Newsletter April 2019


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Inhalt:
1. Veranstaltungen des Landesmuseums
2. Veranstaltungen des Nds. Landesvereins für Urgeschichte
3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen
4. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet,
gegliedert nach Niedersachsen, Deutschland und aus aller Welt...


1. Veranstaltungen des Landesmuseums
- Änderungen vorbehalten -

Sonderausstellungen

vom 05.04.2019 bis 18.08.2019
saxones, eine neue Geschichte der alten Sachsen
Wer sind die Niedersachsen? Nachfahren der »alten Sachsen«, die vor über 1000 Jahren gegen Karl den Großen kämpften? Ihr Name stiftet bis heute Identität – aber wer waren diese Sachsen? Ein germanischer Stamm, der das Land zur Zeit der römischen Kaiser in Besitz nahm und auch noch England eroberte?

Infos zu zahlreichen Veranstaltungen rund um die Ausstellung finden Sie im Quartalsheft oder auf der Homepage des Nds. Landesmuseums.


2. Veranstaltungen des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte
Änderungen vorbehalten - 

Arbeitskreis Steinzeit 

Der am Do. 28.03.2019 ausgefallene Vortrag „Was konnte der Neandertaler? Neue Untersuchungen zu seinen Steinwerkzeugen“ von Herrn Dr. Marcel Weiß soll kurzfristig nachgeholt werden.
Alle Interessenten, die sich für den ausgefallenen Vortrag per E-Mail (landesverein@gmx.de) angemeldet haben, werden über den neuen Termin informiert.  

Vorträge in Kooperation mit der Ethnologischen Gesellschaft
Vorträge sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten

Die. 09.04.2019 von 18:30 bis ca. 20:30 Uhr im Landesmuseum Hannover
„Koloniale“ Filmnacht (Julia Gechter: „Maji Maji Flava – Making of“. – Eva Knopf: „Majubs Reise“)
Dr. Alexis Poser
, Landesmuseum Hannover – Das Weltenmuseum

Die. 16.04.2019 von 18:30 bis ca. 20:30 Uhr im Landesmuseum Hannover
(Nachholvortrag vom Die. 12.03.2019)
„Tabu – Der Schneckengeldzyklus der Tolai auf Neubritannien“
Dr. Alexis Poser
, Landesmuseum Hannover – Das Weltenmuseum

Lesungen im PraeHistorischen Salon
Eintritt: 8 € / ermäßigt: 4 €, (Mitglieder der Veranstaltervereine frei)

Mi. 10.04.2019 von 19:30 bis 21:00 Uhr im Landesmuseum Hannover
Klassiker des Historischen Romans über das Mittelalter: Den Baumeistern der Kathedralen ein Denkmal gesetzt – Ken Follet, „Die Säulen der Erde“
Lesung: Paul Lonnemann, Hochschule für Musik und Theater, Hannover,
Moderation: Eckhard Wähler, Historischer Verein für Niedersachsen,
Fachliche Kommentierung: Dipl. Ing. Elmar Arnhold, Architekt und Bauforscher, Gebautes Erbe e.V., Braunschweig,
Margarete von Schwarzkopf, Publizistin und Schriftstellerin, Hannover/Köln und
Dr. Ulrike Wendt-Sellin, Historikerin, Museen des Landkreises Gifhorn
Mehr Informationen finden Sie hier…

Archäologischer Kinderclub

Do., 04.04 und 25.04.2019 von 16:30 bis 18:30 Uhr
Forschen, was das Zeug hält,
Salve im archäologischen Kinderclub! Ein Sprichwort sagt, dass alle Wege nach Rom führen. Doch die Wege der Römer führten auch zu uns.
Leitung: Stefanie Abraham,  Brigitte von Wintzingerode
Für Kinder ab 8 Jahren
Mit Anmeldung, Kostenlos

 


3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen


Vorträge der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover (NGH)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

Vorträge der Ethnologischen Gesellschaft Hannover e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 ArchAN, Archäologischer Arbeitskreis Niedersachsen e.V.
Hier haben Sie Zugang zum Terminkalender des ARCHAN... 

