Newsletter Januar 2019


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Inhalt:
1. Veranstaltungen des Landesmuseums
2. Veranstaltungen des Nds. Landesvereins für Urgeschichte
3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen
4. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet,
gegliedert nach Niedersachsen, Deutschland und aus aller Welt...


1. Veranstaltungen des Landesmuseums
- Änderungen vorbehalten -

Sonderausstellungen

vom 28.09.2018 bis 24.02.2019
max slevogt, eine retrospektive zum 150. Geburtstag

Ferienprogramm:

Do., 03.01.2019 von 10:00 bis 13:00 Uhr
Geschichte geht durch den Magen Gab es in der Steinzeit schon Süßigkeiten? Und wovon ernährten sich die Urmenschen überhaupt? Schmeckte das? Findet es heraus!
Für Kinder ab 8 Jahren, mit Anmeldung | Pausensnack mitbringen
Kosten: Museumseintritt + 2,50 €


2. Veranstaltungen des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte
Änderungen vorbehalten - 

Vorträge in Kooperation mit der Ethnologischen Gesellschaft
Vorträge sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten

Die., 08.01.2019 von 18:30 bis ca. 20:30 Uhr
Reiche werden arm und dadurch reich. Der Potlatch bei Indianern der Nordwestküste
Vortragender:
Prof. Dr. Christoph Antweiler, Bonn

Vorschau:
Do., 14.02.2019 von 18:30 bis 20:30 Uhr
Gewichtssysteme und Handelsnetzwerke im östlichen Mittelmeerraum
Vortragender: Prof. Dr. Lorenz Rahmstorf (Georg-August-Universität Göttingen)

Do., 28.02.2019 von
19:30 (!!) bis 21:30 Uhr
Wie reich ein Bauer auch wär, er sollte die Ritterschaft meiden! – Wer arm war und wer war reich im Mittelalter?
Vortragender: Dr. Markus Blaich (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege)

Lesungen im PraeHistorischen Salon
Eintritt: 8 € / ermäßigt: 4 €, (Mitglieder der Veranstaltervereine frei)

Mi. 16.01.2019 von 19:30 bis 21.00 Uhr im Landesmuseum Hannover
3 Klassiker des Historischen Romans über die Neandertaler:
Jean Auel, »Ayla und der Clan des Bären«,
Bjorn Kurtén, »Der Tanz des Tigers«
und
William Golding, »Die Erben«

Eine Gesprächsrunde mit
Eckhard Wähler  (Historischer Verein für Niedersachsen),
Dr. Stephan Veil  (Nds. Landesverein für Urgeschichte) und 
Prof. Dr. T. Junker (Universität Tuebingen)
Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier…

Vorschau:
Mi. 20.02.2019 von 19:30 bis 21.00 Uhr im Landesmuseum Hannover
2 Klassiker des Historischen Romans über das alte Ägypten:
Mika Waltari, »Sinuhe der Ägypter« und
Boleslaw Prus, »Pharao«  
Podiumslesung und Gesprächsrunde mit
Dr. Joachim Döring  (Nds. Landesverein  für Urgeschichte),
Oliver Gauert, M.A. (Roemer- und Pelizaeus-Museum,  Hildesheim) und
Dr. Christian E. Loeben (Museum August Kestner, Hannover)

Archäologischer Kinderclub

Do., 10.01 und 24.01.2019 von 16:30 bis 18:30 Uhr
Forschen, was das Zeug hält, Salve im archäologischen Kinderclub!
Ein Sprichwort sagt, dass alle Wege nach Rom führen. Doch die Wege der Römer führten auch zu uns.
Leitung: Stefanie Abraham,  Brigitte von Wintzingerode
Für Kinder ab 8 Jahren
Mit Anmeldung, Kostenlos

 


3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen


Vorträge der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover (NGH)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

Vorträge der Ethnologischen Gesellschaft Hannover e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 ArchAN, Archäologischer Arbeitskreis Niedersachsen e.V.
Hier haben Sie Zugang zum Terminkalender des ARCHAN...

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege und Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen des Landesamtes......
Hier kommen Sie auf die Seite der Gesellschaft für Denkmalpflege....

Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V. (FAN)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019... 

Veranstaltungen der Freunde für Archäologie im Braunschweiger Land (FABL)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019....

Paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere
Hier finden Sie Hinweise auf die Vortragsreihe in 2019...

Archäologischen Gesellschaften in Sachsen-Anhalt (AGISA)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 


4a. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Niedersachsen...

Hermann Speckmann vermutet Sensation
Rätselhafte Rillen: Bezug zu Schamanenkult?

