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Newsletter November 2019


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Inhalt:
1. Veranstaltungen des Landesmuseums
2. Veranstaltungen des Nds. Landesvereins für Urgeschichte
3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen
4. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet,
gegliedert nach Niedersachsen, Deutschland und aus aller Welt...


1. Veranstaltungen des Landesmuseums
- Änderungen vorbehalten -

Sonderausstellungen

vom 27.09.2019 bis 23.02.2019
zeitenwende 1400
die goldene tafel als europäisches meisterwerk

Mehr Infos zur Ausstellung finden Sie im Quartalsheft oder auf der Homepage des Nds. Landesmuseums.

Vorankündigung:
Workshop

So. 01.12. von 14:00 bis 16:00 Uhr
Wenn Knochen erzählen

Für die ganze Familie mit Kindern ab 12 Jahren
Mit Anmeldung bis zum
29.11.2019
Dr. Bettina Jungklaus
Treffen im Museumsfoyer
Kosten: 10,00 €, Kinder 5,00 €


2. Veranstaltungen des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte
Änderungen vorbehalten - 

Vortrag aus der Reihe „Rohstoff & Ressourcen“

Do., 14.11., ab 18:30 Uhr
Wieviel für wen? Was wir aus  40 000 Jahren Ressorcennutzung, Produktivitätsentwicklung und sozialer Ungleichheit für unsere Zukunft lernen können
Der Vortrag zeigt auf, dass nicht erst im 20. und 21. Jahrhundert Rohstoffknappheit und der Handel mit Rohstoffen ein wichtiger Motor für die Entwicklung menschlicher Gesellschaften war. Anhand neuer Modelle aus der  Wirtschaftsarchäologie gibt Dr. Tim Kerig  einen Überblick über die Nutzung von  Rohstoffen seit der späten Altsteinzeit. 
Vortrag von Dr. Tim Kerig
Kostenlos, um Spenden wird gebeten

Vorankündigung:
Do. 12.12., ab 18:30 Uhr
Tone, Steine und Metalle –  ihre Gewinnung und Verarbeitung als bedeutende Wirtschaftszweige während des Mittelalters in Niedersachsen

Der Vortrag aus der Reihe »Rohstoffe und Ressourcen« behandelt das Mittelalter in Niedersachsen. Aufgrund neuer Forschungsergebnisse führt der Redner in den Abbau und Handel verschiedener Rohstoffe ein und erklärt, wie daraus die Grundlagen für die Besonderheiten mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Wirtschaftssysteme entstehen.
Vortrag von Dr. Stefan Krabath
Kostenlos, um Spenden wird gebeten

Archäologischer Kinderclub

Do., 07. und 21.11. von 16:30 bis 18:30 Uhr
Forschen, was das Zeug hält
Beim bunten Programm aus dem Bereich der Archäologie wird man selbst zum Forscher und entdeckt das Museum
Stefanie Abraham +  Brigitte von Wintzingerode

Für Kinder ab 8 Jahren
Mit Anmeldung
Kostenlos

Arbeitskreis Steinzeit

Fr. 29.11. von 16 bis 19 Uhr
Archäologie und Technik – Was uns Experimente über die anonymen Leonardo Da Vinci’s der Eiszeit verraten.
Seminarvortrag mit Marquardt Lund M.A., Hamburg
Anmeldung: Landesverein@gmx.de
Die Teilnahme ist kostenlos, um Spenden wird gebeten

Vorankündigung:
Forum PraeHist. Kunst

Mi. 04.12. von 16 bis 19 Uhr
Die Eiszeitkunst endete nicht am Rhein-Bilderhöhlen und Elfenbeinschnitzereien aus Osteuropa
Seminarvortrag
Anmeldung: Landesverein@gmx.de
Die Teilnahme ist kostenlos, um Spenden wird gebeten


3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen


Vorträge der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover (NGH)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

Vorträge der Ethnologischen Gesellschaft Hannover e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 ArchAN, Archäologischer Arbeitskreis Niedersachsen e.V.
Hier haben Sie Zugang zum Terminkalender des ARCHAN... 
Auf www.archan-nhb.de können Sie auch die aktuelle Sondengängerbroschüre 2019 herunterzuladen

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege und Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen des Landesamtes......
Hier kommen Sie auf die Seite der Gesellschaft für Denkmalpflege....

Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V. (FAN)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019... 

Veranstaltungen der Freunde für Archäologie im Braunschweiger Land (FABL)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019....

Paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere
Hier kommen Sie auf die Homepage...

Archäologischen Gesellschaften in Sachsen-Anhalt (AGISA)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

Archäologische Kommission für Niedersachsen 
Hinweis: Die Archäologische Kommission hat eine neue Homepage: www.ak-niedersachsen.de

 


4a. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Niedersachsen...

Projekt Von Landesmuseum Und TÜv
Mit dem Röntgenblick in die Geschichte
Quelle: NWZ Online vom 03.09.2019 (Tonia Hysky)

Ein speziell entwickeltes Röntgengerät deckt das Innenleben zahlreicher archäologischer Funde aus dem Gräberfeld Schortens auf – darunter ist so manches Schmuckstück.

Oldenburg - Ganz unscheinbar liegt der längliche Metallklumpen da. Der Laie würde es wohl ansehen und beiseite legen – doch unter der rostbraunen Eisenkruste verbirgt sich ein Geheimnis.

Gelüftet wird dieses durch modernste Technik – und zwar mit einem speziellen Röntgengerät. „Hier sieht man sehr gut das Fischgrätenmuster von der Bearbeitung des Stahls“, sagt Dr. Ursula Warnke, Direktorin des Landesmuseums Natur und Mensch in Oldenburg, und zeigt auf das Röntgenbild. Klar erkennbar sei die Damaszierung der Klinge, die vielen verschiedenen Schichten im Metall. Kein Eisenklumpen also, sondern Jahrtausende alte Schmiedekunst.
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Geschichte auf der Spur: Sven Adelaid (Fotograf des Museums) und Dr. Frank Meissner erfassen die Objekte mit Kamera und Röntgengerät.

Bild: Torsten von Reeken 1 / 3

 

Ausgrabungen In Drantum: Ecopark war schon vor 2000 Jahren besiedelt
Quelle: NWZ Online vom 12.09.2019 (eb)

Auf etwa 20
000 Quadratmetern sind bislang acht Gehöfte dokumentiert worden. Diese bestehen aus einem Haupthaus sowie aus Nebengebäuden wie Scheunen und Werkstätten.

Drantum - Die Flächen im Ecopark in Drantum sind offenbar schon früher attraktiv gewesen. Fruchtbarer Ackerboden für die Landwirtschaft, begehrte Grundstücke fürs Arbeitsleben – schon vor weit mehr als 2000 Jahren wurde gelebt und gearbeitet, wo seit einigen Jahren das Gewerbe- und Industriegebiet mit dem Slogan „Arbeit erleben“ entwickelt wird.

Das Bild vom Leben in diesem Bereich während der ersten Jahrhunderte nach Christi Geburt wird immer deutlicher. Dr.
Jana Esther Fries spricht von „Puzzle-Teilchen, die wir aber erst in Jahrzehnten richtig zusammengesetzt bekommen“. Die Archäologin ist Referatsleiterin beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege in Oldenburg. Sie bezeichnet diesen Teil der Gemeinde Emstek als einen „archäologischen Schwerpunkt mindestens für den ganzen Landkreis Cloppenburg“.
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Ein Keramikgefäß war im Ecopark ebenso zu rekonstruieren wie der Grundriss von Gebäuden.
Bild: Uwe Haring 1 / 2

 

Archäologen erforschen alten Weg durch das Moor bei Diepholz
Quelle: Focus Online vom 21.10.2019 (dpa)

Untersuchungen an einem 2000 Jahre alten Bohlenweg durch das Moor im Kreis Diepholz geben einen Einblick in die Lebensweise der Menschen zu dieser Zeit: Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) informierte sich am Montag zwischen Lohne und Diepholz über den Stand der Grabungsarbeiten.

