Newsletter Februar 2018


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Inhalt:
1. Veranstaltungen des Landesmuseums
2. Veranstaltungen des Nds. Landesvereins für Urgeschichte
3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen
4. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet,
gegliedert nach Niedersachsen, Deutschland und aus aller Welt...


1. Veranstaltungen des Landesmuseums
- Änderungen vorbehalten -


Sonderausstellungen

vom 29.09 bis 18.02.2018
Silberglanz, von der Kunst des Alters

vom 25.03 bis 24.06.2018
romantische blicke, deutsche Zeichnungen des 19. jahrhunderts

Kuratorenführungen

Mi. 14.02.2018 von 8:00 – 19:30 Uhr
Frühe Bauern und die letzten Jäger in Niedersachsen
Führung durch: Dr. Florian Klimscha
Mit Anmeldung
Teilnahme: 5,00 €

Ferienprogramm

Fr. 02.02.2018 von 10:00 bis 13:00 Uhr
Von Stein zum Metall – Schöne und praktische Dinge aus Bronze und Gold
Hier erfährst Du, wie die Menschen in Niedersachsen zum Metall kamen und was sie daraus gemacht haben. Außerdem kannst du selbst etwas aus Metall herstellen.
Mit Stefanie Abraham
Für Kinder ab 8 Jahren, mit Anmeldung, Pausensnack mitbringen
Museumseintritt +2,50 €.


Menschenwelten, Archäologie und Ethnologie - die neue Dauerausstellung!


2. Veranstaltungen des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte
Änderungen vorbehalten - 

Vorträge

Do., 08.02. 2018, von 19:30 Uhr – ca. 21:30 Uhr
TerraY - Eine kurze Geschichte der Menschheit V
Entstehung und Funktion früher Schrift

Vortragender: Dr. Gösta Gabriel, Göttingen
Eintritt: kostenlos
HINWEIS: Herr Dr. Gabriel vertritt Frau Dr. Paoletti, die verhindert ist.
Hier finden Sie mehr Informationen zum Vortrag…

Do., 22.02.2018
, 19:30 Uhr – ca. 21:30 Uhr (TERMINÄNDERUNG: KORREKTER TERMIN im Vergleich zum Quartalsheft des Nds. Landesmuseums)
TerraY - Burgen und Behörden – Burgenarchäologie in Niedersachsen
Vortragender: Dr. Markus Blaich, Nds. Landesamt für Denkmalpflege, Hannover
Hier finden Sie mehr Informationen zum Vortrag…
Eintritt: kostenlos

Vorschau:
Do., 08.03.2018, von 19:30 bis ca. 21:30 Uhr
TerraY - Eine kurze Geschichte der Menschheit VI
Entstehung von Hochkulturen – Bauplan oder Zufall?  Das Beispiel Ägypten
Vortragender: Dr. Christian Loeben, Museum Kestner, Hannover
Hier finden Sie mehr Informationen zum Vortrag…
Eintritt: kostenlos

PraeHistorischer Salon

Mi., 14.02. 2018, von 19:30 bis ca. 21:30 Uhr
Michael Kuhn: Sextus Valerius – Varusgold
Lesung: Michale Kühn, Autor
Moderation: Christiane Drewes
Fachliche Kommentierung: Dr. Jörg Fündling, Althistoriker
Hier finden Sie mehr Informationen zur Lesung…
Eintritt: 7,00 €, ermäßigt 4,00 €
kostenlos für Mitglieder der Veranstalter

Vorschau:
Mi., 14.03.2018, von 19:30 – ca. 21:30 Uhr
Die Gabe der Zeichnerin
Lesung: Martina Kempff, Autorin
Moderation: Carsten Jähner, Chefredakteur histo-couch.de
Fachliche Kommentierung: PD Dr. Sebastian Ristow
Hier finden Sie mehr Informationen zur Lesung…
Eintritt: 7,00 €, ermäßigt 4,00 €
kostenlos für Mitglieder der Veranstalter