Die diesjährige Frühjahrsexkursion findet am 27.04.2019 von 10:30 bis 17:00 Uhr statt. Ziel der Exkursion ist das NLD in Hannover

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege und Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen des Landesamtes......
Hier kommen Sie auf die Seite der Gesellschaft für Denkmalpflege....

Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V. (FAN)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019... 

Veranstaltungen der Freunde für Archäologie im Braunschweiger Land (FABL)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019....

Paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere
Hier finden Sie Hinweise auf die Vortragsreihe in 2019...

Archäologischen Gesellschaften in Sachsen-Anhalt (AGISA)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 


4a. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Niedersachsen...

Korrigierte Sicht auf Kalkriese : Varusschlacht-Forscher: "Wir stehen am Anfang, nicht am Ende"
Quelle: SVZ vom 10.03.2019 (
Burkhard Ewer)

Der Wall war keiner der Germanen, die Zahl der Funde bleibt begrenzt: In der Fachwelt mehren sich Zweifel, ob die Ausrufung von Kalkriese zum Ort der Varusschlacht nicht voreilig war. Die Forschung stehe erst am Anfang, nicht am Ende, sagt der wissenschaftliche Leiter im Interview.

Osnabrück - Kalkriese als Schauplatz der Varusschlacht? Archäologen sind sich nicht mehr so sicher. Sie sprechen heute von einem "Varusereignis" oder sagen lieber "Kampfplatz" statt Schlachtfeld. Auch der Wall, der den Besuchern im Landkreis Osnabrück lange Zeit als Teil eines von Arminius ersonnenen Hinterhalts präsentiert worden ist, war nicht germanisch, sondern vielmehr Teil eines römischen Lagers.

Wissenschaftlicher Leiter der Grabung ist Prof. Dr. Salvatore Ortisi. Er hat den Lehrstuhl für Provinzialrömische Archäologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München inne. In den Jahren 2015 und 2016 war er in gleicher Funktion an der Universität Osnabrück tätig. Im Interview mit unserer Redaktion spricht er über die aktuelle Sicht der Forschung auf den Ort, an dem im Jahre 9. nach Christus Varus' Legionen untergegangen sein sollen.
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Auf der Webseite der Betreiber der Anlage 'Varusschlacht im Osnabrücker Land - Museum und Park Kalkriese' lässt sich nach wie vor die Aussage finden, dass es als sicher anzunehmen sei, dass die hier gezeigte Anlage ein von Germanen angelegter Schutzwall sei, durch dessen Pforten der römische Heertross attackiert wurde. Ähnlichkeiten zur römischen Bauweise erklärten sich daraus, dass sie als Teil römischer Hilfstruppen gelernt hätten. Dem Stand der Forschung entspricht diese Darstellung nicht mehr. Foto: Imago 


Bilddatenbanken weisen diese Konstruktion noch als Schutzwall der Germanen aus. Hinter ihm sollen sie sich versteckt und den römischen Heertross immer wieder attackiert haben. Heute weiß die Forschung, dass der Wall von Römern als Teil eines Lagers angelegt wurde. Foto: Bildnummer: 58530449 Datum: 22.07.2012 Copyright: imago/imagebroker
Schutzwall der Germanen, Nachbau, Varusschlacht Museum und Park Kalkriese, Osnabrücker Land, Niedersachsen, Deutschland, Europa ACHTUNG: Veröffentlichung darf nur mit folgendem Vermerk erfolgen: Varusschlacht im Osnabrücker Land - Museum und Park Kalkriese Reisen xmk x0x 2012 quer Außenaufnahmen Außenaufnahme Befestigungen Befestigung Freilichtmuseen Freilichtmuseum Germanen Germane Germanien Geschichte geschichtlicher geschichtliche geschichtliches geschichtlich historischer historische historisches historisch keine Personen menschenleer Museen Museum Nachbauten Nachbau nachgebildeter nachgebildete nachgebildetes nachgebildet niemand rekonstruierter rekonstruierte rekonstruiertes rekonstruiert Rekonstruktionen Rekonstruktion Römerzeit Römer Römische römischer römisches Reich römisch Schlachtfelder Schlachtfeld Schutzwalle Schutzwall Sehenswürdigkeiten Sehenswürdigkeit Tage Tag Touristenattraktionen Touristenattraktion Varus-Schlacht Varus Walle Wall

