Newsletter Februar 2019


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Inhalt:
1. Veranstaltungen des Landesmuseums
2. Veranstaltungen des Nds. Landesvereins für Urgeschichte
3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen
4. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet,
gegliedert nach Niedersachsen, Deutschland und aus aller Welt...


1. Veranstaltungen des Landesmuseums
- Änderungen vorbehalten -

Sonderausstellungen

vom 28.09.2018 bis 24.02.2019
max slevogt, eine retrospektive zum 150. Geburtstag

vom 20.01.2019 bis 03.03.2019
Kunst für den Tod. Die neuirischen Schnitzwerke aus Hiltrup


2. Veranstaltungen des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte
Änderungen vorbehalten - 

Forum Prähistorische Kunst 

Fr. 22.02.2019, von 16:15 bis 18:45 Uhr
Shultan Tash im Ural – Kandidatin für das Weltkulturerbe: Die östlichste Bilderhöhle aus der Eiszeit, ihre Bedeutung und Restaurierung
Seminarvortrag: Eudald Eguillamet  und Dr. Stephan Veil
Mit Anmeldung über mailto:landesverein@gmx.de   
Eintritt frei, Um Spenden wird gebeten

Vorträge in Kooperation mit der Ethnologischen Gesellschaft
Vorträge sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten

Do., 14.02.2019 von 18:30 bis 20:30 Uhr im Landesmuseum Hannover
Gewichtssysteme und Handelsnetzwerke im östlichen Mittelmeerraum
Vortragender: Prof. Dr. Lorenz Rahmstorf (Georg-August-Universität Göttingen)
Mehr Informationen finden Sie hier…

Do., 28.02.2019 von
19:30 (!!) bis 21:30 Uhr im Landesmuseum Hannover
Wie reich ein Bauer auch wär, er sollte die Ritterschaft meiden! – Wer arm war und wer war reich im Mittelalter?
Vortragender: Dr. Markus Blaich (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege)
Mehr Informationen finden Sie hier…

Vorschau:
Die. 12.03.2019 von 18:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr im Landesmuseum Hannover
An Stelle des Vortrages „Tabu – Der Schneckengeldzyklus der Tolai auf Neubritannien“
wird der am 08.01.2019 wetterbedingt ausgefallene Vortrag „Reiche werden arm und dadurch reich: Der Potlach bei Indianern der Nordwestküste“ nachgeholt
Vortragender: Prof. Dr. Christoph Antweiler, Bonn

Der ursprünglich vorgesehen gewesene Vortrag von Dr. Alexis von Poser wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Wir werden Sie darüber informieren.

Do. 14.03.2019 von 18:30 bis ca. 20:30 Uhr im Landesmuseum Hannover
Arm und Reich in den Metallzeiten Europas
Vortragender: Dr. Daniel Neumann (Landesmuseum Hannover – Das Weltenmuseum)
Mehr Informationen finden Sie hier…

Lesungen im PraeHistorischen Salon
Eintritt: 8 € / ermäßigt: 4 €, (Mitglieder der Veranstaltervereine frei)

Mi. 20.02.2019 von 19:30 bis 21.00 Uhr im Landesmuseum Hannover
2 Klassiker des Historischen Romans über das alte Ägypten:
Mika Waltari, »Sinuhe der Ägypter« und
Boleslaw Prus, »Pharao«   
Podiumslesung und Gesprächsrunde mit
Dr. Joachim Döring  (Nds. Landesverein  für Urgeschichte),
Oliver Gauert, M.A. (Roemer- und Pelizaeus-Museum,  Hildesheim) und
Dr. Christian E. Loeben (Museum August Kestner, Hannover)
Mehr Informationen finden Sie hier…

Vorschau:
Mi. 06.03.2019 von 19:30 bis 21:00 Uhr im Landesmuseum Hannover
Klassiker des Historischen Comics: »Asterix«, Goscinny/Uderzo
Gesprächsrunde mit
Dieter Quade (Nds. Landesverein für Urgeschichte), 
Dr. Jörg Fuendling (RWTH Aachen) und
Dipl. Des. Werner Pollak (Design + Illustration, Hannover)
Mehr Informationen finden Sie hier…

Archäologischer Kinderclub

Do., 07.02 und 21.02.2019 von 16:30 bis 18:30 Uhr
Forschen, was das Zeug hält,
Salve im archäologischen Kinderclub! Ein Sprichwort sagt, dass alle Wege nach Rom führen. Doch die Wege der Römer führten auch zu uns.
Leitung: Stefanie Abraham,  Brigitte von Wintzingerode
Für Kinder ab 8 Jahren
Mit Anmeldung, Kostenlos

 


3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen


Vorträge der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover (NGH)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

Vorträge der Ethnologischen Gesellschaft Hannover e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 ArchAN, Archäologischer Arbeitskreis Niedersachsen e.V.
Hier haben Sie Zugang zum Terminkalender des ARCHAN... 

