Newsletter März 2019


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Inhalt:
1. Veranstaltungen des Landesmuseums
2. Veranstaltungen des Nds. Landesvereins für Urgeschichte
3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen
4. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet,
gegliedert nach Niedersachsen, Deutschland und aus aller Welt...


1. Veranstaltungen des Landesmuseums
- Änderungen vorbehalten -

Sonderausstellungen

vom 20.01.2019 bis 03.03.2019
Kunst für den Tod. Die neuirischen Schnitzwerke aus Hiltrup


2. Veranstaltungen des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte
Änderungen vorbehalten - 

Arbeitskreis Steinzeit 

Do. 28.03.2019, von 16:15 bis 18:45 Uhr
Was konnte der Neandertaler? Neue Untersuchungen zu seinen Steinwerkzeugen
Vortragender: Dr. des. Marcel Weiss M.A.
(MPI, Leipzig)
Mit Anmeldung über mailto:landesverein@gmx.de   
Eintritt frei, Um Spenden wird gebeten

Vorträge in Kooperation mit der Ethnologischen Gesellschaft
Vorträge sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten

Die. 12.03.2019 von 18:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr im Landesmuseum Hannover
An Stelle des Vortrages „Tabu – Der Schneckengeldzyklus der Tolai auf Neubritannien“
wird der am 08.01.2019 wetterbedingt ausgefallene Vortrag „Reiche werden arm und dadurch reich: Der Potlach bei Indianern der Nordwestküste“ nachgeholt
Vortragender: Prof. Dr. Christoph Antweiler, Bonn

Der ursprünglich vorgesehen gewesene Vortrag von Dr. Alexis von Poser wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Wir werden Sie darüber informieren.

Do. 14.03.2019 von 18:30 bis ca. 20:30 Uhr im Landesmuseum Hannover
Arm und Reich in den Metallzeiten Europas
Vortragender: Dr. Daniel Neumann (Landesmuseum Hannover – Das Weltenmuseum)
Mehr Informationen finden Sie hier…  

Vorschau:
Die. 09.04.2019 von 18:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr im Landesmuseum Hannover
„Koloniale“ Filmnacht (Julia Gechter: „Maji Maji Flava – Making of“. – Eva Knopf: „Majubs Reise“)
Dr. Alexis Poser
, Landesmuseum Hannover – Das Weltenmuseum

Lesungen im PraeHistorischen Salon
Eintritt: 8 € / ermäßigt: 4 €, (Mitglieder der Veranstaltervereine frei)

Mi. 06.03.2019 von 19:30 bis 21:00 Uhr im Landesmuseum Hannover
Klassiker des Historischen Comics: »Asterix«, Goscinny/Uderzo
Gesprächsrunde mit
Dieter Quade (Nds. Landesverein für Urgeschichte), 
Dr. Jörg Fuendling (RWTH Aachen) und
Dipl. Des. Werner Pollak (Design + Illustration, Hannover)
Mehr Informationen finden Sie hier…

Vorschau:
Mi. 10.04.2019 von 19:30 bis 21:00 Uhr im Landesmuseum Hannover
Klassiker des Historischen Romans über das Mittelalter: Den Baumeistern der Kathedralen ein Denkmal gesetzt – Ken Follet, „Die Säulen der Erde“
Lesung: Paul Lonnemann, Hochschule für Musik und Theater, Hannover,
Moderation: Eckhard Wähler, Historischer Verein für Niedersachsen,
Fachliche Kommentierung: Dipl. Ing. Elmar Arnhold, Architekt und Bauforscher, Gebautes Erbe e.V., Braunschweig,
Margarete von Schwarzkopf, Publizistin und Schriftstellerin, Hannover/Köln und
Dr. Ulrike Wendt-Sellin, Historikerin, Museen des Landkreises Gifhorn
Mehr Informationen finden Sie hier…

Archäologischer Kinderclub

Do., 07.03 und 21.03.2019 von 16:30 bis 18:30 Uhr
Forschen, was das Zeug hält,
Salve im archäologischen Kinderclub! Ein Sprichwort sagt, dass alle Wege nach Rom führen. Doch die Wege der Römer führten auch zu uns.
Leitung: Stefanie Abraham,  Brigitte von Wintzingerode
Für Kinder ab 8 Jahren
Mit Anmeldung, Kostenlos

 


3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen


Vorträge der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover (NGH)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

Vorträge der Ethnologischen Gesellschaft Hannover e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 ArchAN, Archäologischer Arbeitskreis Niedersachsen e.V.
Hier haben Sie Zugang zum Terminkalender des ARCHAN... 