Forum PraeHistorische Kunst

Di. 06.03.2018
, von 16:15 – ca. 18:45 Uhr (TERMINÄNDERUNG: KORREKTER TERMIN im Vergleich zum Quartalsheft des Nds. Landesmuseums)
Strichmännchen oder Kunst?
Vortrag: Dr. Helmut Schlichtherle
Mit Anmeldung: landesverein@gmx.de
Teilnahme: kostenlos

Archäologischer Kinderclub Akic , Workshop

Do. 08.02 und 22.02. von 16:30 bis 18:30 Uhr
Ausgraben, forschen und entdecken - Mach mit beim Archäologischen Kinderclub des Landesmuseums!
Mit Stefanie Abraham und Brigitte von Wintzingerode
Für Kinder ab 8 Jahren, kostenlos, mit Anmeldung.


3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen


Vorträge der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover (NGH)

Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2018...


Vorträge der Ethnologischen Gesellschaft Hannover e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2018...


ArchAN, Archäologischer Arbeitskreis Niedersachsen e.V.
Hier haben Sie Zugang zum Terminkalender des ARCHAN...


Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege und Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen des Landesamtes......
Hier kommen Sie auf die Seite der Gesellschaft für Denkmalpflege....


Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V. (FAN)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2018...  


Veranstaltungen der Freunde für Archäologie im Braunschweiger Land (FABL)

Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2018....


Paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere
Hier finden Sie Hinweise auf die Vortragsreihe in 2018...


Bremer Gesellschaft für Vorgeschichte e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2018…


Archäologischen Gesellschaften in Sachsen-Anhalt (AGISA)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2018...


4a. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Niedersachsen...

 

 

 


4b. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Deutschland...

Geheimnis um Alter der Porta Nigra gelüftet
Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 11.01.2018 (dpa)

Trier - Es war ein Stück Eichenholz, das den Durchbruch brachte. Es lag sechs Meter tief gut konserviert im aufgeweichten Boden zwischen Steinquadern an der römischen Stadtmauer nahe der Porta Nigra in Trier.

Anhand seiner Jahresringe konnte es genau auf den Winter 169/170 nach Christus datiert werden und Wissenschaftlern das Datum liefern, nach dem sie schon lange gesucht haben. "Jetzt wissen wir endlich, dass der Bau der Porta Nigra im Frühjahr 170 begonnen hat", sagte der Direktor des Rheinischen Landesmuseums Trier, Marcus Reuter, am Freitag. Und fügte hinzu: "Das ist ein Meilenstein für die Trierer Stadtgeschichte."
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Die Porta Nigra ist 1848 Jahre alt. Foto: Fredrik von Erichsen

 

Burgberg war schon vor 5500 Jahren besiedelt: Rätsel um Burgberg bei Niederelsungen gelöst: Spitzklinge entdeckt 
Quelle: Hessisch-Nieders. Zeitung vom 19.01.2018 (Antje Thon)

Niederelsungen - Der Burgberg bei Niederelsungen hat Archäologen lange Rätsel aufgegeben. Einige wurden nun anhand aktueller Funde gelöst.

Die 6,3 Zentimeter lange Spitzklinge aus hellgrauem Feuerstein, die Bezirksarchäologe Dr. Klaus Sippel vor zwei Jahren dort entdeckt hat, dürfte um die 5500 Jahre alt sein. „Damit wäre der Burgberg bei Niederelsungen eine neu hinzugekommene Michelsberger Höhensiedlung in der Region“, sagt Sippel.

Für eine Datierung des Fundortes in die Eisenzeit (800 v. Chr. bis kurz vor der Zeitenwende), wie es lange angenommen wurde, spreche seiner Meinung nach nichts. Die Spitzklinge sei bedeutend älter, ebenso ein 24 mal 20 Zentimeter großes Bruchstück von einem Reibstein aus Buntsandstein sowie einige Scherben, die der Archäologe ebenfalls vor zwei Jahren auf dem Plateau der 334 Meter hohen Anhöhe gefunden hat.
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Funde vom Burgberg bei Niederelsungen: Spitzklinge, Reibstein und Scherben. 