Der vier Kilometer lange Bohlenweg dort überquerte das Moor zwischen den beiden Orten. In der Vergangenheit wurden Teile des Weges bereits archäologisch untersucht. Nun muss eines der letzten Teilstücke dem laufenden Torfabbau und einer Renaturierung des Moores weichen. Seit Juni graben Fachleute an dem historischen Weg, ein Stück davon soll rekonstruiert werden.




Björn Thümler (CDU) und Marion Heumüller, Referentin für Moorarchäologie, stehen an einen Bohlenweg im Moor bei Diepholz. dpa/Carmen Jaspersen/dpa

 

 


4b. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Deutschland...

Archäologischer Sensationsfund: : Kopflose Fortuna im Wareswald entdeckt
Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 11.09.2019 (Marion Schmidt)

Tholey -  Sensationeller Fund in der vergangenen Woche: 35 Zentimeter hohe Statue vermutlich aus dem zweiten Jahrhundert ausgegraben.

Der Traum eines jeden Archäologen ist am Montag in den frühen Abendstunden für Klaus-Peter Henz in Erfüllung gegangen. Auf einem neu erschlossenen Grabungsfeld im gallo-römischen Vicus Wareswald auf Fuße des Schaumbergs erblickte gestern eine verschüttete Sandsteinskulptur nach geschätzten 1800 Jahren wieder das Tageslicht. Im Juni, als im Wareswald ein Grabungscamp mit Hobbyarchäologen stattfand, wurde die neue Ausgrabungsstelle in Höhe des Feldes mit dem Marstempel entlang der gegenüberliegenden Straßenseite eröffnet.

„Nachdem ein Bagger erste Flächen freigeschaufelt hatte, stießen wir auf eine etwa 14 Meter parallel zur Straße verlaufende Mauer. Es war so ein Bauchgefühl, dass wir auf diesem Gelände angesetzt haben“, so Klaus-Peter Henz. Er ist Projektleiter der Terrex im Vicus Wareswald. In einer Ecke zwischen dem frei geschaufelten Mauerwerk stieß die ehrenamtlich engagierte Grabungshelferin Anke Kannengießer auf die Sandsteinskulptur. „Wir hatten eigentlich schon Feierabend, als Anke den Fund entdeckte“, so Henz.
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Archäologe Klaus-Peter Henz mit dem bemerkenswerten Fund der Sandsteinskulptur. Foto: Marion Schmidt

Römische Straßenreste und Wasserbecken in Mainz freigelegt
Quelle: volksfreund/RP-Online vom 23.09.2019 (dpa)

Mainz -Reste römischer Straßen, Wasserbecken und andere Überbleibsel aus der Antike haben Archäologen auf einem größeren Baustellenareal in der Mainzer Neustadt entdeckt. Die Funde gäben neue Einblicke in die Beschaffenheit dieser einstigen römischen Vorstadtsiedlung, erklärte die Leiterin der Mainzer Außenstelle der Direktion Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz, Marion Witteyer, am Montag in Mainz.

Bislang seien die Vorstellungen von der Siedlung mangels archäologischer Dokumentation nur sehr vage gewesen. Die Funde deuteten darauf hin, dass die Siedlung durchaus bedeutsam gewesen sei, erklärte Witteyer. Vermutlich hätten hier reiche Leute gewohnt. Eine der freigelegten Straßen sei eine Überlandstraße gewesen, sagte Witteyer. Auf den Resten sind noch antike Fahrspuren zu sehen. Gefunden wurden unter anderem auch Brunnen, Öfen, recht aufwendig gearbeitete Böden und vermutlich eine Fußbodenheizung. Grabungsleiter Marcello-Andreas Puhl sagte, wahrscheinlich sei hier eine Badeanlage in einem repräsentativ gestalteten Wohngebäude gewesen. Insgesamt seien in dem rheinnahen Gebiet zu römischer Zeit Wohnbauten, Handwerksbetriebe und Bestattungsareale gewesen, erklärte Witteyer. Es sei ein klassisches gemischtes Viertel gewesen.
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Grabungsleiter Marcello-Andreas Puhl erklärt die Hintergründe zu römischen Funden in einer Baugrube. Foto: Christian Schultz/Archivbild.