Hinweis: Am 27. April 2019 findet von 10.30-17.00 Uhr die ArchAN-Frühjahrstagung im NiHK in Wilhelmshaven statt. Über das Programm werden wir Sie gesondert informieren.

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege und Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen des Landesamtes......
Hier kommen Sie auf die Seite der Gesellschaft für Denkmalpflege....

Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V. (FAN)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019... 

Veranstaltungen der Freunde für Archäologie im Braunschweiger Land (FABL)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019....

Paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere
Hier finden Sie Hinweise auf die Vortragsreihe in 2019...

Archäologischen Gesellschaften in Sachsen-Anhalt (AGISA)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 


4a. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Niedersachsen...

 

 

 

 

 


4b. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Deutschland...

Rostocks Archiv liegt auf dem Grund der Ostsee
Quelle: Ostsee Zeitung vom 26.12.2018 (Andreas Meyer)

Weihnachten 1459 traf eine verheerende Sturmflut Rostock. Die Folgen prägten die Hansestadt über Jahrzehnte. Am Meeresgrund finden Unterwasser-Archäologen noch heute Spuren aus dieser Zeit.

Rostock - Das Weihnachtsfest 1459 – es könnte für die damals noch junge Hansestadt alles andere als fröhlich verlaufen sein: Am Donnerstag vor den Feiertagen hatte eine schwere Sturmflut die Hohe Düne getroffen. Gut 1,8 Kilometer von der heutigen Warnowmündung entfernt rissen die Naturgewalten einen Durchbruch in die Landschaft. „Die Folgen der Weihnachtssturmflut haben die Hansestadt damals über mindestens 20 Jahre beschäftigt“, sagt Martin Siegel. Seit Jahren erforscht der 42-Jährige die Rostocker Hafen- und Küstengeschichte – zusammen mit seinen Mitstreitern der Gesellschaft für Schiffsarchäologie (GfS), am Grund der Warnemünder Bucht.
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Vor Hohe Düne hat die Gesellschaft für Schiffsarchäologie alte Küstenschutzanlagen und Schiffswracks aus dem Mittelalter entdeckt.

Vor Hohe Düne hat die Gesellschaft für Schiffsarchäologie alte Küstenschutzanlagen und Schiffswracks aus dem Mittelalter entdeckt. Quelle: Martin Siegel

Fraunhofer-Unterwasserroboter lüftet Geheimnisse im »Süßen See«
Quelle: Arch. Online vom 11.01.2018 (Fraunhofer IOSB-AST / AB)

Der Süße See in Sachsen-Anhalt ist eine echte Schatzkiste für Unterwasserarchäologen. Detaillierte 3D-Karten, die mit Hilfe eines High-Tech-Unterwasserfahrzeugs des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB-AST) erstellt wurden, zeigen nun neben zahlreichen historischen
Artefakten deutlich die Strukturen eines bronzezeitlichen Hügelgrabes.

Nur knapp 40 Kilometer entfernt vom Fundort der rund 4000 Jahre alten und weltweit bekannten »Himmelsscheibe von Nebra« unterstützen Ingenieure des Fraunhofer IOSB-AST derzeit die Arbeit des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Erstmals kam dazu Ende 2018 ein hochmodernes ROV (Remotely Operated Underwater Vehicle) der Tortuga-Familie zum Einsatz. ……
….Das ROV erstellt hochauflösende Videos und Sonardaten von Objekten und Strukturen, die selbst erfahrenen Sporttauchern in dem trüben Gewässer verborgen bleiben können. So konnte erstmals eine hochauflösende 3D-Karte verschiedener Objekte erstellt werden. Und erst mit diesem Datenschatz offenbart er seine letzten Geheimnisse: Ein imposantes Hügelgrab aus der Zeit 1400 v.Chr. befindet sich inmitten des Sees. Dieses war bereits im April 2018 bei einer Kartierung des gesamten Seebodens durch die Firma Atlas Elektronik Bremen entdeckt worden und weckte das Interesse der Archäologen. …
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3D-Bild Süßer See