Hinweis: Am 27. April 2019 findet von 10.30-17.00 Uhr die ArchAN-Frühjahrstagung im NiHK in Wilhelmshaven statt. Über das Programm werden wir Sie gesondert informieren.

Die diesjährige Frühjahrsexkursion findet am 27.04.2019 von 10:30 bis 17:00 Uhr statt. Ziel der Exkursion ist das NLD in Hannover

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege und Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen des Landesamtes......
Hier kommen Sie auf die Seite der Gesellschaft für Denkmalpflege....

Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V. (FAN)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019... 

Veranstaltungen der Freunde für Archäologie im Braunschweiger Land (FABL)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019....

Paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere
Hier finden Sie Hinweise auf die Vortragsreihe in 2019...

Archäologischen Gesellschaften in Sachsen-Anhalt (AGISA)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 


4a. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Niedersachsen...

Schöninger Speere im Praxistest:
Unsere Neandertaler waren Spitze

Quelle: BILD vom 31.01.2019

Forscher des University College London untersuchten Altsteinzeit-Waffen

London/Schöningen (Niedersachen) – Von wegen primitiv: Britische Forscher haben herausgefunden, dass unsere Vorfahren, die Neandertaler, technologisch extrem geschickt waren!

Wissenschaftler des University College London (UCL) nutzten dabei die Schöninger Speere. Die acht Waffen aus Fichten- und Kiefernholz wurden vor 20 Jahren bei Ausgrabungen im Braunkohletagebau Schöningen (Kreis Helmstedt) gefunden, seit 2013 im Forschungs- und Erlebniszentrum Paläon ausgestellt.

Der Versuch: Die etwa 300 000 Jahre alten Speere wurden aus norwegischen Fichten exakt nachgebaut. Sechs Speerwerfer versuchten, Ziele auf Distanz zu treffen.

Mit vollem Erfolg! Die Sportler trafen aus bis zu 20 Metern Entfernung ins Schwarze. Und zwar mit solcher Wucht, die ein Beute-Tier töten würde. Bisher nahm man an, Neandertaler nutzten die Speere nur für kurze Distanzen oder zum Todesstoß für ein bereits verwundetes Tier.
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Unsere Vorfahren konnten mit ihren primitiven Speeren auch Tiere aus größerer Entfernung töten

Unsere Vorfahren konnten mit ihren primitiven Speeren auch Tiere aus größerer Entfernung töten
Foto: picture alliance / Everett Colle

Wettlauf gegen die Zeit: Archäologen hoffen auf Sensationsfund uralter Schriftrollen
Quelle: ntv vom 02.02.2019

Vor 70 Jahren werden im Westjordanland die Schriftrollen von Qumran entdeckt und als Sensation gefeiert. Sie sind Zeugnis des frühen Juden- und Christentums. Jetzt gibt es Hinweise auf weitere Schriftrollen. Wissenschaftler starten einen Wettlauf gegen die Zeit.

Mit Film (1:29 min) nach Werbung

Wohnen auf historischem Grund: Archäologen finden 2000 Jahre alte Siedlungsreste in Haren
Quelle: NOZ vom 12.02.2019 (Tobias Böckermann)

Haren. Friedhöfe, Bauernsiedlungen, Abfallgruben: Immer wieder tauchen bei Bauarbeiten Spuren früherer Besiedlung auf. Auch in Haren: Wo im Baugebiet „Nördlich der Adenauerstraße“ bereits moderne Einfamilienhäuser entstehen, lebten vor 2000 Jahren frühe Emsländer.
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Historisches Oyten: Ein Fenster in die Geschichte
Quelle: Weser Kurier vom 18.02.2019 (
Steffi Urban)

Das Gebiet um das heutige Oyten wurde vor mehreren Tausend Jahren besiedelt. Das belegen archäologische Fundstücke.

Sie sind ein Fenster in eine bewegte Vergangenheit. Immer wieder sind solche
Artefakte entdeckt worden – insbesondere beim Bau der Autobahn 1, der vor 85 Jahren bei Oyten begann, erzählt Hinrich Jäger vom Heimatverein Oyten. Ansonsten waren es Zufallsfunde beim Pflügen der Äcker, beim Bau von Häusern und Verlegen von Kanalrohren. Aus diesen setzt sich ein historisches Bild zusammen – das aber immer noch Lücken aufweist.