Schon bronzezeitliche Mütter gaben ihren Babys das Fläschchen
Quelle: der Standard vom 25.09.2019 (red, APA)

Analyse jahrtausendealter Spezialgefäße zeigt, dass schon damals auf tierische Milch zurückgegriffen wurde

Wien
– Wie lange schon werden Babys nicht nur gestillt, sondern erhalten auch das Fläschchen? Und seit wann kann dieses Fläschchen statt menschlicher Muttermilch auch die von Tieren enthalten? Eine aktuelle Analyse verlegt dies über 3.000 Jahre bis in die Bronze- und Eisenzeit zurück.

Funde aus Kindergräbern
Als Untersuchungsgegenstände dienten dem Team um Katharina Rebay-Salisbury und Roderik Salisbury vom Institut für Orientalische und Europäische Archäologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) auffällig geformte Keramikgefäße, die bis zu 6.000 Jahre alt sind. Sie stammen aus einem spätbronzezeitlichen und einem früheisenzeitlichen Gräberfeld in Bayern und wurden in Gräbern von Kindern gefunden, die im Alter zwischen einem und sechs Jahren gestorben waren.
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Neue Grabungsergebnisse aus der Blätterhöhle in Hagen
Quelle: Arch. Online vom 03.102019 (LWL / CS)

Die Blätterhöhle ist für die Steinzeit einer der wichtigsten Fundplätze in Westfalen und darüber hinaus. Jetzt sind Archäologen kurz davor die fünfte Grabungskampagne unter der Leitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) abzuschließen. Und sie haben dabei erneut besondere Funde wie Pfeilspitzen aus Feuerstein gemacht, die einen Einblick in die Welt der Menschen vor über 11.500 Jahren erlauben.

Seit August gräbt die LWL-Archäologie für Westfalen zusammen mit Studierenden der Ruhr-Universität Bochum und der Universität zu Köln wieder in der Höhle und auch auf dem Platz davor. Dort fanden sie wiederum verschiedene Pfeilspitzen aus Feuerstein. Sie lassen sich der ältesten Schicht auf dem Platz zuordnen, die bereits vor drei Jahren entdeckt wurde. "Diese Spitzen sind in ihrer Form teilweise noch völlig unbekannt und auch ungewöhnlich", erläutert Prof. Dr. Michael Baales, Leiter der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie. Solche Neuentdeckungen machen den Vorplatz der Höhle für die Forscherinnen besonders interessant. "Eigentlich ist jede neue Pfeilspitze, die wir derzeit auf dem Vorplatz finden, eine Überraschung für uns", führt Grabungsleiter Wolfgang Heuschen an. "Es gibt aus dieser Zeit weit und breit keine Vergleiche."
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Vor dem großen Westprofil dringen die Studierenden auf dem Vorplatz der Blätterhöhle sicher und präzise in immer tiefere Schichten vor. (Foto: LWL/W. Heuschen)

7000 Jahre alte Spuren bei Prenzlau entdeckt
Quelle: nordkurier vom 04.10.2019 (Mathias Scherfling)

Bei Arbeiten für das neue Bürogebäude der Enertrag AG fanden Archäologen Knochen, die auf eine Besiedlung vor langer Zeit hinweisen.

Dauerthal - Einen bislang unbekannten archäologischen Fundplatz haben Bauarbeiter auf dem Areal, auf dem das neue Bürogebäude des Energieunternehmens Enertrag im uckermärkischen Dauerthal entstehen wird, gefunden. Ausgangspunkt für den neuen Fund sei ein großer schwarzer Flecken Erde gewesen, der den Archäologen sagte, dass es hier Eingrabungen aus älterer Zeit gebe.

Spuren einer frühen Besiedlung gefunden
Die Firma Martin Wurzel Archäologie und Umwelttechnik GmbH führte seit Mitte September auf dem Baugrundstück Untersuchungen durch. Zwei Wochen legten Holger Schmitt und seine Kollegen auf einer rund 30 Quadratmeter großen Fläche Schicht um Schicht der Erde frei, bargen Scherben, Knochen, Überreste alter Werkzeuge. Ziemlich schnell sei klar gewesen, dass es sich um Spuren einer Besiedlung handelte.