Imago: stock&people

Kreisarchäologie am Werk: Auf altem Camping-Gelände: Gräber unter Baugebiet freigelegt
Quelle: MK kreiszeitung.de vom 11.03.2019 (Jens Wieters)

Eigentlich sind die Handwerker auf dem neuen Botheler Baugebiet auf dem Gelände des ehemaligen Campingplatzes aktiv, aber demnächst wird die Kreisarchäologie mit Schaufeln, Besen und vor allem Fotokameras dort am Werke sein. Denn es wurden Überreste eines alten Friedhofs gefunden.

Bothel – Von Tobias Woelki und Jens Wieters. Wolken verdunkeln den Himmel, der Regen prasselt nieder, die Kälte kriecht den Rücken hoch. Davon spüren die Toten, die vor vielen Jahrhunderten auf dem Gelände unweit des jetzigen Sportplatzes und gegenüber der neuen Kindertagesstätte beerdigt worden sind, natürlich nichts mehr. Sie sind längst vergangen und damit Geschichte. Aber die Überreste der Bestattungen interessiert jetzt die Archäologie des Landkreises – und das auch nach hunderten von Jahren.
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Ein Flatterband der Kreisarchäologie trennt zurzeit das Gräberfeld neben der Grundschule ab. Dort sind verschiedene Schattierungen im Boden zu sehen – wahrscheinlich Überreste der Bestattungen. Foto: Woelki

Ein Flatterband der Kreisarchäologie trennt zurzeit das Gräberfeld neben der Grundschule ab. Dort sind verschiedene Schattierungen im Boden zu sehen – wahrscheinlich Überreste der Bestattungen. © Woelki

Die Geheimnisse des Erdwerks von Wellie
Quelle: Göttinger Tagblatt vom 13.03.2019

Göttingen / Nienburg - Forscher der Universität Göttingen wollen in den kommenden Wochen eine jungsteinzeitliche Grabenanlage bei Nienburg erkunden, um mehr über ihre Zeit und Kultur zu erfahren. Ein Amateur- und Luftbildarchäologe hatte die Anlage im vergangenen Jahr entdeckt, wie die Universität mitteilt.

Es ist Hochsommer, über den trockenen Feldern flimmert die Hitze. Heinz-Dieter Freese macht Luftaufnahmen von der Landschaft und den weiten Getreidefeldern. Dass er dabei eine möglicherweise 6000 Jahre alte Grabenanlage entdecken wird, ahnt er noch nicht. Die Grabenanlage, das Erdwerk von Wellie bei Nienburg, ist ein zentraler Platz der Jungsteinzeit, den ein Projektteam um den
Archäologen Tobias Scholz von der Universität Göttingen jetzt erforschen will. Gemeinsam mit Studierenden der Ur- und Frühgeschichte und der Kommunalarchäologie der Schaumburger Landschaft wird Scholz den Bereich mit geophysikalischen und bodenkundlichen Methoden untersuchen, um herauszufinden, wofür die Anlage früher genutzt wurde.
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Das Luftbild zeigt die entstandenen Muster auf dem Feld während des heißen und trockenen Sommers 2018.

Das Luftbild zeigt die entstandenen Muster auf dem Feld während des heißen und trockenen Sommers 2018.  Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege / Heinz-Dieter Freese

 

 


4b. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Deutschland...

Spurensuche im Süßen See Sensation: Entdecken Forscher neues Weltkulturerbe?
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 06.03.2019 (Fabian Wagener)

Seeburg/Halle(Saale) - Sven Thomas kennt man im Mansfelder Land vor allem im Taucheranzug. Mehrmals schon hat er sich in den Süßen See gestürzt, auf der Suche nach archäologischen Funden, es waren stellenweise aufsehenerregende Touren.