Vieles ist daher vage und kann nicht genau datiert werden. Eine feste Zeitangabe gibt es aber für die erste urkundliche Erwähnung Oytens – und zwar im Jahr 1204. Zur großen Feier des 800. Geburtstages brachte der Heimatverein einen umfassenden historischen Abriss heraus, der online abrufbar ist. In diesem wird auch die frühgeschichtliche Spurensuche behandelt – von der Kreisarchäologin Jutta Precht. Funde wie Feuersteinbeschläge werden demnach in der mittleren Steinzeit verortet und weisen auf eine erste menschliche Besiedlung vor rund 6000 Jahren hin. Ein weiterer Beleg ist eine gefundene Steinaxt.
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Uwe Dammann

Auf dem Urnenfriedhof östlich der Lindenstraße wurde dieses altertümliche Heißgefäß gefunden. (Uwe Dammann)

 


4b. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Deutschland...

Der unterirdische Weg nach Kronsforde
Quelle: LN-Online vom 25.01.2019 (Josephine von Zastrow)

Die Archäologen der Stadt haben einen geheimnisvollen Weg entdeckt. Er führt in das 480-Seelen-Dorf Kronsforde im Süden Lübecks. Dieser Knüppeldamm eröffnet den Zugang zur Vergangenheit der alten Siedlung.

St. Jürgen - Verborgen liegt er unter Asphalt. Ein geheimnisvoller Weg aus uralten Eichenbohlen. Über diesen Damm aus Knüppeln rollten die Holzkarren, galoppierten Pferdehufe, gingen barfüßige Bettler. Er führte zur Mitte der Siedlung, hinauf auf einen kreisrunden, weiten Platz. Dieser war strahlenförmig eingerahmt von Häusern. Nur dieser eine Weg führte hinein, nur auf diesem einem Weg ging es auch hinaus aus dem Rundlingsdorf Kronsforde
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Da liegt er: Der Knüppeldamm nach Kronsforde. Direkt unter dem Asphalt der Quadebekstraße. Früher ging es auf alten Eichenbohlen zur Siedlung. Gelebt wurde dort wahrscheinlich schon vor tausenden von Jahren.

Da liegt er: Der Knüppeldamm nach Kronsforde. Direkt unter dem Asphalt der Quadebekstraße. Früher ging es auf alten Eichenbohlen zur Siedlung. Gelebt wurde dort wahrscheinlich schon vor tausenden von Jahren. Quelle: Hansestadt Lübeck, Bereich

Schädel im Bodensee gefunden: Forscher prüfen Herkunft
Quelle: schwäbische vom 28.01.2019 (Simon Siman)

Es war ein Sensationsfund: Der Einbaum von Wasserburg. Ein mehr als 3100 Jahre altes Eichenholzboot aus der Bronzezeit, geborgen aus dem Bodensee. Nun haben die Forschungstaucher noch mehr spektakuläre Entdeckungen in der Nähe des Fundorts gemacht. Unter anderem einen halben menschlichen Schädel. Wie dieser geborgen wurde und welche Erkenntnisse er über den Einbaum liefern könnte, sehen Sie im Video.



Video (2:32 min)

Steinzeit-Siedlung von Hohen Viecheln neu untersucht
Quelle: Ostsee-Zeitung vom 09.02.2019 (Kerstin Schröder)

Tausende Jahre alte Knochen und Waffen sind die Überreste einer alten Siedlung, die in den 1950er-Jahren in Hohen Viecheln gefunden wurden. Seither sind sie eingelagert gewesen – bis jetzt.

Hohen Viecheln - Tausende Jahre alte Knochen und Waffen sind die Überreste einer alten Siedlung, die 1952 von Kindern beim Spielen in Hohen Viecheln gefunden haben. Sie sind Belege dafür, dass Jäger und Sammler der mittleren Steinzeit am Nordende des Schweriner Sees gelebt haben. Bis heute bietet der Fundplatz eines der umfangreichsten mittelsteinzeitlichen Inventare von Knochenspitzen in der nordmitteleuropäischen Tiefebene. Eingelagert sind die Artefakte seit Jahrzehnten in Schwerin. Nun sind viele Stücke davon noch einmal mit modernen Methoden untersucht worden. „Um herauszufinden, wie der Fundplatz tatsächlich zeitlich einzuordnen ist“, erklärt Dr. Daniel Groß vom Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie in Schleswig. Grund: Der Ausgräber, der mecklenburgische Archäologe Ewald Schuldt, und einer seiner Mitarbeiter sind damals zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Und mittlerweile hätten sich die Untersuchungsmethoden deutlich verbessert.
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Tödliche Waffen: Knochenspitzen aus der Mittelsteinzeit, die in den 1950er-Jahren auf einem alten Siedlungsplatz in Hohen Viecheln gefunden wurden.

