Newsletter Juni 2019


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Inhalt:
1. Veranstaltungen des Landesmuseums
2. Veranstaltungen des Nds. Landesvereins für Urgeschichte
3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen
4. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet,
gegliedert nach Niedersachsen, Deutschland und aus aller Welt...


1. Veranstaltungen des Landesmuseums
- Änderungen vorbehalten -

Sonderausstellungen

vom 05.04.2019 bis 18.08.2019
saxones, eine neue Geschichte der alten Sachsen
Wer sind die Niedersachsen? Nachfahren der »alten Sachsen«, die vor über 1000 Jahren gegen Karl den Großen kämpften? Ihr Name stiftet bis heute Identität – aber wer waren diese Sachsen? Ein germanischer Stamm, der das Land zur Zeit der römischen Kaiser in Besitz nahm und auch noch England eroberte?

Infos zu zahlreichen Veranstaltungen rund um die Ausstellung finden Sie im Quartalsheft oder auf der Homepage des Nds. Landesmuseums.

Programm rund um die Ausstellung

Mi. 05.06. von 12:00 bis 12:30 Uhr;  Kulturimbiss
Wer waren die Bestatteten von Hiddestorf?
Dr. Daniel Neumann
Kurze Themenführung zum Mittag ohne Verpflegung / Treffen im Museumsfoyer
Sonderausstellungseintritt

Mi. 19.06. von 12:00 bis 12:30 Uhr; Kulturimbiss
Alles Sachsen: Karl hat´s schwer
Dr. Florian Klimscha

Kurze Themenführung zum Mittag ohne Verpflegung / Treffen im Museumsfoyer
Sonderausstellungseintritt

Do. 20.06. ab 18:30 Uhr; Vortrag
Bei den nördlichen Nachbarn der Saxones

Dr. Andreas Rau
Eintritt kostenlos

Fr. 07.06 und 21.06. von 15:00 bis 17:00 Uhr; Infostand
Rund um Saxones
Peter Kewitsch
Objekte liegen immer in den Vitrinen? Bei diesem Infostand in der Ausstellung Saxones nicht. Einen Sax, eine Fibel und viele Repliken können Sie an diesem Tag selbst in die Hand nehmen.
Für die ganze Familie
Sonderausstellungseintritt

So. 23.06. von 13:00 bis 17:00 Uhr – Workshop
Museum in Aktion – Saxones
Mach mit und erfahre, wie ein Mönch mit Tinte und Feder schrieb, lerne einen Brakeaten zu schlagen und deine eigenen Perlen herzustellen. An diesem Tag kannst du alles ausprobieren und mit nach Hause nehmen.
Für die ganze Familie
Workshops auch einzeln buchbar
Museumseintritt


2. Veranstaltungen des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte
Änderungen vorbehalten - 

Sommervorträge

Do. 06.06 von 19:30 bis 21:00 Uhr
„Spuren der Gewalt I“
Kostenlos, um Spenden wird gebeten

Arbeitskreis Steinzeit

Do. 13.06. von 16:15 bis 18:45 Uhr
Aktuelles aus der Steinzeitforschung in Niedersachsen
Mit Anmeldung: landesverein@gmx.de
Kostenlos, um Spenden wird gebeten

Forum Praehistorische Kunst

Mi. 26.06. von 16:15 bis 18:45 Uhr
Reflexionen der Eiszeitkunst in der Modernen
Seminarvortrag: Dr. Stephan Veil
Mit Anmeldung: landesverein@gmx.de
Kostenlos, um Spenden wird gebeten

Archäologischer Kinderclub

Do., 06.06 und 20.06. von 16:30 bis 18:30 Uhr
Forschen, was das Zeug hält,
Salve im archäologischen Kinderclub! Ein Sprichwort sagt, dass alle Wege nach Rom führen. Doch die Wege der Römer führten auch zu uns.
Leitung: Stefanie Abraham,  Brigitte von Wintzingerode
Für Kinder ab 8 Jahren
Mit Anmeldung, Kostenlos

 


3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen


Vorträge der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover (NGH)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

Vorträge der Ethnologischen Gesellschaft Hannover e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 ArchAN, Archäologischer Arbeitskreis Niedersachsen e.V.
Hier haben Sie Zugang zum Terminkalender des ARCHAN... 