Den 52-jährigen Thomas gibt es indes auch in zivil. Der Mitarbeiter des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie sitzt in einem schlichten Büro in Halle, er trägt dunkles Hemd und Sakko. Auf dem Computer hat er eine kleine Karte geöffnet, auf denen Orte eingezeichnet sind, an denen alte Grabanlagen gefunden wurden, darunter Helmsdorf und Leubingen. Ganz in der Nähe: der Süße See. „Er ist von der Bronzezeit an besiedelt“, sagt der Experte. „Es ist daher sehr logisch, dort zu suchen.“
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Auf der Suche nach archäologischen Funden: Der Tauchroboter wird in den Süßen See gelassen.

Auf der Suche nach archäologischen Funden: Der Tauchroboter wird in den Süßen See gelassen. Foto: Lukaschek

 

Beim Trassenbau entdeckt Siedlungsreste aus dem Mittelalter  
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 06.03.2019 (Klaus Adam)

Jessen -
In aller Stille, so wie ihnen das am liebsten ist, sind die Mitarbeiter eines Grabungsteams des Landesamtes für Archäologie und Denkmalschutz Halle am Wirken. Seit einer Woche etwa untersuchen Dr. Helge Jarecki als örtlicher Grabungsleiter und seine Mitarbeiter einen frischen Kabelgraben genauestens nach früheren Siedlungsresten. Ihr Arbeitsfeld ist gerade mal so breit, dass ein schlanker Mensch hineinpasst. Dafür aber ist es umso länger.

Jarecki und sein Team begleiten als archäologische Fachleute das Verlegen einer Energietrasse vom Windpark Hartmannsdorf-Jessen bis zum hiesigen Umspannwerk in der Alten Schweinitzer Straße. Die aktuelle Grabung ist aber am heutigen Mittwoch beendet. Mit Unterbrechungen, wie Helge Jarecki schildert, währt diese Baubegleitung bereits seit Dezember. Gefunden haben die Experten in der laufenden Aktion, etwas unterhalb des Weingutes Hanke eine Feuerstelle mit Steinen. Überreste seien dies eines mittelalterlichen Dorfes. So etwas nennen die Fachleute Wüstung.
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Grabungsteam

Ein Mitarbeiter des Grabungsteams bei der Arbeit. Foto: Klaus Adam

 

Etwa 6500 Jahre alt – Skelette aus der Jungsteinzeit gefunden
Quelle: WELT vom 07.03.2019 (dpa/ott)

In Unterfranken haben Archäologen mehrere Gräber aus der Stein- und Bronzezeit entdeckt: Ein dank Kalk gut erhaltenes 6500 Jahre altes Skelett, getauft auf „Fred“, und einen Jungen. Wie in Bayern üblich, gehören sie dem Besitzer des Fundortes.

 J
ahrtausendelang fuhren Ackerpflüge knapp über seinen Kopf hinweg. Jetzt wurde „Fred“ gefunden – und zwar erstaunlich gut erhalten. „Fred“ nennen die Archäologen den Mann, der vor etwa 6500 Jahren lebte und dessen Grab sie Anfang März in Kitzingen fanden. „Fred“ starb wohl im Alter von 20 bis 30 Jahren, sein Skelett ist fast unversehrt. Besonders die weißen, gleichmäßigen Zähne wirken beeindruckend. „So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagt der leitende Archäologe, Scott Tucker.
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Das Skelett stammt aus dem Mittelneolithikum – die Winzergenossenschaft Franken darf es behalten

Das Skelett stammt aus dem Mittelneolithikum – die Winzergenossenschaft Franken darf es behalten
Quelle: dpa/Daniel Karmann

 

Schatz unterm Acker Reste einer Siedlung aus der römischen Kaiserzeit freigelegt
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 08.03.2019 (
Ulf Rostalsky)

Brehna - Spaten, Kelle und jede Menge Fingerspitzengefühl. Darauf baut Christian Rauh, wenn er in die Geschichte eintaucht und mit Kollegen auf die Suche nach dem Schatz unterm Acker geht. Rauh ist Mitarbeiter des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie. In Brehna arbeitet er als Grabungsleiter und kann bestätigen, was bisher anhand von Luftbildern nur erahnt worden war.