Deutlich sind im 3D-Bild die Umrisse des bronzezeitlichen Hügelgrabes zu erkennen.
Bild: Fraunhofer IOSB-AST

Sturm spült Wrack von altem Handelsschiff vor Rügen frei
Quelle: SVZ.de vom 15.01.2019 (Martina Rathke)

Der Sturm der vergangenen Tage hat an der Küste der Insel Rügen ein altes Wrack freigelegt. Bei den beiden Stürmen im Januar habe der Strand vor Glowe bis zu einem Meter an Höhe verloren, sagte der Vorsitzende des Tourismusvereins Glowe, Dieter Thomas.

Der Sturm der vergangenen Tage hat an der Küste der Insel Rügen ein altes Wrack freigelegt. Dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege zufolge handelt es sich bei dem bei Glowe gestrandeten Wrack um ein Handelsschiff aus dem 18. Jahrhundert, das offenbar in den Niederlanden gebaut wurde. Darauf deuteten die Konstruktionsmerkmale des Schiffes, sagte Landesarchäologe Detlef Jantzen am Dienstag.
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https://img.svz.de/img/incoming/crop22268312/2545128676-cv16_9-h495-o/23-104718373.jpg

Foto: Stefan Sauer

Taucher lösen Rätsel um versenktes Schiff
Quelle: SVZ.de vom 15.01.2019

Rostocker flickten mit der Schute einen Sturmflut-Durchbruch der Hohen Düne kurz vor Weihnachten 1459.

Hohe Düne -
Vor rund 500 Jahren reichte das heutige Hohe Düne rund 200 Meter weiter in die Ostsee. Das belegen ein Schiffswrack und ein Bollwerk, die Taucher der Gesellschaft für Schiffsarchäologie rund 1,8 Kilometer östlich der Hafeneinfahrt entdeckt haben. Ihren Fund aus dem Jahr 2013 besuchen sie auch weiterhin regelmäßig, erklärt Vorsitzender Martin Siegel: "Proben datieren das Schiff in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts, das dahinter liegende Bollwerk in die 1450er- bis 1480er-Jahre."

Tauchgänge zu dem Wrack in fünf Metern Tiefe im vergangenen Sommer brachten zutage, dass die mittelalterliche Schute mit Steinen beladen und offenbar absichtlich versenkt wurde. Warum, haben die Nachforschungen von Siegel und seinem Team in historischen Akten ergeben. Demnach dienten Schiff und Bollwerk aus Pfählen, Sträuchern, Steinen und anderen schnell herbeigeschafften Materialien dazu, einen Bruch der Hohen Düne zu flicken, den eine Sturmflut kurz vor Weihnachten 1459 verursacht hatte.
Hinweis: Artikel nur nach kostenloser Registrierung lesbar


Bei ihren Tauchgängen dokumentieren die Mitglieder der Gesellschaft für Schiffsarchäologie unter anderem den Bugbereich des Schiffswracks aus dem 15. Jahrhundert, das vor Hohe Düne entdeckt wurde. Foto: Martin Siegel

Foto Martin Siegel

 


4c. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus aller Welt...

Hier finden Sie eine Übersicht über archäologische Artikel in der Zeitung „the guardian“

(10.01.2019) Easter Island statues: mystery behind their location revealed

 

Schrein für den Ahnenkult aus der frühen 18. Dynastie in Edfu entdeckt
Quelle: Selket´s Blog vom 28.12.2019 (Selket)

Das Tell Edfu Projekt des Oriental Institutes von der Universität in Chicago hat bei Ausgrabungen einige sehr wichtige und außergewöhnliche Funde in Edfu gemacht. In einem Wohnviertel der frühen 18. Dynastie stießen sie auf ein 400 qm großes Wohngebäude, das in die Zeit der frühen Thutmosiden (ca. 1500-1450 v. Chr.) datiert werden konnte.