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege und Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen des Landesamtes......
Hier kommen Sie auf die Seite der Gesellschaft für Denkmalpflege....

Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V. (FAN)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019... 

Veranstaltungen der Freunde für Archäologie im Braunschweiger Land (FABL)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019....

Paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere
Hier finden Sie Hinweise auf die Vortragsreihe in 2019...

Archäologischen Gesellschaften in Sachsen-Anhalt (AGISA)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 


4a. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Niedersachsen...

Mitarbeiter gekündigt – wie geht es weiter mit dem Paläon?
Quelle: HAZ vom 03.05.2019 (Johanna Stein)

Es sollte ein Leuchtturmprojekt für den Landkreis Helmstedt werden: das Museum rund um die Fundstelle der Speere in Schöningen, das Paläon. Doch die Besucher blieben aus, im Sommer übernimmt das Landesamt für Denkmalpflege das Museum. Den Mitarbeitern wurde bereits gekündigt.  

Schöningen - Die Unsicherheit bei den Mitarbeitern des Speermuseums Paläon in Schöningen wächst. Das Land hatte bereits angekündigt, dass das Landesamt für Denkmalpflege das Museum ab dem 1. Juli übernehmen und umstrukturieren soll. Dafür wurden bereits fünf neue Stellen ausgeschrieben. Vergangene Woche erhielten die rund 30 Paläon-Mitarbeiter dann die Kündigung zum 30. Juni, wie Verdi-Gewerkschaftssekretär Frank Ahrens bestätigt.
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„Kein Konzept“: Wie geht es weiter mit dem Paläon? Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Römerlager: Region will im Sommer entscheiden
Quelle: HAZ vom 21.04.2019 (Andreas Zimmer)

Auskiesung oder Römerlager in Wilkenburg? Bürgermeister Claus Schacht kritisiert das „Schwarze-Peter-Spiel zwischen Region und Land. Die Region kündigte am Donnerstag auf Anfrage dieser Zeitung an, sie werde im Sommer entscheiden.

Hemmingen - Auskiesung oder Römerlager in Wilkenburg? Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht kritisiert das „Schwarze-Peter-Spiel“, wie er es nennt, zwischen der Region Hannover und dem Land Niedersachsen.

Römerlager: Region will im Sommer entscheiden
Die Region teilte am Donnerstag auf Anfrage dieser Zeitung mit, dass sie voraussichtlich in diesem Sommer entscheiden werde. „Das wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren - die Archäologie ist hier nur ein Aspekt – ruhte“, erläuterte Regionssprecher Klaus Abelmann. Die Region habe das Ministerium für Wissenschaft und Kultur gebeten „Auflagen zu formulieren, unter denen Kiesabbau vertretbar wäre“. Abelmann sagte, die entsprechenden Hinweise lägen aber mittlerweile vor und würden geprüft.
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Grab aus der Trichterbecherkultur
5500 Jahre altes Steinpflaster in Rulle neu verlegt
Quelle: NOZ vom 01.05.2019

Wallenhorst. Wo heute zahlreiche Häuser stehen und das Leben blüht, war einst ein Friedhof. Dies bestätigten Ausgrabungen der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück, die vor 19 Jahren das Steinpflaster einer Grabstelle im Ruller Esch freilegte. Das Pflaster stammt wahrscheinlich aus der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur (circa 3500 bis 2800 vor Christus). Jetzt wurde es neben den nahegelegenen Helmichsteinen neu verlegt.
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https://www.noz.de/media/2019/04/30/das-steinpflaster-waehrend-der-archaeologischen-au_201904301830_full.jpeg

Das Steinpflaster während der archäologischen Ausgrabung im Jahr 2000. Foto: Stadt- und Kreisarchäologe Osnabrück

 


4b. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Deutschland...