Tödliche Waffen: Knochenspitzen aus der Mittelsteinzeit, die in den 1950er-Jahren auf einem alten Siedlungsplatz in Hohen Viecheln gefunden wurden. Quelle: Dr. Daniel Groß, Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA), Schleswig

 


4c. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus aller Welt...

Hier finden Sie eine Übersicht über archäologische Artikel in der Zeitung „the guardian“
(19.02.2019) Oldest skull mudlarked from Thames belongs to neolithic male
(19.02.2019) Mega lift? Stonehenge pillars were carried 230km over land – research
(14.02.2019) Stunningly preserved fresco of Narcissus discovered in Pompeii
(08.02.2019)
The battle for the future of Stonehenge
(06.02.2019) Museum of Scotland says Egyptian pyramid stone is not stolen
(02.02.2019) Tomb containing 50 mummies uncovered in Egypt
(21.01.2019) 'Ancient' Scottish stone circle was built in 1990s

 

Massenmigration und Konflikte: Klimawandel soll ersten Staat zerstört haben
Quelle: ntv vom 07.01.2019 (ntv-de, Stefan Parsch, dpa)

Vor mehr als 4000 Jahren entsteht im Nahen Osten der erste große Staat der Menschheitsgeschichte. Doch nach kurzer Zeit verschwindet das Reich von Akkad wieder. Forscher vermuten dramatische Klimaveränderungen als Ursache.

Klimaveränderungen besiegelten einer Studie zufolge das Ende des ersten Flächenstaats der Menschheitsgeschichte, des Reiches von Akkad. Als das mesopotamische Reich vor mehr als 4000 Jahren rasch zerfiel, herrschte eine große Dürre, wie eine Forschergruppe um Stacy Carolin von der Universität Oxford in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS") berichtet. Ein Zusammenhang zwischen dem Untergang des Staates und gleichzeitigen Klimaveränderungen wird seit Längerem vermutet, ist aber umstritten.
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Die Naram-Sin-Stele - auf ihr wird der akkadische König Naram-Sin verherrlicht. Rama, CC BY-SA 2.0

 

Idee von der letzten Bastion der Neandertaler verworfen
Quelle: der Standard vom 23.01.2019 (jdo)

In Südspanien schien sich unser eiszeitlicher Cousin um tausende Jahre länger gehalten zu haben als im restlichen Europa – eine neue Studie widerspricht

Sevilla – Wie lange der Neandertaler Europa besiedelte, ist an beiden Enden offen. Angaben zu seiner Entstehung schwanken zwischen 200.000 und 400.000 Jahre vor unserer Zeit – deshalb, weil es einen fließenden evolutionären Übergang vom ursprünglich aus Afrika eingewanderten Homo erectus über den Homo heidelbergensis bis zum Neandertaler gab. Bei Fossilienfunden lässt sich nicht immer genau sagen, welcher Stufe in diesem Kontinuum sie zuzuordnen sind. Und die bisherige Antwort auf die Frage nach dem Ende des Neandertalers muss durch eine aktuelle Studie vielleicht auch wieder relativiert werden.
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llustration: universität sevilla
Mit dem Aurignacien (Fundstätten und potenzielle Migrationsrouten sind orange hervorgehoben) wechselte nicht einfach nur eine Kulturepoche die andere ab, sondern auch eine Spezies ihre Vorgängerin.

Datierung eines rätselhaften Höhlenmenschen
Quelle: der Standard vom 30.01.2019 (Thomas Bergmayr)

Vor Jahrtausenden bot die sibirische Denisova-Höhle gleich mehreren Menschenarten ein Zuhause. Forscher haben nun eine genaue Zeitleiste erstellt.


Die "Höhle von Denis" im südsibirischen Altai-Gebirge nahe der Grenze zu Kasachstan umfasst eine Bodenfläche von etwa 270 Quadratmetern und verläuft verhältnismäßig eben. Sie besteht aus einem knapp 100 Quadratmeter großen Hauptraum, der gleich hinter dem Eingang liegt, und enthält darüber hinaus einige weitere, kleinere Nebenräume. Der Eingang der Höhle liegt rund 30 Meter oberhalb eines Flusses. Für die Menschen der Steinzeit bot die Denisova-Höhle damit vermutlich durchaus vorteilhafte Lebensbedingungen.
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foto: katerina douka
Zur Radiokarbon-Datierung wurden auch zahlreiche Funde aus dem Untergrund der Denisova-Höhle herangezogen.