Dort, wo das Gewerbegebiet Münchener Straße weiter wächst und im Auftrag der Stadt die Erschließungsarbeiten für eine Ansiedlung aus der Logistikbranche angelaufen sind, lebten in grauer Vorzeit Menschen. „Alles deutet auf eine Siedlung aus der römischen Kaiserzeit hin, also die Jahre um die Zeitenwende bis etwa 300 nach Christus.
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Ortsrand von Brehna

Mit Bagger, Spaten, kleinen Schaufeln und jeder Menge Fingerspitzengefühl geht es am Ortsrand von Brehna auf Spurensuche. Foto: André Kehrer

 

Skelette auf Baustelle: Zeugnis des Dreißigjährigen Krieges?
Quelle: SZ.de vom 19.03.2019   (dpa/sa)

Magdeburg - Auf der Tunnelbaustelle am Magdeburger Hauptbahnhof haben Archäologen Skelette gefunden, die aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges stammen könnten. Grabungsleiterin Juliane Huthmann erklärte am Dienstag, die Toten wiesen verschiedene Verletzungen auf. Zwischen den Knochen sei ein kleines Gefäß gefunden worden, das aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stamme, außerdem eine abgefeuerte Musketenkugel. Mit weiteren Analysen müsse der Fund, der bei Schachtarbeiten zu Tage trat, genauer untersucht und zeitlich eingeordnet werden. Auch der Fundort gibt den Archäologen Rätsel auf: Die Bestattungen seien außerhalb der mittelalterlichen Stadt erfolgt, nicht auf dem Kirchhof, sagte Huthmann. Bislang sind rund 30 Schädel sowie dazugehörige Knochen ausgegraben worden. Kinder- und Erwachsenenskelette sind darunter. Ob es sich um eine Familie handelt, ist noch unklar. Deutlich sei, dass die menschlichen Überreste irgendwann umgelagert wurden. Spuren der Holzsärge sind noch erkennbar, Sargnägel wurden gefunden.
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Spuren aus der Steinzeit
Quelle SZ.de vom 19.03.2019

Archäologen graben neue Funde einer 5500 Jahre alten Siedlung aus

Bei den archäologischen Untersuchungen vor dem Bau des geplanten Hospizes am Sternweg sind weitere Spuren einer Siedlung aus der Jungsteinzeit gefunden wurden. Die Grabung sei ein "wichtiger neuer Mosaikstein in der Erforschung der seit den 1940er Jahren bekannten Siedlung im Bereich der Gärtnerei Ippisch" teilt Wilhelm Wagner, Stadtheimatpfleger für Archäologie, mit. Am Fußes des Fuchsbergs liegt in 1,50 Meter Tiefe ein noch bis heute zu Teilen erhaltenes, etwa 5500 Jahre altes Dorf, dessen Hausgrundrissen und Feuerstellen sich noch gut erkennen ließen, schreibt Wagner. Zahlreiche Funde wie Feuersteinsicheln, Keramikgefäße, Horn- und Knochenfunde sind bereits seit Jahren im Museum Erding ausgestellt.
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4c. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus aller Welt...

Hier finden Sie eine Übersicht über archäologische Artikel in der Zeitung „the guardian“
(17.03.2019) Nile shipwreck discovery proves Herodotus right – after 2,469 years
(13.03.2019) Ancient Britons travelled hundreds of miles to stone circle feasts 
(11.03.2019) 'A big jump': People might have lived in Australia twice as long as we thought
(01.03.2019) Spain logs hundreds of shipwrecks that tell story of maritime past
(28.02.2019) The Romans took their graffiti seriously – especially the phalluses
(27.02.2019) Rare Roman graffiti in Cumbria quarry to be captured in 3D

 