© Foto: R.-J. Braun, Hessen-Archäologie

 

Landratsamt präsentiert archäologischen Sensationsfund
Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 19.01.2018 (Peter Becker)

Für die Menschen der Jungsteinzeit war der Weiler Murr bei Moosburg eine bedeutende Siedlung. In die Literatur eingegangen ist vor allem der dort gefundene "Hochzeitsbecher".

Mit den Ausgrabungen und den bedeutenden Funden von Murr bei Moosburg beschäftigt sich Kreisarchäologin Delia Hurka in der neuesten Ausgabe der "Heimatgeschichten" auf der Internetseite des Landratsamts. Ausdrücklich würdigt sie dabei die Verdienste von Erwin und Anne Neumair, die durch jahrelange Begehungen die Erforschung des Geländes initiierten. Beide sahen das Bodendenkmal durch die intensive Landwirtschaft gefährdet. Sie führten deshalb mit dem Archäologischen Verein Freising von 1992 bis 1998 mehrere Grabungen durch. Bei den Untersuchungen entdeckten sie mehrere Siedlungen der Jungsteinzeit (etwa 4400 bis 3800 v. Chr.)
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Die Funde bei Murr sind nicht nur für Archäologen eine Sensation: Der Hochzeitsbecher zeigt die einzige figürliche Darstellung der Zeit. (Foto: Landratsamt)

Römische Bronze-Werkstatt in Krefeld-Gellep ausgegraben
Quelle: Archäologie-Online vom 19.01.2018 (Stadt Krefeld / AB)

Pferd aus der Bataverschlacht für Museumsausstellung im Block geborgen

»Ich hab da was für Dich, Doktor«, schmunzelt Grabungstechniker Dominik Sarna und schaut nur kurz zu Dr. Hans Peter Schletter hoch, während er mit dem Metalldetektor weiter sucht. »Da drüben, ein Denar«, fügt er hinzu. Schletter beugt sich runter, um die kleine Plastiktüte mit der römischen Münze aufzuheben. Er holt sie heraus, ein Kopf und eine Inschrift sind zu erkennen. Vermutlich stammt sie aus dem zweiten Jahrhundert. »Genaueres wird aber erst die Aufarbeitung ergeben«, betont der Stadtarchäologe und geht weiter auf der letzten großen Untersuchungsfläche. Seit April vergangenen Jahres gräbt er mit seinem Team rund um das nördliche Dorf am römischen Kastell in Krefeld-Gellep. Es ist die größte Grabung in der Stadtgeschichte auf einer Fläche von insgesamt 3,7 Hektar. »Wir haben 3000 Quadratmeter noch vor uns. Dazu gehört auch ein Teil des Vicus. Das wird nochmal spannend«, sagt Schletter.
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Stadtarchäologe Dr. Hans Peter Schletter und Restauratorin Eileen Wolff schauen sich das geborgene Pferd im Museum an. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, D. Senger


4c. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus aller Welt...


Hier finden Sie eine Übersicht über archäologische Artikel in der Zeitung „the guardian“
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Cremation urns dusty bones tell tale of death in Roman London   
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Oldest known human fossil outside Africa discovered in Israel  
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Complex engineering and metal-work discovered beneath ancient Greek 'pyramid'
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Stone age hunter-gatherers' 'paradise' discovered next to major Israeli road
o Surprise as DNA reveals new group of Native Americans: the ancient Beringians

 

Ice Age art in the Ural Mountains
Quelle: CURRENT WORLD ARCHAEOLOGY, Issue 87

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storations at Shulgan-Tash are leading to revelations, as Ekaterina Devlet, Eudald Guillamet, Alexander Pakhunov, Nikolai Grigoriev, and Danir Gainullin explain.