Archäologische Sensation
„Das schließen wir aus den Überresten von mit eingeritzten Bändern verzierten Gefäßen.” Nach dieser sehr speziellen Keramik sei diese Epoche Bandkeramik benannt worden, so Holger Schmitt.
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Bei Ausschachtungsarbeiten für das neue Bprogebäude fand man Spuren früher Besiedlung
Foto: Enertrag

Schwarzenbach: Funde aus der Bronzezeit bei Grabungen entdeckt
Quelle: NÖN.at vom 05.10.2019 (Franz Stangl)

Vier Wochen lang waren Mitarbeiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie am Schwarzenberger Burgberg tätig. Im südöstlichen Bereich der ehemaligen Keltensiedlung, direkt neben der in den letzten Jahren errichteten Rekonstruktionsbauten erforschten sie weitere 215 Quadratmeter des geschichtsträchtigen Bodens.

Seit 25 Jahren finden in Schwarzenbach archäologische Grabungen statt, die eine Besiedlung des Burgbergs seit der Jungsteinzeit belegen. Bekannt wurde der Platz aber vor allem durch die Kelten, die hier auf einer Fläche von 15 Hektar eine der größten Siedlungen des Ostalpenraumes anlegten.
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Foto: Stangl

Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
Quelle: Max-Planck-Inst. f. Menschheitsgesch. vom 10.10.2019

Archäogenetische Analysen ermöglichen neue Einblicke in soziale Ungleichheit vor 4000 Jahren: Wohlhabende Familien lebten mit zugezogenen Frauen und sozial niedriger gestellten Personen im selben Haushalt zusammen.

Soziale Ungleichheit gab es in der Vorgeschichte Süddeutschlands bereits vor 4000 Jahren, und das sogar innerhalb eines Haushalts. Das ergab eine neue Studie, die im Fachjournal Science veröffentlicht wurde. Archäologische und archäogenetische Auswertungen von bronzezeitlichen Gräberfeldern im Lechtal bei Augsburg zeigen, dass Familien biologisch miteinander verwandter Personen mit höherem Status zusammenlebten mit nichtverwandten Frauen, die aus der Ferne kamen und den Grabbeigaben nach zu schließen ebenfalls einen hohen Status innehatten. Zusätzlich fand sich eine größere Anzahl von Einheimischen aber offensichtlich armen Individuen in den Gräberfeldern. Die Forscher schließen daraus, dass es in den Haushalten dieser Zeit und Region bereits soziale Ungleichheit gab. Ob es sich bei den ärmeren Individuen um Gesinde oder Sklaven handelt, lässt sich nur spekulieren.
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Weiterer Artikel:
Töchter oder Sklavinnen? Das Mysterium der Bronzezeit-Frauen
Quelle: WELT vom 13.10.2019 (Alice Lanzke)




Hochrangige und nicht-lokale Frauenbestattung aus Kleinaitingen „Gewerbegebiet Nord“. Der Kopfschmuck und der Bestattungsritus spiegeln die lokalen Traditionen wider, aber die Isotopenwerte zeigen die fremde Herkunft. Diese Bestattung einer Frau ist eine der reichsten bekannten Bestattungen Süddeutschlands. ABK Süd

Forscher entdecken nahe Tübingen uralte Grabenanlage
Quelle: mittelbayerische vom 14.10.2019

Der archäologische Fund eines Skeletts aus der frühen Jungsteinzeit wirft Rätsel auf. Schmuckstücke aus Kalksteinperlen - sonst eher im Raum der Karpaten zu finden - sind Grund des Rätsels, aber möglicherweise gleichzeitig auch Lösung dessen.

Tübingen -  Erstmals haben Archäologen im Neckarraum ein Grabensystem eines jungsteinzeitlichen Dorfes entdeckt.