Quelle: MK, Kreiszeitung vom 03.12.2018 (Jürgen Bohlken)

Reckum - Ein Stein des Großsteingrabes in Reckum passt nicht zu den anderen. Auffällige Rillen auf der Oberfläche weckten im Juli 2017 das Interesse des Heimatforschers Hermann Speckmann aus Ganderkesee. Seine Frau hatte ihn darauf hingewiesen.

Dass die Einritzung von einem Grubber herrührt, darf wohl inzwischen als widerlegt gelten. Nach Überzeugung Speckmanns sowie des Archäologen Dr. Stephan Veil stammt sie von Menschenhand – und mit hoher Wahrscheinlichkeit aus prähistorischer Zeit. Steckt ein Ritus dahinter? Oder gar Schamanenkult? Sollte sich diese Theorie bewahrheiten, käme das einer Sensation gleich.

Ähnliche Rillen wie in jenem Exemplar, das unter den Reckumer Steinen wie ein Fremdkörper wirkt, kannte Speckmann von Darstellungen einer Dolmengöttin – eines Wesens, von dem die Menschen einst annahmen, dass es im Grab hause und für das Wohl der Hofgemeinschaft (Sippe) verantwortlich sei.

Nach einer komplexen archäologischen Untersuchung, initiiert von Dr. Stephan Veil, ehemals Kurator für Archäologie am Landesmuseum Hannover, kamen Veil, der ehrenamtliche Felsbildforscher Jürgen Schmitz-Reinthal und Bezirksarchäologin Jana Esther Fries in einer Publikation in Ausgabe 118 des Oldenburger Jahrbuches zu dem Schluss, dass der Stein ursprünglich nicht zum Großsteingrab gehörte. Vielmehr hätten ihn vermutlich Arbeiter im Zuge von Straßenasphaltierungsarbeiten dort abgelegt.
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Weiterer Artikel:
Heimatforscher untersucht Findling: Rillen geben Rätsel auf
Quelle: Delmenhorster Kurier vom 05.12.2018 (Jochen Brünner)


Heimatforscher aus Ganderkesee: Hermann Speckmann. - Foto: bor

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eimatforscher aus Ganderkesee: Hermann Speckmann. © Bornholt Dass die Rillen des Reckumer Ritzsteins von einem Grubber herrühren könnten, hat sich im Verlauf eines Experimentes nicht bestätigt. - Fotos: Speckmann

Dass die Rillen des Reckumer Ritzsteins von einem Grubber herrühren könnten, hat sich im Verlauf eines Experimentes nicht bestätigt. © Speckmann

 

Untersuchungen der Düsselburg:
Neueste Erkenntnisse über Rehburgs älteste Besiedlung

Quelle: MK, Kreiszeitung vom 06.12.2018 (ade)

Rehburg - Mehr als 100 Jahre hat sich niemand ernsthaft für die Überreste der Düsselburg bei Rehburg interessiert. Nun haben einige Archäologen die ehemalige Ringwallanlage etwas genauer unter die Lupe genommen.

Rehburgs Düsselburger Straße immer geradeaus fahren, das Ortsausgangsschild um einiges hinter sich und sich nicht beirren lassen – dann folgt irgendwann ein Hinweisschild zur Ringwallanlage Düsselburg. 800 Meter sind es noch, bis vor einem Straßenknick der Blick auf zwei steinerne Tische, einige Bänke und eine verwitterte Hinweistafel fällt. Die Düsselburg soll dort einmal gestanden haben? Dort, wo eine Weide nun für Pferde abgezäunt ist?
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Froh über neue Erkenntnisse zur Düsselburg (v.l.): Fritz Mackeben, Tobias Scholz, Jens Berthold und Ronald Reimann. - Fotos: ade
Froh über neue Erkenntnisse zur Düsselburg (v.l.): Fritz Mackeben, Tobias Scholz, Jens Berthold und Ronald Reimann

 


4b. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Deutschland...

Jungsteinzeitliches Grab mit sechs Skeletten gefunden
Quelle: der Standard vom 05.12.2018 (APA, red)

Archäologen stoßen auf Überreste der Menschen, die vor 5.000 Jahren im heutigen Hessen lebten

Hanau – In der hessischen Stadt Hanau ist bei Bauarbeiten für ein neues Wohngebiet ein jungsteinzeitliches Grab freigelegt worden (Bilder und ein Video finden aus „hessenschau.de vom 04.12.2018“ finden Sie hier). Ungewöhnlich an dem Grab sei, dass darin gleich sechs Menschen – darunter auch eine Frau mit zwei Kleinkindern – bestattet worden seien, berichtet Sascha Piffko, Leiter der zuständigen Grabungsfirma.