In the forests of Russia’s Southern Urals, 200km south of Ufa, lies the easternmost known Ice Age cave-art site in the world. Shulgan-Tash (Kapova Cave) is some 4,000km from the main concentrations of Ice Age cave art in western Europe, and recent restorations have brought an intriguing hidden figure to light….

…Previous restorations had removed some of the calcite, giving a glimpse of red lines, which were described as an anthropomorphic figure. Its identification remained doubtful until 2017, when Eudald Guillamet (who was invited to Shulgan-Tash in 2015 to share his experience of rock-art restoration) concentrated his efforts on this panel. With the calcite covering removed, what was previously thought to be an anthropomorph in fact turned out to be the leg and tail of a large figure of a Bactrian camel….
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Calcite covered the central panel in the Chamber of Chaos (above). When this covering was removed (Below), it became clear that what had been thought to be an anthropomorphic figure in the left of the panel was instead part of a camel.

Calcit bedeckte den mittleren Abschnitt in der Chamber of Chaos (oben). Als diese Abdeckung entfernt wurde (unten), wurde klar, dass das, was auf der linken Seite des Panels für eine anthropomorphe Figur gehalten wurde, stattdessen Teil eines Kamels war.

 

Ötzis Kupferbeil: Die kostbare Handwaffe des Gletschermanns
Quelle: FAZ vom 30.12.2017 (Diemut Klärner)

Wo wurde Ötzis Beil geschmiedet? Von Minen aus der Toskana stammt zumindest das Kupfer. Archäologen sind vergessenen Handelswegen auf der Spur.

Der Mann aus dem Eis, 1991 in den Ötztaler Alpen aufgetaut, ist als Mumie viel bekannter geworden, als er zu Lebzeiten je gewesen sein kann. Wenn er derzeit im Kino zum Helden eines Rachedramas wird, ist freilich viel Phantasie im Spiel. Denn wer ihm unweit des Tisenjochs hinterrücks einen Pfeil in die Schulter geschossen hat und warum, lässt sich nach mehr als fünftausend Jahren sicher nicht mehr klären. Wahrscheinlich ist dieser Mann, posthum mit dem Spitznamen „Ötzi“ ausgestattet, aber keinem Raubmord zum Opfer gefallen.
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Was das Schicksal des Neandertalers tatsächlich besiegelt haben könnte
Quelle: Der Standard vom 31.12.2017 (tberg)

US-Forscher vermuten, dass die Homo-sapiens-Population durch "Nachschub" aus Afrika bereichert wurde

Stanford – Was hat die Neandertaler letztlich umgebracht? Auf diese Frage gibt es mittlerweile zahlreiche möglich Antworten, wirklich beweisbare Gründe für sein Aussterben konnten aber noch immer nicht vorgelegt werden. Eine zuletzt erschienene Studie kam schließlich zu dem Schluss: Egal, was den nächsten Verwandten des Homo sapiens letztlich tatsächlich zum Verhängnis wurde, sie wären in jedem Fall dem Untergang geweiht gewesen.

 

Unsere evolutionären Cousins traten etwa vor 130.000 Jahren erstmals in Erscheinung und breiteten sich rasch über Europa und Asien aus. Vor etwa 30.000 Jahren – und damit nicht lange nachdem der moderne Mensch aus Afrika in Europa aufgetaucht war – starb Homo neanderthalensis allerdings wieder aus. Die Suche nach Erklärungen für sein Verschwinden brachte zahlreiche Theorien hervor, darunter Klimawandel, Krankheiten und geringere Fähigkeiten im Vergleich zu Homo sapiens.
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Bislang unerforschte Insel enthüllt Schatz an Höhlenmalereien
Quelle: Der Standard vom 02.01.2018 (red)

Darstellungen stammen laut Archäologen aus einer Ära des gesellschaftlichen Umbruchs

Canberra
– Nördlich von Osttimor liegt die zu Indonesien gehörende Insel Kisar: Nur knapp 82 Quadratkilometer groß, von etwa 14.000 Menschen besiedelt und von der Archäologie bislang gänzlich übersehen. Australische Forscher haben diese Lücke nun geschlossen und sind bei einer archäologischen Bestandsaufnahme auf einen unerwarteten Schatz gestoßen: Sie fanden an 28 verschiedenen Stellen eine große Zahl von Höhlenmalereien, die etwa 2.500 Jahre alt sind.