Das Haus besteht aus mehreren Säulenräumen. Der größte Hauptraum ist 10x8m groß und wurde gestützt von sechs Säulen. In einer Ecke befindet sich ein gut erhaltener Hausschrein, der für den Ahnenkult genutzt wurde. Verschiedene Elemente für den Kult, wie eine kleine Feuerstelle, ein Opfertisch mit einem sehr seltenen Exemplar einer Ahnenbüste und eine Statue von einem sitzenden Schreiber wurden dort entdeckt.
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https://blog.selket.de/wp-content/uploads/2018/12/edfu-villa-frauenbueste.jpg

Bild: Tell Edfu Projekt

Private Taucher plündern versunkene Schätze vor der Küste Albaniens
Quelle: der Standard vom 31.12.2018 (APA)

Plünderer haben bei Schiffswracks leichtes Spiel

Vlora
– Lange waren Albaniens Küstengewässer kaum erforscht – nun sind sie ein Hotspot für Schatzsucher auf der Jagd nach versunkenen Schiffen. Unter kommunistischer Herrschaft war die 450 Kilometer lange Küste nur Archäologen und Soldaten zugänglich. Doch heute stehen die Gewässer jedem offen, eine Überwachung kann der arme Balkanstaat kaum finanzieren. Davon werden neben Archäologen auch Plünderer angelockt, die ihre Funde auf dem Kunst- und Metallmarkt lukrativ verhökern. Der albanische Archäologe und Kunsthistoriker Neritan Ceka erinnert sich an seine Tauchgänge Anfang der 1980er Jahre: "Ich sah außergewöhnlichen Reichtum, Amphoren, Keramik, archäologische Objekte."
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Blutiger Kult: Gottheit in Mexiko wurde mit Häutungen geehrt
Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 03.01.2019 (Markus Brauer/dpa)

Die Priester der Gottheit Xipe Tótec trugen die Häute der Opfer bei ihren Ritualen wie Kleidung. Jetzt haben Archäologen im Zentrum von Mexiko erstmals einen Tempel dieser präkolumbianische Gottheit entdeckt.

Puebla - Wissenschaftler haben im Zentrum von Mexiko erstmals einen Tempel der aztekischen Gottheit Xipe Tótec (Unser gehäuteter Herr) entdeckt. Die Forscher fanden in der Ruinenstadt Ndachjian-Tehuacán im Bundesstaat Puebla unter anderem zwei Opferaltäre, zwei Schädelskulpturen und eine Statue, wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte am Mittwoch mitteilte.
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Xipe Tótec war der Vegetationsgott der Azteken. Dargestellt wird Xipe Tótec mit roter Körperbemalung und mit einer Menschenhaut. Foto: AP

Xipe Tótec war der Vegetationsgott der Azteken. Dargestellt wird Xipe Tótec mit roter Körperbemalung und mit einer Menschenhaut.

Massenmigration und Konflikte Klimawandel soll ersten Staat zerstört haben
Quelle: ntv.de vom 07.01.2019 (n-tv.de, Stefan Parsch, dpa)

Vor mehr als 4000 Jahren entsteht im Nahen Osten der erste große Staat der Menschheitsgeschichte. Doch nach kurzer Zeit verschwindet das Reich von Akkad wieder. Forscher vermuten dramatische Klimaveränderungen als Ursache.

Klimaveränderungen besiegelten einer Studie zufolge das Ende des ersten Flächenstaats der Menschheitsgeschichte, des Reiches von Akkad. Als das mesopotamische Reich vor mehr als 4000 Jahren rasch zerfiel, herrschte eine große Dürre, wie eine Forschergruppe um Stacy Carolin von der Universität Oxford in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS") berichtet. Ein Zusammenhang zwischen dem Untergang des Staates und gleichzeitigen Klimaveränderungen wird seit Längerem vermutet, ist aber umstritten.
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https://apps-cloud.n-tv.de/img/20799951-1546861502000/16-9/1564/Victory-stele-of-Naram-Sin-9068.jpg

Die Naram-Sin-Stele - auf ihr wird der akkadische König Naram-Sin verherrlicht.
Rama, CC BY-SA 2.0

 

Ein spätrömischer Kamelknochen im Spiegelhof
Quelle: Archäologie Online vom 10.01.2019 (Kantonsarchäologie Basel-Stadt / AB)

Kurz vor Abschluss der Grabung im Spiegelhof entdeckte die Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt in den spätantiken Schichten die Reste eines Kamelunterkiefers. Bereits beim Bau des Spiegelhofs vor 80 Jahren wurde ein Kieferfragment eines Kamels gefunden. Der Vergleich der Funde zeigt, dass die Kieferfragmente zusammenpassen. Wie genau das Kamel in spätrömischer Zeit nach Basel kam, ob als Reittier in der römischen Armee oder als Lasttier, ist unklar.