Von den Kelten bis zum Mittelalter: Eisenverhüttung im Siegerland
Quelle: Arch. Online vom 05.04.2019 (LWL/CS)

Vor über 2.000 Jahren war das Siegerland eine blühende Region für Eisenproduktion. In den bislang größten bekannten Verhüttungsöfen ihrer Epoche in Europa gewannen keltische Hüttenleute große Mengen an Stahl. Archäologen gelang in Siegen nun ein Nachweis dieser bisher für die Eisenzeit in Mitteleuropa einzigartigen großen Zahl an Werkstätten zur Eisenverarbeitung.

An der Fundstelle "Gerhardsseifen" bei Siegen-Niederschelden konnten jetzt Nachweise dieser Siegerländer Eisenverhüttung freigelegt werden. Hier haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des Deutschen Bergbau-Museums Bochum sowie der Ruhr-Universität Bochum in einem Kooperationsprojekt gleich zwei gut erhaltene Verhüttungsöfen ausgegraben. In direkter Nachbarschaft fanden sie zudem ein Schmiedeareal und große Mengen an Schlacken, die beim Verhüttungsprozess entstanden sind.
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Einer der freigelegten eisenzeitlichen Öfen auf der Ausgrabung

Einer der freigelegten eisenzeitlichen Öfen auf der Ausgrabung. Vorne befindet sich das Fundament des Schürkanals an den sich der runde Ofengrundriss anschließt. (Foto: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/Dominic Bachmann)

Rätselhafter Ofen aus der Eisenzeit
Quelle: Arch. Online vom 05.04.2019 (LWL/CS)

Vergangenes Jahr fanden Archäologen bei Attendorn (Kreis Olpe) eine eisenzeitliche Siedlung. Nun gelang ihnen erneut im Umfeld der Stadt die Entdeckung eines Hofs aus dieser Zeit. Damit können neue Erkenntnisse über die Besiedlung der Olper Region im ersten Jahrhundert vor Christus gewonnen werden.

In dem geplanten Neubaugebiet Neu-Listernohl Nord haben Archäologen in Abstimmung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Reste eines Hofs aus der vorrömischen Eisenzeit freigelegt. Sie datiert aller Wahrscheinlichkeit nach in die Zeit von 750 vor Christus bis um die Zeitenwende.

Bislang sind Spuren eines Brunnens und dreier Gruben zu erkennen, bei denen es sich um Vorratsgruben zur Lagerung von Getreide handeln könnte. Außerdem fand sich der Nachweis von drei kleineren Gruben, in denen einst Holzpfosten gestanden haben. Diese sind innerhalb der Gruben durch entsprechende Verfärbungen zu erkennen, entstanden durch das vergangene Holz. Diese Spuren deuten auf die Überreste eines Gebäudes hin.
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Der kreisrunde Befund des Ofens gibt zur Zeit noch Rätsel auf

Der kreisrunde Befund des Ofens gibt zur Zeit noch Rätsel auf. (Foto: LWL/E. Cichy)

Westfälische Neandertaler hatten weitreichende Kontakte
Quelle: Arch. Online vom 06.05.2019 (LWL/AB)

Seltener Fund eines Faustkeils bei Unna

Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat im Kreis Unna einen seltenen Faustkeil der Neandertaler gefunden. Die Experten des LWL datieren das Stück auf ein Alter von rund 60.000 Jahren. Faustkeile ähnlicher Machart finden sich ansonsten vor allem in Frankreich und England.