Neue Studien belegen weit zurückreichende Geschichte von Denisova-Mensch und Neandertaler in Südsibirien
Quelle: Max-Planck Inst. für Menschheitsgeschichte  vom 30.01.2019 (Nature, DOI)

Die Denisova-Höhle im Süden Sibiriens ist weltweit die einzige bekannte Stätte, die zu verschiedenen Zeiten vom rätselhaften Denisova-Menschen und seinem Cousin dem Neandertaler besiedelt war. Zwei neue Studien unter maßgeblicher Beteiligung von Katerina Douka vom Jenaer Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte, legen nun eine Zeitschiene vor, wann diese beiden altsteinzeitlichen Menschenarten jeweils an dieser Stätte lebten und welche Umweltbedingungen herrschten, bevor sie ausstarben. Die Studien erscheinen am 31. Januar in der Fachzeitschrift Nature.
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Kaukasus: Kultureller Austausch über biologische Grenzen hinweg  
Quelle: Max-Planck Inst. für Menschheitsgeschichte  vom 04.02.2019 (DOI)

Paläogenetische Untersuchungen bezeugen die komplexe Interaktion von Bevölkerungsgruppen der eurasischen Steppe und der vorderasiatischen Bergländer in der Bronzezeit

Ein internationales Forschungsteam koordiniert vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena (MPI-SHH) und der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Berlin konnte erstmals systematische paläogenetische Untersuchungen im Kaukasus durchführen. Die am 4. Februar in Nature Communications erscheinende Studie fußt auf den Analysen genomweiter Daten von 45 Individuen aus der Steppen- und der Gebirgszone des Nordkaukasus. Die zwischen 6500 und 3500 Jahre alten Skelette zeigen, dass die genetische Signatur in den nördlichen Bergflanken den Gruppen südlich des Kaukasus ähnelt und dort eine scharfe genetische Grenze zu den Steppengebieten im Norden verläuft.
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Phönizische Archäologie: Seefahrer im Silberrausch
Quelle: Spiegel Online vom 26.02.2019 (joe/dpa)

Die Phönizier haben im ersten Jahrtausend vor Christus ein weitverzweigtes Handelsnetz um das Mittelmeer errichtet. Forscher fanden nun heraus, was die Seefahrer wohl einst antrieb.

 
Die Phönizier gelten als fähige Seefahrer und erfolgreiche Kaufleute. Schon im berühmten "Asterix"-Comic werden sie als gewiefte Händler dargestellt…..

….Wissenschaftler aus Israel haben nun eine Erklärung für die Expansion gefunden: Die Suche nach Silber. Die frühesten phönizischen Siedlungen auf Sardinien und im Süden der Iberischen Halbinsel gingen eindeutig auf die Silberproduktion zurück, schreibt das Team um Tzilla Eshel von der Universität Haifa in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS").
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Silberfund aus Ein Hofez

Silberfund aus Ein Hofez.
Warhaftig Venezian / Israel Antiquities Authority / DPA

 

 

 

Neandertaler unterschied sich in Körperhaltung kaum von Homo sapiens
Quelle: der Standard vom 26.02.2019 (red, APA)

Computergestützte Rekonstruktion eines sehr gut erhaltenen Skeletts zeigen eine ähnlich geschwungene Wirbelsäule wie beim modernen Menschen

Zürich – Neandertaler bewegten sich wahrscheinlich ebenso aufrecht wie moderne Menschen und besaßen eine ähnlich geschwungene Wirbelsäule. Das schließen Forscher aus Zürich und den USA aus der computergestützten Rekonstruktion eines sehr gut erhaltenen Skeletts.