Die Darstellungen zeigen Boote ebenso wie Hunde und Pferde oder Menschen, die oft Schilde tragen – andere scheinen auf Trommeln zu schlagen. Mit etwa zehn Zentimetern Durchschnittsgröße sind die Darstellungen laut dem Team um Sue O'Connor von der Australian National University ungewöhnlich klein, dafür aber "erstaunlich dynamisch".
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foto: anu
Darstellungen von Menschen aus Kisar.

 

Jerusalem: Tonsiegel aus Zeit des ersten Tempels entdeckt
Quelle: Der Standard vom 02.01.2018 (APA)

2.700 Jahre altes Artefakt zeigt Prägung "Dem Gouverneur der Stadt" -

Jerusalem – Israelische Forscher haben bei Ausgrabungen an der Klagemauer in Jerusalem ein etwa 2.700 Jahre altes Tonsiegel gefunden. Auf dem münzgroßen Tonstück stehe auf antikem Hebräisch die Prägung "Dem Gouverneur der Stadt", teilte die israelische Altertumsbehörde mit. Es handle sich um eine "einzigartige und wichtige Entdeckung". Das Fundstück stamme aus der Zeit des ersten Tempels. Der salomonische Tempel wurde vor rund 3.000 Jahren gebaut und im Jahr 586 vor unserer Zeitrechnung von den Babyloniern zerstört
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foto: reuters/nir elias

Schiffswracks aus dem 18. und 19. Jahrhundert entdeckt
Quelle: Zeit-Online vom 03.01.2018

Forscher haben vor der Küste Mexikos die Überreste eines holländischen Kriegsschiffes und eines Dampfschiffes entdeckt. Gefunden wurden unter anderem die Kanonen des Kriegsschiffes.
Weiterlesen: kostenpflichtig


Mit Film (Dauer 1,00 min)

DNA-Spuren der ältesten Amerikaner entdeckt
Quelle: Der Standard vom 03.01.2018 (David Rennert)

Genetische Analysen werfen neues Licht auf die verworrene Besiedlungsgeschichte Amerikas – und bescheren eine Überraschung

Kopenhagen/Wien – Die ersten Einwanderer erreichten den amerikanischen Kontinent nach heutigem Wissensstand über Beringia, eine eiszeitliche Landbrücke zwischen Asien und Nordamerika. Wann genau die Vorfahren der amerikanischen Ureinwohner im heutigen Alaska ankamen, ob dies in mehreren Wellen geschah und wie es danach weiterging, ist aber längst nicht geklärt.

Einem internationalen Forscherteam um Eske Willerslev von der Universität Kopenhagen und Ben Potter von der University of Alaska Fairbanks ist nun ein wichtiger Schritt zur Lösung des Rätsels gelungen: Sie entschlüsselten das Genom eines Kindes, das vor rund 11.500 Jahren im heutigen Alaska lebte, und identifizierten darin erstmals direkte genetische Spuren der ältesten Amerikaner.
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An dieser Stelle wurden die Überreste der beiden Mädchen gefunden.
foto: ben potter

In Israel gefundene Faustkeile sind fast eine halbe Million Jahre alt
Quelle: Der Standard vom 07.01.2018 (APA)

Forscher sind auf umfangreiche Hinterlassenschaften des Homo erectus gestoßen

Tel Aviv – Israelische Forscher haben bei Ausgrabungen eine große prähistorische Stätte entdeckt (Fotos finden Sie hier). In der Nähe von Jaljulia nordöstlich von Tel Aviv seien hunderte Faustkeilen aus Feuerstein geborgen worden, teilte die israelische Altertumsbehörde mit. Die "seltene und wichtige Stätte" sei etwa einen Hektar groß und rund eine halbe Million Jahre alt.