In seiner Freizeit ist Michael Becker auf den Feldern rund um seinen Heimatort Fröndenberg unterwegs. Seit fast 20 Jahren sucht er hier nach Spuren aus der Steinzeit und hat schon zahlreiche Werkzeuge wie Pfeilspitzen, Klingen und Beile aus dieser Epoche gefunden. Auf einer Kuppe im Haarstrang gelang ihm im November 2018 eine ungewöhnliche Entdeckung, die er kürzlich den LWL-Archäologen in Olpe vorlegte.

Prof. Michael Baales bestätigte die Vermutung Beckers, dass es sich um einen Faustkeil handle: »Dieses Werkzeug ist ein ungefähr 60.000 bis 45.000 Jahre alter Faustkeil aus Feuerstein.« Damit stamme es aus der Mitte der letzten Eiszeit, als die Zeit der Neandertaler ihrem Ende zuging. »Das ist der erste Fund eines Faustkeils in meiner über sechzehnjährigen Amtszeit hier in Südwestfalen«, so Baales weiter. 
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Faustkeil aus Westfalen

Der Faustkeil ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden, aber für Experten immer noch zweifelsfrei als solcher zu erkennen. Foto: LWL/T. Poggel

Archäologen entdecken 2000 Jahre alten Römer-Grenzwall
Quelle: BILD vom 08.05.2019 (Katharina Vogt)

Bielefeld Dieses Bodendenkmal ist so groß wie 36 Fußballfelder!

In Bielefeld hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Überreste eines römischen Marschlagers gefunden. Auf dem 26-Hektar-Gebiet kampierten vor 2000 Jahren etwa 25000 Menschen. Das Besondere: Teile des Grenzwalls sind bis heute gut erkennbar!

Dr. Bettina Tremmel (47), wissenschaftliche Referentin beim LWL: „Das Gelände wurde zum Glück nie landwirtschaftlich genutzt oder bebaut, deshalb blieben die Strukturen des Lagers erhalten.“ So haben Archäologen einen 80 Zentimeter tiefen Spitzgraben frei legen können. Auch die Grenzen des Lagers können mit Hilfe von Laserscans aus der Luft genau bestimmt werden.
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In einem Bielefelder Wald haben Archäologen Teile eines 1400 Meter langen Römer-Grenzwalls freigelegt. Die 80 Zentimeter tiefe Mulde ist ein Spitzgraben

In einem Bielefelder Wald haben Archäologen Teile eines 1400 Meter langen Römer-Grenzwalls freigelegt. Die 80 Zentimeter tiefe Mulde ist ein Spitzgraben
Foto: LWL

120 Urnengräber aus der Spätbronzezeit in der Börde entdeckt
Quelle: WELT vom 09.05.2019 (dpa/sa)

Dolle - Archäologen haben in Sachsen-Anhalt ein rund 2800 Jahre altes spätbronzezeitliches Urnengräberfeld entdeckt. «120 Keramikurnen sind geborgen worden», sagte Projektleiterin Susanne Friederich am Donnerstag bei Dolle im Landkreis Börde. «Jede Urne wurde in ein mit Steinen ausgekleidetes, etwa 50 mal 50 Zentimeter großes, sogenanntes Nischengrab, gelegt», sagte sie. Die Gefäße wurden unversehrt und im Block geborgen. Die Urnen werden den Angaben zufolge von Spezialisten im Labor näher untersucht und später archiviert.

Die Archäologen hatten bei Dolle auf einer Baustelle der Autobahn 14 auf einem 20 000 Quadratmeter großen Areal nach Funden gegraben. Der Urnenfriedhof sei in der Spätbronzezeit vermutlich von einer etwa drei Kilometer entfernten Siedlung für Bestattungen genutzt worden, sagte die Expertin vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie.

 

Erdings antike Therme
Quelle: Merkur.de vom 15.05.2019 (Hans Moritz)

Die Reihe spektakulärer archäologischer Funde in Erding geht weiter. Nachdem vor zwei Jahren der Königshof aus der Zeit Karls des Großen in Altenerding freigelegt worden war, sind nun gut 1800 Jahre alte Spuren aus der Römerzeit aufgetaucht. Bei Eichenkofen stand eine römische Anlage, eine Villa Rustica. Und zu der könnte ein Badehaus gehört haben, eine antike Therme.