Athleten spielen Neandertaler und führen zu überraschender Erkenntnis
Quelle: der Standard vom 31.01.2019 (red, APA)

Forscher fertigen Nachbildungen steinzeitlicher Speere an und stellen fest: Neandertaler konnten Beute auf 20 Meter Entfernung erlegen

London – Während im allgemeinen Sprachgebrauch der Neandertaler immer noch als Metapher für Primitivität herhalten muss, hat sich sein Bild in der Wissenschaft längst gewandelt: Unser eiszeitlicher Cousin war ein intelligenter, feinfühliger, kreativer und keineswegs nur aufs Grobmotorische reduzierter Mensch.

Zu den vielen Studien, die in den vergangenen Jahren zu diesem Ergebnis gekommen sind, gesellt sich nun eine weitere. Die ist zu ihren Daten allerdings auf eine besonders originelle Weise gekommen: Forscher des University College London ließen trainierte Athleten Nachbauten von Neandertalerspeeren werfen und kamen so zum Ergebnis, dass auch die Jagdfähigkeiten unseres nächsten Verwandten bisher falsch eingeschätzt worden waren.
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Wieder ein sensationeller Fund in Tuna el-Gebel
Quelle: Selket´s Blog vom 02.02.2019 (
Selket)

Ägyptische Archäologen vom Antikenministerium und des Research Centre for Archaeological Studies der Minya Universität haben mehrere Grabkammern mit Mumien in Tuna el-Gebel entdeckt.

Bei den entdeckten Grabkammern handelt es sich um ein Familiengrab, wie der Antikenminister el Anany auf einer Pressekonferenz mit mehreren prominten Gästen aus dem In- und Ausland mitteilte. In dem Familiengrab, die frühsten Bestattungen stammen aus ptolemäischer Zeit, liegen mehrere Mumien unterschiedlichen Alters und Geschlechts, auch Kindermumien sind dabei. Die Mumien sind in einem sehr guten Erhaltungszustand, an einigen sind noch Fragmente der bemalten Kartonage vorhanden oder demotische Schriftzeichen zu sehen.     
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https://blog.selket.de/wp-content/uploads/2019/02/tuna-el-gebel-mumien.jpg

Bild: LuxorTimes

David Reich in der Kritik : Die Frühgeschichte Ozeaniens umschreiben?
Quelle:
 F.A.Z von 02.02.2019 (Jörg Feuchter)

Wenn in den letzten Jahren Spektakuläres zu altem Erbgut veröffentlicht wurde, war David Reich beteiligt. Doch der jüngste Artikel des Stargenetikers erfährt Kritik. Hat die Zeitschrift „Nature“ ihre Standards verletzt?

David Reich ist ein Superstar der Wissenschaft. Der Genetiker der Universität
Harvard war führend an den wichtigsten Studien der „ancient DNA Revolution“ beteiligt, die unser Bild der Menschheitsgeschichte verändert. Von den Denisova-Menschen über die Vermischung unserer Vorfahren mit den Neandertalern bis zu den Wanderungen der Indoeuropäer: Wann immer im letzten Jahrzehnt Aufsehenerregendes zu altem Erbgut publiziert wurde, hatte Reich die Untersuchung geleitet oder mitgewirkt. Der Öffentlichkeit ist er zudem durch ein populäres Buch bekannt („Who We Are and How We Got Here“. Ancient DNA and the New Science of the Human Past. Pantheon, New York 2018). Die Publikation begleitete die „New York Times“ intensiv, unter anderem mit einem Beitrag von Reich selbst. Darin forderte er, auf wissenschaftlicher Basis über genetische Unterschiede zu sprechen, anstatt das den Rassisten zu überlassen. Die Reaktionen fielen kontrovers aus, aber das Buch wurde zum Bestseller.
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Am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig wird eine Knochenprobe für DNA-Analysen entnommen.

Am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig wird eine Knochenprobe für DNA-Analysen entnommen.
Bild: Picture-Alliance

Antike Werft am Suezkanal entdeckt
Quelle: Selket´s Blog vom 13.02.2019 (Jolly Thews)

Etwa 3 km östlich des Suezkanals haben ägyptische Archäologen in Tell Abu Saifi die Überreste eines Kalksteingebäudes ausgegraben, das einmal eine Werkstatt für Schiffe war, also eine antike Werft. Sie wird in die ptolemäische oder römische Zeit datiert, als diese Stadt Sila genannt wurde.