Frühere Rekonstruktionen zeigen den Neandertaler mit flachem Rücken und gekrümmter Körperhaltung. Die ausgestorbenen Verwandten unserer Vorfahren waren diesen aber wohl viel ähnlicher in ihrer Anatomie als oftmals angenommen. Das berichten Wissenschafter um Martin Häusler von der Universität Zürich und Erik Trinkaus von der Washington University in St. Louis im Fachblatt "PNAS".
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Bronzezeit-Menschen versuchten Füchse zu domestizieren
Quelle: der Standard vom 03.03.2019 (jdo)

Archäologen machen überraschende Funde auf der Iberischen Halbinsel – auch die Rolle von Hunden wurde möglicherweise falsch eingeschätzt


A Coruña – In den 1950er Jahren begann der russische Genetiker Dmitri Konstantinowitsch Beljajew damit, Rotfüchse domestizieren. Nachdem Füchse keine so sozialen Tiere sind wie Wölfe, war von Anfang an nicht zu erwarten, dass sich daraus ein "neuer Hund" entwickeln würde. Und dennoch zeigte das bis heute fortgesetzte Experiment erstaunliche Ergebnisse.

Indem immer diejenigen Tiere für die Zucht herangezogen wurden, die die wenigste Scheu vor dem Menschen zeigten, hatte man es schließlich mit "Hausfüchsen" zu tun, die Pfötchen gaben und mit dem Menschen kuschelten. Das Auftreten unterschiedlicher Fellfarben sowie von Schlappohren und eingeringelten Schwänzen rundete das Bild vom Neo-Haustier ab – und lieferte interessante Einblicke in die körperlichen Auswirkungen von Domestikation.
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Im Jungpaläolithikum lebten nur wenige Hundert Menschen in Europa
Quelle: der Standard vom 05.03.2019  (red)

Wissenschaftler berechneten die Bevölkerungsdichte der Jäger und Sammler im Europa des Aurignacien

Köln – Heute leben in Europa etwas mehr als 740 Millionen Menschen, das entspricht rund elf Prozent der gesamten Weltbevölkerung. Den Anfang dagegen machten im frühen Jungpaläolithikum praktisch nur eine Hand voll Vertreter des Homo sapiens: Eine Gruppe von Wissenschaftern hat nun rekonstruiert, wie die Besiedlung Europas durch den anatomisch modernen Menschen verlief. In der Zeit zwischen 42.000 bis etwa 33.000 Jahren vor heute – dem sogenannten Aurignacien – tummelten sich demnach auf dem Subkontinent durchschnittlich nur etwa 1.500 Jäger und Sammler. Auch mögliche Schwankungen, die im Rahmen der Methode ermittelt wurden, lassen nicht viel Spielraum: Die Obergrenze lag bei rund 3.300, die Untergrenze bei rund 800 Personen.
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Die aktuelle Untersuchung lässt darauf schließen, dass vor 30.000 bis 40.000 Jahren nicht unbedingt Umwelteinflüsse die Besiedelung Europas steuerten. Vielmehr folgte die Ausbreitung des Homo sapiens wohl soziokulturellen Mustern. Schlechten Witterungsverhältnissen dürften die frühen Europäer demnach tapfer getrotzt haben.

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oto: hans splinter

Die aktuelle Untersuchung lässt darauf schließen, dass vor 30.000 bis 40.000 Jahren nicht unbedingt Umwelteinflüsse die Besiedelung Europas steuerten. Vielmehr folgte die Ausbreitung des Homo sapiens wohl soziokulturellen Mustern. Schlechten Witterungsverhältnissen dürften die frühen Europäer demnach tapfer getrotzt haben

 

Aus 2000 Jahre alter Gruft in China: Forscher entzaubern „Elixier für ewiges Leben“
Quelle: BILD vom 21.03.2019

Der Wunsch nach ewiger Jugend und dem ewigen Leben ist so alt wie die Menschheit. In China ließen sich Adlige vor Jahrtausenden Elixiere brauen, die ihnen die Unsterblichkeit bescheren sollten. Sie nahmen sie letztlich mit ins Grab

Als vor einigen Monaten ein versiegeltes Bronzegefäß als Grabbeigabe gefunden wurde, vermuteten die Forscher zunächst Wein darin – oder eben ein solches Elixier für ewiges Leben. Sie ließen die 3,5 Liter Flüssigkeit von Chemikern analysieren.