Erding/Eichenkofen – Die Therme ist Erdings Markenzeichen – freilich erst seit 1999, der Geburtsstunde der heute weltweit größten Wellnessanlage. Doch schon in der Antike hatten es die Menschen gerne warm und wohlig. Was das Team um Grabungsleiter Ulrich Schlitzer von der Firma Planateam Archäologie aus München in den vergangenen Tagen in einer Kiesgrube von Sepp Kaiser entdeckt hat, geht in die Richtung einer 1700 bis 1800 Jahre alten Thermalanlage. Spaßeshalber ist schon von der Kaiser-Therme die Rede.
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https://www.merkur.de/bilder/2019/05/14/12285604/1418894897-ausgrabungsort-kiesgrube-funde-aus-roemerzeit-nahe-eichenkofen-stellten-gestern-grabungsleiter-ulrich-schlitzer-r-stadtheim-5tI8RI1jaIG.jpg

Ausgrabungsort Kiesgrube: Die Funde aus der Römerzeit nahe Eichenkofen stellten gestern Grabungsleiter Ulrich Schlitzer (r.), Stadtheimatpfleger Wilhelm Wagner und Museumsleiter Harald Krause (2./3. v.l.) vor. Beeindruckt war unter anderem Zweiter Bürgermeister Ludwig Kirmaier (2. v.r.). © Hans Moritz

 


4c. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus aller Welt...

Hier finden Sie eine Übersicht über archäologische Artikel in der Zeitung „the guardian“
(11.05.2019): “It could change everything”: coin found off northern Australia may be from pre-1400 Africa 
(09.05.2019) Red Lady to Richard III: Britain's 10 best buried treasures – ranked!
(09.05.2019) Britain's equivalent to Tutankhamun found in Southend-on-Sea-
(08.05.2019) 'Reconstruction' begins of stone age lands lost to North Sea

 

Griechisch-römisches Grab in Assuan entdeckt
Quelle: Selket´s Blog vom 23.04.2019 (Selket)

In Assuan, ganz in der Nähe des Aga Khan Mausoleums, hat ein ägypisch-italienisches Team ein Felsengrab mit mehreren Grabkammern entdeckt. Das Grab stammt aus der griechisch-römischen Epoche.

Im Grab lagen Teile eines bemalten Holzsarkophags und Fragmente eines anderen Sargs, der den Namen Tjts sowie Gebete zu den Göttern Chnum, Satet, Anuket und Hapi enthält. Das Grab besteht aus einer Treppe, die teilweise von gemeißelten Blöcken flankiert bis in die Grabkammern führt. Der Eingang wurde von einer Steinmauer verschlossen, die noch an der ursprünglichen Stelle entdeckt wurde.  Weiter…



https://blog.selket.de/wp-content/uploads/2019/04/grab-assuan.jpg

Bilder: Antikenministerium Ägypten

Warum der moderne Mensch aus Afrika kommt
Quelle: Arch. Online vom 26.04.2019 (Uni Tübingen/AB)

Forscher berechnen in Computersimulationen die statistische Wahrscheinlichkeit von Wanderbewegungen wie der des Homo sapiens

Die Wiege der Menschheit liegt in Afrika. Von dort aus besiedelte der anatomisch moderne Mensch die Welt, dies gilt als gesichert. Unklar ist noch, warum der Ursprung in Afrika lag und warum sich Homo sapiens gegen Arten wie den Neandertaler oder den Denisova-Mensch durchsetzen konnte. Möglicherweise sind die Ursachen weniger die oft angeführten Umweltfaktoren, als vielmehr zufällige Prozesse.