Damit ist sie etwa doppelt so alt wie der Homo sapiens, die Funde werden daher unserem Vorfahren, dem Homo erectus, zugeschrieben. Ausgrabungsleiterin Maajan Schemer sprach von "großartigen Funden" in exzellentem Zustand. "Wir sehen hier eine große technologische Vielfalt, und die Erforschung dieser Fundstücke wird uns ein besseres Verständnis der Lebensweise und des menschlichen Verhaltens zu der Zeit ermöglichen, als der Homo erectus unsere Region bevölkerte."
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Ältestes Skythengrab Südsibiriens entdeckt
Quelle: Der Standard vom 11.01.2018 (red)

Intaktes Hügelgrab aus dem 9. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung könnte reiche Schätze beherbergen


Bern – Ein Archäologe der Universität Bern ist in der russischen Republik Tuwa auf das größte und älteste skythische Fürstengrab Südsibiriens gestoßen: Gino Caspari bemerkte zunächst auf Satellitenbildern vom Tal des Flusses Uyuk eine kreisrunde Struktur, die sich als Hügelgrab entpuppte.

Probebohrungen mit russischen Kollegen erhärteten den Verdacht, dass es sich um einen sogenannten Kurgan, das Grab eines skythischen Fürsten, handelt. Es dürfte aus dem 9. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung stammen. Wie Caspari und Kollegen nun im Fachblatt "Archaeological Research in Asia" berichten, gleicht das Tunnug 1 oder auch Arschan 0 genannte Hügelgrab in seinem Aufbau dem nur zehn Kilometer weiter nordöstlich gelegenen Kurgan
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Blick auf Tunnug 1 in einem Sumpfgebiet im Tal des Flusses Uyuk
foto: gino caspari

Der kosmische Dolch des Pharao
Quelle: Süddeutsche vom 11.01.2018 (Hubert Filser)

Zu den Grabbeigaben Tutanchamuns gehört eine edel verzierte, eiserne Waffe. Doch konnten die alten Ägypter noch kein Eisenerz schmelzen. Möglicherweise stammt die Klinge aus dem All.

Der 34 Zentimeter lange Dolch mit goldenem Griff lag im Inneren des Sarkophags, ganz nahe am rechten Oberschenkel des Toten. Er war in jene Binden eingewickelt, die den Leichnam des Pharaos umhüllten. Doch nicht nur der mit eleganten Stegen aus Golddraht dekorierte Griff, der fein gearbeitete Bergkristall am Schaft und die mit Goldblech verzierte Scheide der 3400 Jahre alten Waffe beeindruckten: Die Klinge war offenbar aus einem Material gefertigt, das es gar nicht geben konnte, jedenfalls nicht zu dieser Zeit: Eisen. Der Dolch des Tutanchamun war ein Meisterwerk früher Schmiedekunst. Und dass, obwohl die Menschen damals noch nicht in der Lage waren, Eisen zu gewinnen. Ein wahrhaftes Mysterium also. Zudem war das Eisen in perfektem Zustand, als Howard Carter Tuts Grab im November 1922 öffnete, und nicht, wie so viele andere Waffen, verrostet.
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Das Eisen des Dolchs aus dem Grab des ägyptischen Pharaos Tutanchamun stammt wohl von einem Meteoriten. (Foto: AFP/dpa)

Archäologen entdecken 4400 Jahre alte Gebäude
Quelle: Der Spiegel vom 12.01.2018 (boj/AFP)

Sie wurden als Verwaltungsgebäude für Minenarbeiter genutzt: Forscher haben Ruinen aus der fünften Dynastie des alten Ägypten entdeckt.