Die Anlage bei Ammerbuch im Landkreis Tübingen stammt nach Einschätzung der Forscher der Universität Tübingen und des baden-württembergischen Landesamts für Denkmalpflege aus dem 53. Jahrhundert vor Christus.
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Weiterer Artikel:
Neue Einblicke zum Beginn von Ackerbau und Viehzucht in Südwestdeutschland: Archäologische Ausgrabungen bei Ammerbuch-Pfäffingen bringen Gräben und Bestattungen aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. ans Licht
Quelle: Arch. Online vom 16.10.2019 (Uni Tübingen / LAD B-W / AB)




Ein Skelett liegt in einem Grab aus dem 52. Jahrhundert vor Christus, das bei Ammerbuch freigelegt wurde. Foto: L. Brandstetter/Universität Tübingen/dpa

Ungewöhnliche Funde vom bronzezeitlichen Schlachtfeld im Tollensetal: Persönlicher Besitz eines bronzezeitlichen Kriegers auf dem Schlachtfeld im Tollensetal entdeckt
Quelle: Arch. Online vom 17.10.2019 (aus Publikation in Antiquity: Tobias Uhlig et al.)

Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen, des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern und der Universität Greifswald hat im Tollensetal 31 ungewöhnliche Objekte entdeckt. Die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass die Funde zum persönlichen Besitz eines bronzezeitlichen Kriegers gehören, der vor 3.300 Jahren auf dem Schlachtfeld starb.

Ein Tauchteam unter Leitung von Dr. Joachim Krüger von der Universität Greifswald entdeckte den Fundkomplex, der im Fluss offenbar von der Plünderung verschont blieb. Die neuen Forschungsergebnisse sind in einem Aufsatz der Zeitschrift Antiquity erschienen.
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Diese Sammlung von Objekten wurde von einer Tauchergruppe im Fluss Tollense gefunden und ist wahrscheinlich der Besitz eines Kriegers, der vor 3.300 Jahren auf dem Schlachtfeld starb. Foto: Volker Minkus

Was alte Knochen über das Leben auf dem Lechfeld verraten
Quelle: Augsburger Allg. vom 22.10.2019 (Adrian Bauer)

Wissenschaftler haben neue Erkenntnisse übers Leben auf dem Lechfeld zur Bronzezeit gewonnen. Es geht um Familienbande und rätselhafte Frauen aus der Fremde.

Viele Jahrhunderte lagen die Knochen in der Erde, vor 20 Jahren wurden sie im Süden von
Augsburg von Archäologen ausgegraben – und doch können sie immer noch etwas Neues erzählen. Professor Philipp Stockhammer von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hat anhand der Fundstücke im Archäologischen Museum in Königsbrunn herausgefunden, wie die Familienstrukturen zur Bronzezeit auf dem Lechfeld funktionierten. Die neuen Forschungsergebnisse lassen Schlüsse über soziale Ungleichheiten zu und erlauben es, ganze Stammbäume zu erstellen.
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Auf ungefähr 2300 vor Christus wird dieses Skelett datiert, das im Archäologischen Museum Königsbrunn zu sehen ist. Mit neuen wissenschaftlichen Methoden haben Forscher den alten Knochen neue Informationen entlockt.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

 

 


4c. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus aller Welt...

Hier finden Sie eine Übersicht über archäologische Artikel in der Zeitung „the guardian“
(19.10.2019) Archaeologists discover 30 ancient coffins in Luxor 
(11.10.2019) Pompeii dig unearths fighting fresco in 'gladiators' tavern'

 

Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
Quelle: Arch. Online vom 18.09.2019 (Uni Heidelberg / AB)

Wissenschaftler ermitteln mit naturwissenschaftlichen Methoden geographische Herkunft archäologischer Zinnfunde im Mittelmeerraum

Die Herkunft des Zinns in der Bronzezeit ist seit langem eines der größten Rätsel der archäologischen Forschung. Jetzt haben es Forscher der Universität Heidelberg und des Curt-Engelhorn-Zentrums Archäometrie in Mannheim teilweise gelöst: Sie konnten nachweisen, dass das bei archäologischen Untersuchungen in Israel, der Türkei sowie Griechenland gefundene Zinn in Form von Barren nicht, wie bislang angenommen, aus Zentralasien stammt, sondern aus europäischen Zinnlagerstätten.
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Zinnvorkommen auf dem eurasischen Kontinent und Verbreitung von Zinnfunden im Untersuchungsgebiet aus der Zeit von 2500 bis 1000 vor Christus. Quelle: Berger et al. 2019 (Bearbeitung Daniel Berger)

Archäologen finden goldenes Armband
Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 24.09.2019

Tallinn - Archäologen haben in Estland bei Untersuchungen an einer 1700 Jahre alten Opferstätte auf der Ostseeinsel Saaremaa wertvollen historischen Schmuck gefunden. Kostbarstes Stück des Funds von Anfang September ist estnischen Medienberichten zufolge ein goldenes Armband aus dem 3. Jahrhundert.