Zu diesem Schluss kommt der Tübinger Geowissenschaftler Professor Paul Bons in einer Studie: Mit einem internationalen, multidisziplinärem Team hatte er evolutionäre Prozesse und Wanderungsbewegungen virtuell im Computer nachvollzogen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal PLOS ONE veröffentlicht.
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Computersimulation der Wanderbewegungen von Homo sapiens

Die durchschnittlichen Routen damaliger Wanderbewegungen begannen laut Computerberechnungen in Afrika. Arktische Regionen, Berge und Wüsten wurden als »unbesiedelt« gewertet und nicht berücksichtigt. Abbildung: Paul Bons

Frühmensch Denisova lebte in den Höhen von Tibet
Quelle: der Standard vom 01.05.2019 (Peter Illetschko)

Ein zweiter Fundort belegt nun endgültig: Der Denisova-Mensch war in Asien weit verbreitet und an sauerstoffarme Luft angepasst Es ist ziemlich genau neun Jahre her, dass ein Sensationsfund ein neues Kapitel der Menschheitsgeschichte eröffnete: Forscher konnten dank eines etwa 40.000 Jahre alten Fingerknochens, den sie in der Denisova-Höhle im südsibirischen Altai-Gebirge fanden, einen bisher unbekannten Vertreter der Gattung Homo identifizieren.

DNA-Analysen ergaben damals, dass sich der Träger dieses Fingerknochenstücks sowohl vom Homo sapiens als auch vom Neandertaler unterschieden hat. Es war also eine neue, aus dieser Zeit bisher unbekannte "Kreatur, die wir nicht auf unserem Radar hatten", sagte damals der Paläogenetiker Svante Pääbo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, dessen Team die Sequenzierung des Genoms durchführte. Der Denisova-Mensch war entdeckt, ein Urmensch, der an die dünne Höhenluft genetisch angepasst war.
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https://images.derstandard.at/img/2019/05/01/C45B26BF-C833-4894-87EA-213FCDA78E87.png?tc=e494&s=7b39c2d0

foto: jean-jacques hublin, mpi-eva
Ein Unterkiefer, der schon 1980 in einer Höhle in Tibet gefunden wurde: eine neue Spur des erst vor neun Jahren entdeckten Denisova-Menschen.

Gräber aus dem Alten Reich in Gizeh entdeckt
Quelle: Selket´s Blog (Selket)

Südöstlich des Gizeh-Plateau wurde eine Friedhof aus dem Alten Reich entdeckt, wie heute in einer Pressekonferenz im Beisein vom Antikenminister Dr. Khaled El-Enany und Zahi Hawass öffentlich bekannt gegeben wurde.

Hawass betonte in seiner Erklärung die Wichtigkeit dieser Stätte, die in Nachbarschaft des Friedhofs für Pyramidenarbeiter entdeckt wurde. Dies war einer seiner wichtigsten Funde in seiner Karriere, denn damit konnte entgütlig geklärt werden, dass die Pyramiden nicht von Sklaven, sondern von freiwilligen Arbeitern, die ihre Gräber direkt neben dem Grab ihres Königs erbaut hatten, errichtet wurden.
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https://blog.selket.de/wp-content/uploads/2019/05/gizeh-neue-graeber2-807x538.jpg

Bild: Antikenministerium Ägypten

Große Festgelage am ältesten Großbauwerk der Menschheit
Quelle: der Standard vom 07.05.2019 (red)

Archäologen finden in Göbekli Tepe in Anatolien Belege für pflanzliche Verköstigung bei Arbeitsfesten vor 10.000 Jahren

Als Beginn der menschlichen Zivilisation werden häufig die Anfänge des Alten Ägypten oder der sumerischen Stadtstaaten Südmesopotamiens etwa ab dem 4. Jahrtausend vor unserer Zeit genannt. Tatsächlich aber entstanden die ersten Monumente noch bedeutend früher im heutigen Anatolien: Vor rund 11.000 Jahren errichteten Steinzeitmenschen auf einem Hügel aus meterhohen, bis zu 20 Tonnen schweren Steinpfeilern ein gewaltiges Heiligtum. Der Göbekli Tepe benannte Tell in den Germus-Bergen nahe der türkischen Stadt Şanlıurfa beherbergt damit wohl eines der ältesten Großbauwerke der Menschengeschichte.
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https://images.derstandard.at/img/2019/05/07/anlage.jpg?tc=e494&s=17c74c60

foto: nico becker, dai
Erst ein Bruchteil der riesigen frühneolithischen Anlage von Göbekli Tepe wurde bisher ausgegraben.