Laut Mostafa Waziri, Generalsekretär des Obersten Rates für Altertümer, gab es zwei separate Trockendocks für den Bau und die Wartung von Schiffen. Zwischen diesen beiden Docks lag das längliche, rechteckige Gebäude. Das größere der beiden Docks lag östlich und hatte 6m dicke Wände, die sich 25m gen Süden erstreckten. Es diente vor allem der Wartung und Reparatur der Schiffe.

Laut Nadia Khedr, Direktorin der Antikenbehörde Unterägyptens, wurden die meisten Kalksteinblöcke später wieder abgebaut und wiederverwendet, als der See und die nahen Nilarme austrockneten und die Werft nicht mehr betrieben wurde.
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Foto: Antikenministerium Ägypten

Fleisch, Fleisch, Fleisch: Der monotone Neandertaler-Speiseplan
Quelle: der Standard vom 19.02.2019 (red)

Der Verdacht erhärtet sich, dass sich unsere ausgestorbenen Verwandten großteils von Säugetieren ernährten. Zeitgenössische moderne Menschen fischten schon

Nach Hundertausenden von Jahren verschwanden die Neandertaler am Höhepunkt der letzten Kaltzeit vor rund 40.000 Jahren. Warum, ist nicht vollständig geklärt – Forscher spekulieren jedoch, dass unseren Verwandten ihre unflexiblen Ernährungsgewohnheiten zum Verhängnis wurden.

Was Neandertaler aßen, rekonstruieren Anthropologen heute mithilfe von Zahn- und Kollagenuntersuchungen. Welchen Anteil Fleisch und welchen pflanzliche Kost ausmachten, wurde in der Vergangenheit kontrovers diskutiert. Jüngste Untersuchungen kommen jedoch einhellig zum Schluss, dass sich die Neandertaler sehr fleischlastig ernährten – nur etwa 20 Prozent ihrer Kost dürfte pflanzlich gewesen sein.
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foto: ap/ gleiver prieto / katerina harvati

Homo neanderthalensis konkurrierte mit dem modernen Menschen um große Beutetiere, war aber kulinarisch weniger flexibel

 

Mobilität und Migrationen in der Bronzezeit
Quelle: der Standard vom 21.02.2019 (Katharina Rebay-Salisbury)

Moderne Analysen alter Gene, Isotopen und Artefakte bringen frische Einblicke in die dynamische, vernetzte Welt der Bronzezeit in Europa

Mitte Dezember 2018 fand am Institut für Orientalische und Europäische Archäologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften die Konferenz "Genes, Isotopes and Artefacts" statt. Es war eine seltene Gelegenheit, Spezialistinnen und Spezialisten verschiedenster Fachdisziplinen zusammenzubringen, um Bewegung in die Bronzezeitforschung zu bringen. Denn auch vor drei- bis viertausend Jahren waren Menschen und Güter weit mobiler als lange Zeit angenommen. Der modernen Archäologie steht heute eine Vielzahl an Analysemethoden zur Verfügung, die vor Jahrzehnten noch undenkbar waren. Untersuchungen des menschlichen Erbguts lassen Verwandtschaftsmuster, Abstammungen und genetische Herkunft rekonstruieren. Isotopenanalysen prähistorischer Zähne bieten wertvolle Informationen über Ernährung und Ortswechsel.
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Wie die Steine nach Stonehenge kamen
Quelle: der Standard vom 21.02.2019 (red)

Ein großer Teil des Materials dürfte etwa 290 Kilometer über Land transportiert worden sein, nicht über den Seeweg

Es gibt Neuigkeiten über die "hängenden Steine", so die Bedeutung des Namens "Stonehenge" im Altenglischen: Die meisten Steine der berühmten Monolithstruktur in Südengland, seit 1986 zum Unesco-Weltkulturerbe erhoben, dürften über Land zugeliefert worden sein. Wissenschafter wissen seit längerer Zeit, dass diese "Bluestones" aus den Preseli-Bergen im Westen von Wales kommen. Archäologen und Prähistoriker um Mike Parker Pearson vom University College London hatten die Quelle des Baumaterials gefunden. Nun konnte das gleiche Team zeigen, wie die Steine vor etwa 5.000 Jahren abgebaut wurde
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foto: reutersEines der größten Rätsel des Wissenschaft: Wie entstand Stonehenge?

 

 

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