Funde von Kamel- und Dromedarknochen sind selten in der Schweiz. Bislang gibt es nur drei weitere Funde aus römischer Zeit, die die Anwesenheit von Kamelen und Dromedaren bestätigen. Zwei davon stammen aus Vindonissa und einer aus Augusta Raurica. Von diesen Orten sind auch Öllämpchen und Münzen bekannt, auf denen diese Tiere abgebildet sind.
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Unterkiefer eines Kamels aus Basel

Die Teile des Kamelunterkiefers – gefunden mit 80 Jahren Abstand – passen aneinander. Das hellere Stück in der Mitte stammt aus der Altgrabung. Foto: Philippe Saurbeck, Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt.

Steinzeitliche Höhlenmalereien stellen Forscher vor Rätsel
Quelle: der Standard vom 11.01.2019 (Alois Pumhösel)

Die Malereien in der russischen Schulgan-Tasch-Höhle werfen Fragen auf. Innsbrucker Geologen brachten ein wenig Licht ins Dunkel

Als Alexander Ryumin 1959 vermeldete, was er in einer Höhle tief unter den Gipfeln des südlichen Uralgebirges gefunden hatte, glaubte man ihm nicht: Paläolithische Höhlenmalereien wollte er gesehen haben, hier, fast 4000 Kilometer östlich von jenen Orten der "frankokantabrischen Höhlenkunst" im heutigen Frankreich und Spanien, wo so gut wie alle bekannten Fundstellen lagen. Es erschien unmöglich.

Doch die Archäologen aus Moskau, die den Fund in der Schulgan-Tasch-Höhle in Baschkortostan, heute eine Teilrepublik Russlands, begutachteten, bestätigten Ryumins Entdeckung: Es fanden sich nicht nur steinzeitliche Tierzeichnungen, sondern auch Dreiecke, Trapeze und andere Formen. Ab den 1960ern wurde dieser "östliche Ausreißer" der Höhlenkunst, der gerade noch dem europäischen Kontinent zurechenbar ist, systematisch erforscht.
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https://images.derstandard.at/img/2019/01/09/2017-09-25Shulgan-Tash-PaintingRecognition-R.Shone-001.jpg?tc=2000&s=914cc0d6

foto: robbie shone
Die rund 18.000 Jahre alten Malereien in der Schulgan-Tasch-Höhle in der russischen Teilrepublik Baschkortostan gelten als östlicher "Ausreißer" altsteinzeitlicher Höhlenkunst

Weiteres Mysterium um Statuen der Osterinsel womöglich gelöst
Quelle: der Standard vom 12.01.2019 (Klaus Taschwer)

Die Wahl der Standorte für die Plattformen dürfte handfesten Grund gehabt haben, behaupten US-Forscher

Eugene/Wien
– Die riesigen Steinfiguren auf Rapa Nui, wie die Osterinsel in der Sprache ihrer Ureinwohner heißt, faszinieren Forscher und Entdecker seit Jahrhunderten. Für die Megalithe, die im Original Moai genannt werden, gibt es mehr oder weniger beliebig über die Insel verteilte Plattformen namens Ahu, die vermutlich als rituelle Zeremonienstätten genützt wurden.

Rund um die riesigen Steinfiguren und die Plattformen gibt es zahllose Geheimnisse, die in den letzten Jahren nach und nach von Archäologen gelüftet werden konnten. So konnte man unter anderem experimentell rekonstruieren, dass die tonnenschweren Statuen wahrscheinlich in einer Art "Wackelgang" transportiert wurden.
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https://images.derstandard.at/img/2019/01/11/Osterinsel.jpg?tc=e494&s=a468f2e2

Auf Rapa Nui standen früher vermutlich einmal rund 1000 solcher steinernen Figuren namens Moai. Warum sie an welchen Stellen errichtet wurden, könnte nun geklärt worden sein.