Überreste eines römischen Tors in der Wiener Innenstadt freigelegt
Quelle: der Standard vom 10.05.2019 (APA, red)

Bauarbeiten bringen Fundamentsteine der alten Porta Decumana ans Licht – allerdings nur für kurze Zeit -

Wien – In der Wiener Innenstandt sind im Bereich Graben / Tuchlauben archäologische Fundstücke aus der Zeit, als hier noch das römische Legionslager Vindobona stand, ans Licht gekommen – und das genau genommen nicht zum ersten Mal. Laut Constance Litschauer und Martin Mosser von der Wiener Stadtarchäologie wurden hier vor rund hundert Jahren Leitungen eingebaut, die an der Fundstätte vorbei führten. Die Bedeutung des Fundes wurde damals aber offenbar noch nicht erkannt.
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https://images.derstandard.at/img/2019/05/10/tor.jpg?tc=e494&s=657465cc

illustration: apa/stadtarchäologie wien/7reasons
So in etwa hat das Stadttor laut Wiener Stadtarchäologie einst ausgesehen.

Rätsel um ein neolithisches Familien-Massaker
Quelle: der Standard vom 12.05.2019 (dare)

Archäologen stießen in Polen auf Spuren eines 5.000 Jahre alten Gewaltverbrechens. DNA-Analysen brachten nun ein bisschen Licht ins Dunkel

Es war ein grausiger Fund, den Archäologen 2011 nahe der südpolnischen Stadt Koszyce machten: In einem fast 5.000 Jahre alten Massengrab stießen sie auf die Überreste von insgesamt 15 Menschen, die ein brutales Ende gefunden hatten. Alle Individuen wiesen schwere Verletzungen auf und dürften durch gezielte Schläge auf den Kopf getötet worden sein.
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In dem Grab bei Koszyce fanden sich die rund 5.000 Jahre alten Überreste von 15 Menschen.

foto: piotr wodarczak; In dem Grab bei Koszyce fanden sich die rund 5.000 Jahre alten Überreste von 15 Menschen

 

Rom: Geheimkammer in Kaiser Neros Palast entdeckt
Quelle: NP vom 14.05.2019 (Daniel Killy/RND)  

Sie waren zu Restaurierungsarbeiten im Palast des römischen Imperators Nero in Rom unterwegs – doch dann fanden Archäologen eine große, geheime Kammer im Untergrund des riesigen Gebäudes – übersät von farbigen Fresken.

Rom - Tanzende Zentauren in Rot- und Ocker-Tönen samt Goldapplikationen. Der ziegenbeinige Gott Pan, Vögel und allerlei maritime Fabelwesen wie die Hippocampi – antike Halbgötter, halb Pferd, halb Fisch, die den heutigen Seepferchen ihren Namen gaben. Dazu gesellt sich ein bogenbewehrter Krieger, der einen Panther abwehrt; alles wird umrankt von floralen Elementen und Arabesken: Das ist die Pracht, die sich den Archäologen in dem unterirdischen Raum des römischen Imperators Nero in Rom bot. Über allem thront eine stille und einsame Sphinx, womöglich auf einem Baetylus, einem heiligen Stein.
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Der neu entdeckte Sphinx-Saal in Neros Palast in Rom.

Der neu entdeckte Sphinx-Saal in Neros Palast in Rom. Quelle: Parco archeologico del Colosseo

 

 

 

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