Archäologen haben in Ägypten die Überreste von zwei mehr als 4400 Jahre alten Gebäuden von Minenarbeitern entdeckt. Der Fund wurde von Forschern aus Ägypten und den USA in der Region Tal Edfu nördlich von Assuan gemacht, wie das Antiken-Ministerium am Donnerstag mitteilte.
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4400 Jahre alte Ruine

Nach der letzten Eiszeit besiedelten zwei Völker Skandinavien
Quelle: Der Standard vom 13.01.2018

Uppsala – Als am Ende der letzten Kaltzeit das Schlimmste vorüber war, blieb Skandinavien etwas länger von Eis bedeckt als der Rest Europas. Bisherige Funde belegen, dass sich erst vor knapp 12.000 Jahren Menschen im neu entstehenden Lebensraum im hohen Norden niederließen. Woher die ersten steinzeitlichen Siedler gekommen waren, haben nun schwedische Wissenschaftler anhand von Genuntersuchungen herausgefunden.

Die Gruppe um Torsten Günther von der schwedischen Universität Uppsala untersuchte die über 8.000 Jahre alten Überreste von sieben Individuen, die Archäologen an der norwegischen Atlantikküste und den Ostseeinseln Gotland und Stora Karlsö entdeckt hatten. Sie hatten es dabei vor allem auf verwertbare DNA-Spuren abgesehen. Bei den Knochen eines Mannes aus dem mesolithischen Norwegen wurden sie schließlich fündig. Mehr noch: Es gelang den Wissenschaftlern, aus den Proben ein Genom von außerordentlich hoher Qualität zu rekonstruieren.
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Aus den knöchernen Überresten von steinzeitlichen Jägern und Sammlern lässt sich die genetische Geschichte der Bewohner Skandinaviens erschließen.  foto: beate kjørslevik

2000 Jahre altes Grab in El-Alamein
Quelle: Selket´s Blog vom 18.01.2018

In der archäologischen Stätte Marina El-Alamein fand die dort grabende ägyptische Delegation ein Grab, das in das 1. oder 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung datiert wird. Die Entdeckung erfolgte im Rahmen einer archäologischen Überprüfung der Gegend für ein Infrastrukturprojekt der Stadt Alamein.

Über eine Felsentreppe gelangt man in die Grabkammer, wo mehrere Begräbnislöcher in die Wände geschlagen wurden, die Naema Sanad, die Direktorin der Stätte, als Locauli bezeichnet.
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© Antikenministerium Ägypten

Menschheitsgeschichte muss nicht neu geschrieben werden
Quelle: Archäologie-Online vom 20.01.2018 (Senckenberg/AB)

Der »Fall Untermaßfeld«

In einer kürzlich im Fachjournal »Journal of Paleolithic Archaeology« veröffentlichten Studie widerlegt der Senckenberg-Wissenschaftler Prof. Dr. Ralf-Dietrich Kahlke gemeinsam mit einem internationalen Team renommierter Steinzeitexperten eine kürzlich erschienene Veröffentlichung zur Ausbreitung des Menschen in Europa. In dieser wird die These aufgestellt, dass die ersten Menschen schon vor etwa einer Million Jahre in Nord- und Mitteleuropa lebten – gut 200.000 Jahre früher als bisher belegt. Das Team zeigt zudem, dass die »Belegstücke« der archäologischen Untersuchung vermutlich aus der Forschungsgrabung Untermaßfeld gestohlen wurden.
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»Beweisstück« Mittelhandknochen (Rechteck) eines Damhirsch-Vorfahren (Dama nestii vallonnetensis) Foto A. Keiler, R.-D. Kahlke, T. Korn, Senckenberg Weimar

Forscher entzifferten weitere Schriftrolle vom Toten Meer
Quelle: Der Standard vom 22.01.2018 (APA, red)

Aus mehr als 60 Fragmenten setzten israelische Archäologen ein Schriftstück zusammen, das von verschwundenen jüdischen Festen zeugt

Jerusalem
– Wissenschaftler haben eine der beiden letzten ungelesenen Schriftrollen vom Toten Meer zusammengesetzt und entziffert. Wie die Universität Haifa mitteilte, beinhalten die mehr als 60 Fragmente des Dokuments verschlüsselte hebräische Schriftzüge, auf denen unter anderem längst aufgegebene jüdische Religionspraktiken beschrieben werden.