Goldene Armbänder seien damals ein Symbol für die Zugehörigkeit zu den höchsten Schichten der Gesellschaft gewesen, heißt es. Das Schmuckstücke sollen nun im Museum von Saaremaa ausgestellt werden.

 

Rätselhafte Steinhügel im Bodensee geben ihr Alter preis
Quelle: der Standard vom 27.09.2019

Laut Schweizer Archäologen wurden die Strukturen vor etwa 5.500 Jahren von Menschen errichtet

Bern – Stück für Stück rücken Archäologen dem Geheimnis einer Reihe von Steinhügeln auf den Leib, die 2015 im Bodensee entdeckt wurden. Inzwischen hat man rund 170 dieser rätselhaften Strukturen gefunden, die etwa viereinhalb Meter unter Wasser in regelmäßigen Abständen am Seegrund liegen. Sie sind recht flach, haben aber jeweils einen Durchmesser von 15 bis 30 Metern und bilden in Ufernähe eine Reihe. Die Fundstätte liegt im Raum von Uttwil im Schweizer Kanton Thurgau.

Identifizierung und Datierung
2018 berichtete das Amt für Archäologie des Kantons Thurgau, dass die Strukturen künstlichen Ursprungs sein dürften. Nun gab es auch deren mutmaßliches Alter bekannt: Die Hügel sind aller Wahrscheinlichkeit nach in der Jungsteinzeit vor etwa 5.500 Jahren aufgeschüttet worden.
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Der in der Mitte etwa 50 Zentimeter hohe Hügel 5 konnte nun datiert werden. Foto: Amt für Archäologie des Kantons Thurgau, Matthias Schnyder

Rätselhafter Kollaps: Warum jahrtausendealte Megasiedlungen in Osteuropa nur kurz existierten
Quelle: der Standard vom 30.09.2019 (red)

Drastische Zentralisierung von Macht war vermutlich die Ursache für den Zusammenbruch der ältesten vorstädtischen Großsiedlungen Europas

Die sogenannte Tripolje-Kultur breitete sich zwischen 5.000 und 2.700 vor unserer Zeitrechnung in Osteuropa auf den heutigen Gebieten der Ukraine, Moldawiens und Rumäniens aus und ist für ihre für damalige Verhältnisse erstaunlich großen Siedlungen bekannt. So dürfte etwa jene Ansiedlung, deren Überreste in der Nähe des ukrainischen Dorfes Taljanky zu finden sind, eine Fläche von rund 340 Hektar eingenommen und mindestens 15.000 Menschen beherbergt haben.
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Weiterer Artikel:
Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas
Quelle: Arch. Online vom 01.10.2019 (CAU / CS)




Etwa so kann man sich eine der Megasiedlungen der Tripolje-Kultur vorstellen. In der ringförmig angelegten Siedlung lebten mindestens 15.000 Menschen. Illustr.: Kenny Arne Lang Antonsen

Werden die verkohlten Papyri aus Pompeji nun endlich entziffert?
Quelle: der Standard vom 04.10.2019 (Klaus Taschwer)

Jene Schriftrollen, die beim Ausbruch des Vesuv zerstört wurden, könnten dank neuer Methoden lesbar werden. Womöglich befinden sich darunter verschollene Klassiker

Wann genau der Vesuv im Jahr 79 unserer Zeitrechnung ausbrach, ist fast 2000 Jahre später immer noch unklar. Erst vor einem Jahr stieß man bei Ausgrabungen in Pompeji auf ein Graffito, das vermutlich vom 17. Oktober des Jahres 79 stammt. Deshalb nimmt man nun an, dass die verheerende Eruption, die Pompeji, Herculaneum und zwei weitere Städte unter einer bis zu 25 Meter hohen Schicht aus vulkanischer Asche und Bimsstein begrub, am 24. Oktober stattgefunden haben dürfte.
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Was mag wohl in dieser antiken Schriftrolle stehen? Sollten die neue "Durchleuchtungsmethode" Erfolg haben, könnten womöglich sogar verschollene Klassiker der Antike entdeckt werden. Foto: The Digital Restoration Initiative/University of Kentucky/PA