Zwei römische Gräber in der Dachla-Oase entdeckt
Quelle: Selket´s Blog vom 15.01.2019 (Selket)

In der Dachla-Oase haben ägyptische Archäologen zwei neue Gräber aus der römischen Epoche entdeckt. Beide Gräber in der Region von Mut/Bir esch-Schaghala sind mit farbenprächtigen Malereien verziert.

Das erste Grab ist aus Sandstein erbaut. Eine 20-stufigen Steintreppe führt hinunter zum Eingang des Grabes und seiner Haupthalle, die sich von Ost nach West erstreckt.

Dr. Mostafa Waziri, Generalsekretär der Altertümer Verwaltung erklärt, dass die Halle aus Lehmziegeln erbaut wurde. An der nördlichen Mauer wurden die Eingänge von zwei Grabkammern entdeckt. Dort lagen in zwei weiteren Nebenkammern menschliche Skelette, Tonlampen und Tontöpfe.

Das zweite Grab liegt östlich des ersten Grabes, so Dr. Ayman Ashmawy, Leiter des Antikensektors. Es ist aus Lehmziegeln erbaut und zeigt in einem farbigen Bild die Mumifizierung des Verstorbenen.
Seit 2002 graben ägyptische Archäologen an dieser Stelle. Bisher fanden sie mehr als 10 unvollendete Sandsteingräber aus der griechischen Zeit.


https://blog.selket.de/wp-content/uploads/2019/01/dachla-oase-roemisches-grab.jpg

Bild: Antikenministerium Ägypten

Archäologen auf der Spur einer über 3.000 Jahre alten südamerikanischen Kultur
Quelle: der Standard vom 16.01.2019 (red)

Die jungsteinzeitliche Machalilla-Kultur ist bislang noch kaum erforscht

Berlin – Von den Zivilisationen, die es in Südamerika vor der Zeit der Inka gab, sind nur die wenigsten jedem ein Begriff. Die Nazca-Kultur ist aufgrund der berühmten Scharrbilder, die sie hinterlassen hat, allgemein bekannt. Manche kennen vielleicht auch noch die Moche- und die Chachapoya-Kultur, doch es gibt noch viele mehr – und wesentlich ältere.

Eine davon haben nun deutsche Forscher genauer zu untersuchen begonnen, wie das Deutsche Archäologische Institut (DAI) berichtet. Die bisher kaum erforschte Machalilla-Kultur, benannt nach einer Region im Nordwesten Ecuadors, existierte von etwa 1.400 bis 800 vor unserer Zeitrechnung. Sie breitete sich entlang der Küste Ecuadors aus und hatte Beziehungen bis ins Hochland und an die nordperuanische Küste.
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https://images.derstandard.at/img/2019/01/09/fundort.jpg?tc=2000&s=39a5c204

foto: heiko prümers, dai Drohnenaufnahme des Fundorts Ma-Lan an der Küste Ecuadors.

Große Umwälzungen: Was geschah vor 4.000 Jahren am Ural
Quelle: der Standard vom 22. 01.2019 (red)

Forscher wollen herausfinden, was am Rand der Eurasischen Steppe am Übergang zur Eisenzeit zu umfassenden kulturellen Veränderungen geführt hat

Frühere Funde haben gezeigt, dass die Grenzregion zwischen Europa und Asien am nördlichen Rand der Eurasischen Steppe vor Jahrtausenden eine einzigartige Kulturlandschaft darstellte. Denkmäler der Bronze- und Eisenzeit wie Grabhügel, sogenannte "Kurgane" und Siedlungen lassen vermuten, dass sich im südlichen Trans-Ural ein Zentrum wirtschaftlicher Entwicklung und soziokultureller Prozesse befand, die bereits im dritten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung einsetzten.

Nach dem Niedergang dieser befestigten Siedlungen veränderte sich die Wohnstruktur allerdings, es entstanden gleichsam offene Siedlungen mit Reihenhausbauten ohne Befestigungsanlagen. Russische Forschungen datieren diese Siedlungen in die Mitte des 2. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung, also in die späte Bronzezeit. Was zu diesen großen Veränderungen in der Lebensweise der dortigen Menschen geführt haben könnte, ist noch immer weitgehend unklar.
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https://images.derstandard.at/img/2019/01/15/grab.jpg?tc=2000&s=ace470f5

Trans-Ural, Neplujevka, späte Bronzezeit: Bestattung eines jugendlichen Individuums in dem großen Kurgan.
foto: ural-projekt, gu

 

 

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