Das Ergebnis ist etwas enttäuschend: Der Trank in der Bronzekanne aus der Han-Dynastie vor 2000 Jahren enthält Kaliumnitrat und Alunit. Das ist nicht nur ungesund, sondern in größeren Mengen sogar giftig, wie die Nachrichtenagentur Xinhua News Agency berichtet.
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Dieses uralte Bronzegefäß enthielt 3,5 Liter Flüssigkeit – sie war äußerst ungesund

Dieses uralte Bronzegefäß enthielt 3,5 Liter Flüssigkeit – sie war äußerst ungesund
Foto: Quirky China News/REX/Shutterstock


Vermutlich ältestes Tätowier-Werkzeug der Welt aus Tonga
Quelle: SZ vom 08.03.2019 (dpa)

Canberra - Das Set aus vier Kämmen ist nach Untersuchungen mit der Radiokarbon-Methode (C14) etwa 2700 Jahre alt, wie Forscher der Australian National University (ANU) in Canberra im "Journal of Island and Coastal Archaeology" berichten.

Vermutet wird, dass zwei Kämme aus Vogelknochen hergestellt wurden und die anderen beiden Kämme aus Menschenknochen. Tonga ist ein Königreich im Südpazifik aus mehr als 170 Inseln. Das Werkzeug wurde bereits 1963 auf der Hauptinsel Tongatapu entdeckt, galt aber bisher als nicht so alt. Ko-Autorin Michelle Langley glaubt, dass zwei der Kämme aus Menschenknochen sind. "Es gab zu jener Zeit keine Säugetiere dieser Größe auf der Insel, und Menschenknochen waren das bevorzugte Material für Tätowierkämme", wird sie in einer Mitteilung zitiert.
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Gesellschaft

Vermutet wird, dass zwei Kämme aus Vogelknochen hergestellt wurden und die anderen beiden Kämme aus Menschenknochen.
Foto: Jack Fox/ANU

Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
Quelle: Arch. Online vom 17.03.2019 (Christoph Wißing et al)

Internationale Studie findet mehr gemeinsame Nahrungsvorlieben als angenommen ‒ Rätselhafte Spuren von Kannibalismus

Neandertaler und der frühe moderne Mensch ernährten sich vermutlich sehr ähnlich: Zu diesem Schluss kommt eine internationale Studie und widerspricht damit der Annahme, die Neandertaler seien ausgestorben, weil ihr Ernährungsspektrum eingeschränkt war. Die Ergebnisse zeigten aber auch, dass moderne Menschen dennoch einen Vorteil hatten, weil sie vermutlich mobiler und besser vernetzt waren, berichtet das Team um Dr. Christoph Wißing von der Universität Tübingen.
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Neandertalerknochen aus Spy, Belgien

Knochen aus Spy geben Aufschluss über Ernährung und Mobilität der dortigen Neandertaler. Foto: Royal Belgian Institute of Natural Sciences (RBINS)

Archäologen finden antikes persisches Gesichtsrelief
Quelle: mittelbayerische vom 20.03.2019

Israelische Archäologen haben in Jerusalem ein rund 2500 Jahre altes Gesichtsrelief aus Ton gefunden.

Jerusalem -
Die Forscher ordneten das Bruchstück eines Tongefäßes der persischen Kultur zu, wie die israelische Altertumsbehörde am Mittwoch mitteilte. Das Fundstück erinnert an eine Maske, weshalb der Zeitpunkt der Veröffentlichung gut zum Beginn des jüdischen Karnevalsfests Purim passte.

Auf dem Bruchstück, das bei Ausgrabungen in Jerusalem gefunden wurde, ist ein menschliches Gesicht mit weit aufgerissenen Augen, der Nase und dem Ansatz des Mundes zu sehen. Die Forscher datieren es zwischen dem 4. und 5. Jahrhundert vor Christus.
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Ein ein rund 2500 Jahre altes antikes persisches Gesichtsrelief. Foto: Eliyahu Yanai/Davidsstadt

Ein ein rund 2500 Jahre altes antikes persisches Gesichtsrelief. Foto: Eliyahu Yanai/Davidsstadt

 

 

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