngere archäologische Forschungsarbeiten – dazu gehören vor allem
die Arbeiten in Siga (Algerien) und Köln – haben aber gezeigt, dass es
durchaus möglich ist, durch ganz gezielt eingesetzte Forschungsmetho-
den den „Bauwerkscode“ eines Aquäduktes zu entziffern.

 

Landesmuseum Hannover - Vortragssaal
Willy - Brandt - Allee 5
30169 Hannover

Freier Eintritt
Umtrunk mit den Referent(inn)en

Texte: Autoren Stephan Veil
Titelfoto: Aquädukt Pont-du-Gard (Foto: K. Grewe)
Grafik u. Redaktion Dipl. Des. W.Pollak, S. Veil

© Niedersaechsischer Landesverein fuer Urgeschichte e.V.