Zusammengesetzt wurde die Schriftrolle von Eshbal Ratson und Jonathan Ben-Dov von der Universität Haifa. Sie hatten etwa ein Jahr lang an dem jahrtausendealten Puzzle gearbeitet und konnten nun bestätigen, dass es sich bei den Fragmenten tatsächlich um Teile einer einzigen Rolle handelt. Zuvor war vermutet worden, dass es die Überreste mehrerer unterschiedlicher Schriftrollen sein könnten.
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Fragmente der nun entzifferten Qumranrolle. Foto: University of Haifa

 

Glas aus Afrika
Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 22.01.2018

Ausgrabungen in Nigeria zeigen, dass Afrikaner bereits im 11. Jahrhundert Glas herstellten - lange vor Ankunft der Europäer.

Archäologen haben die ersten Belege dafür gefunden, dass auch im Afrika südlich der Sahara bereits vor Ankunft der Europäer Glas produziert wurde. Das internationale Team um Abidemi Babatunde Babalola von der amerikanischen Rice University folgert dies aus chemischen Analysen von Glasfunden in der Ausgrabungsstätte Igbo Olokun nahe der Stadt Ile-Ife im südwestlichen Nigeria, bekannt als die heilige Stadt der Yoruba.
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In Afrika wurde schon deutlich früher Glas hergestellt als bisher vermutet (Foto: Abidemi Babatunde Babalola)

Langsame und späte Evolution des menschlichen Gehirns
Quelle: Max-Planck.Ges. vom 24.01.2018 (
SN, PG, SJ/HR)

Fossilien von Homo sapiens belegen, dass das menschliche Gehirn erst allmählich seine runde Form angenommen hat

In einer Studie beschreiben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, dass sich die für den modernen Menschen typische runde Gehirnschädelform erst spät während der Evolution unserer Art herausgebildet hat. Die Forscher haben die Größe und Form verschiedener Homo sapiens-Fossilien analysiert und so herausgefunden, dass sich die Organisation und möglicherweise auch die Funktion unseres Gehirns nur ganz langsam verändert haben und erst vor relativ kurzer Zeit den heutigen Zustand erreicht haben.
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Der Mensch verließ Afrika viel früher als gedacht
Quelle: der Standard vom 25.01.2018 (Thomas Bergmayr)

Ein kürzlich entdecktes Kieferfragment wirft die Lehrmeinung über die Auswanderung des Homo sapiens nach Eurasien völlig über den Haufen

Wien – Die Wurzeln des modernen Menschen liegen im südlichen Afrika, darin sind sich heute die meisten Wissenschaftler einig. Weitgehende Übereinstimmung herrscht auch darüber, welchen Weg Homo sapiens genommen hat, um den Kontinent zu verlassen: Bisherige Funde lassen wenig Zweifel daran, dass der Mensch über den Nahen Osten den Rest der Erde erobert hat.

Weit weniger Klarheit gibt es in der Fachwelt darüber, wann dieser Exodus stattgefunden hat. Die ältesten bisher bekannten nichtafrikanischen Homo-sapiens-Funde stammen aus Israel und wurden auf ein Alter von 90.000 bis 120.000 Jahre datiert. Genetische Untersuchungen lieferten allerdings im vergangenen Jahr stichhaltige Hinweise darauf, dass sich der Mensch bereits früher außerhalb Afrikas mit Neandertalern vermischt haben könnte.
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Weitere Artikel:
Knochenfund in Israel: Menschen verließen Afrika früher als gedacht
Quelle: Die Zeit vom 25.01.2018 (ZEIT ONLINE, dpa, simm, dal)




Forscher entdeckten ein Fossil, das belegt, dass der moderne Mensch bis zu 60.000 Jahre früher Afrika verlassen hat als ursprünglich angenommen. foto: gerhard weber, university of vienna.

 

 

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