Überraschungsfund in Israel
Gigantische Metropole aus der frühen Bronzezeit entdeckt
Quelle: der Standard vom 07.10.2019 (tberg, red)

Archäologen legen südlich von Haifa ein über 5.000 Jahre altes "New York der Antike" frei, das sich einst über 65 Hektar erstreckte

Archäologen haben im Norden Israels die bronzezeitlichen Überreste einer für damalige Verhältnisse geradezu monumentalen Stadt freigelegt. Die rund 5.000 Jahre alte Siedlung war im Zuge von Notgrabungen vor Straßenarbeiten nahe dem heutigen Harish im Bezirk Haifa entdeckt worden und bringt die Wissenschafter ins Schwärmen: Die Ausgrabungsstätte En Esur sei die "größte und zentralste" Metropole, die je in Israel ausgegraben wurde. "Dies ist das 'New York' der Frühbronzezeit unserer Region", erklärten Mitarbeiter der Israelischen Altertumsbehörde (IAA).
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Die frühbronzezeitliche Metropole beherbergte vermutlich rund 6.000 Einwohner. Foto: APA/AFP/JACK GUEZ

Berühmte Römerstadt:  Archäologen entdecken Gladiatoren-Fresko in Pompeji
Quelle: Spiegel Online vom 12.10.2019 (jme/dpa/AFP)

Zwei Gladiatoren, der eine geht schwer verletzt zu Boden - in Pompeji haben Forscher ein aufwendig ausgearbeitetes Fresko gefunden. Es wurde in einem Haus gefertigt, das wohl als Schenke und Bordell diente.

In den verschütteten Teilen der berühmten Römerstadt Pompeji ist ein detailreiches Fresko eines Gladiatorenkampfes gefunden worden. Wie das Kulturministerium in Rom Freitag mitteilte, wurde die Wandmalerei im Untergeschoss eines Gebäudes entdeckt, das an einer Kreuzung zweier gepflasterter Straßen lag und vermutlich eine Taverne für Gladiatoren sowie ein Bordell beherbergte.

Das farbige Fresko bildet in realistischer Weise zwei Typen von Gladiatoren ab - einen Murmillo und einen Thraex. Der Murmillo trägt entsprechend den Überlieferungen zu den verschiedenen Gattungen der Gladiatoren ein römisches Kurzschwert und einen großen, gewölbten Rechteckschild. Der Thraex hat seinen Schild fallen lassen. Er ist schwer verwundet und bittet offenbar um Gnade.
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Ausgrabungsstätte Pompeji/Ministero per i beni e le attività culturali e per il turismo/dpa
Fresko aus Pompeji: Bitte um Gnade

 

Archäologen entdecken 3000 Jahre alte Särge mit Mumien
Quelle: HAZ vom 19.10.2019 (RND/dpa)

Sensation im Tal der Könige: Archäologen gruben im Süden Ägyptens 30 gut erhaltene Särge samt Mumien aus. Einen vergleichbaren Sarkophag-Fund gab es seit über einem Jahrhundert nicht mehr. Das Alter wird auf über 3000 Jahre geschätzt.

Kairo - Archäologen haben in Luxor im Süden Ägyptens eine Reihe von 3000 Jahre alten Holzsärgen samt Mumien entdeckt. Die insgesamt 30 bunten, gut erhaltenen Särge seien in der Grabstätte Al-Asasif gefunden worden, sagte Antikenminister Chalid al-Anani am Samstag vor Journalisten. Es sei das erste Mal seit Ende des 19. Jahrhunderts, dass ein großer und gut erhaltener Bestand menschlicher Särge entdeckt worden sei.
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Luxor: Chalid al-Anani, Antikenminister von Ägypten, blickt auf die kürzlich entdeckten Holzsärge. Quelle: -/Egyptian Ministry of Antiquiti

 

 

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