Zwei Schädel seien so dicht beieinander, dass sich die Gebisse berührten: "Das sieht aus, als ob sie sich küssen", sagt Piffko. Die an den Grabungen beteiligten Archäologen und Anthropologen wollen vorschnelle Interpretationen allerdings vermeiden. Ob es sich bei den sechs zusammen bestatteten Menschen um eine Familie handelte, könne man nicht sagen. Ein solches Gemeinschaftsgrab sei für die damalige Zeit jedenfalls ungewöhnlich.
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Ausgrabungen Hanau Gräber
Der spektakulärste Fund ist ein Grab, in dem sechs Menschen gemeinsam beerdigt wurden. Bild: Aus Hess:  © Sascha Piffko - Archäologische Untersuchungen
(aus „hessenschau.de vom 04.12.2018“)


Neandertaler-Gene beeinflussen Gehirnentwicklung heute lebender Menschen
Quelle: Max-Planck-Ges. vom 13.12.2018 (PG/SJ)

DNA-Fragmente vom Neandertaler im Erbgut des Homo sapiens geben Aufschluss über die Evolution des Gehirns

Ein typisches Merkmal des modernen Menschen ist die ungewöhnlich runde Kopfform, die uns von länglichen Schädeln anderer Menschenarten unterscheidet. Ein Forscherteam am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen, Niederlande, und am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig hat Daten von fossilen Schädeln, Gehirnscans und genetische Daten miteinander kombiniert und dabei Gene entdeckt, die Einfluss auf die runde Schädelform heutiger Menschen haben.
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in Merkmal, das den modernen Menschen (rechts) vom Neandertaler (links) unterscheidet, ist die rundliche Gestalt…© CC BY-NC-ND 4.0 (Bild: Philipp Gunz)

 

Spektakuläre Funde bei archäologischen Grabungen
Quelle: Thüringer Allgemeine vom 13.12.2018 (Susan Voigt)

Bei archäologischen Untersuchungen entlang der geplanten Trasse der Ortumfahrungen B 247 gab es spektakuläre Funde.

Reiser. In der Nähe von Großengottern, Reiser und Kallmerode im Eichsfeld wurden jeweils archäologische Untersuchungen entlang der geplanten Trasse der Ortumfahrungen B 247 durchgeführt.

Die Ergebnisse der Grabungen aus dem Jahr 2018 wurden am Donnerstagvormittag in Reiser vorgestellt.

Die Grabungsstätte bei Großengottern brachte vor allem Funde aus der späten Bronzezeit, etwa 1200 bis 600 vor Christus, hervor. Ein besonderer Teil des Fundes ist eine Sammlung von Sichelklingen und Armreifen aus Bronze, die vermutlich in einem nicht mehr erhaltenden Behältnis oder Beutel vergraben wurden. „Das wurde in voller Absicht dort niedergelegt“, sagt Christian Tannhäuser vom Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie. Der Grund dafür sei allerdings nicht bekannt. „Sie könnten in Kriegszeiten versteckt worden sein oder es handelte sich um Opfergaben für die Götter“, so Tannhäuser.
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Einige Fundstücke der Ausgrabungen zwischen Ammern und Reiser. Foto: Daniel Volkmann

Einige Fundstücke der Ausgrabungen zwischen Ammern und Reiser. Foto: Daniel Volkmann

Attentat vor 3846 Jahren: Forscher enträtseln ältesten Fürstenmord der Welt
Quelle: ntv.de vom 18.12.2018 (Thomas Schöne, dpa)

Anfang des 20. Jahrhunderts entdecken Heimatforscher in Sachsen-Anhalt das prachtvolle Grab des sogenannten Fürsten von Helmsdorf. Doch wie ist der bronzezeitliche Herrscher gestorben? Eine Forschergruppe hat das Geheimnis nun gelüftet.

Die Knochen des Herrschers aus dem Grabhügel von Helmsdorf in Sachsen-Anhalt liegen fein säuberlich auf einem schwarzen Tuch ausgebreitet. Nach 3846 Jahren bestätigt der Rechtsmediziner Frank Ramsthaler: "Es war Mord". Der Herrscher ist in der Epoche der Himmelsscheibe von Nebra einem Attentat zum Opfer gefallen. War es eine Intrige? Ein Thronraub? "Die umfangreichen Forschungsergebnisse werden in der ersten Jahreshälfte 2019 veröffentlicht", sagt Landesarchäologe Harald Meller.
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Rechtsmediziner Frank Ramsthaler demonstriert einen Dolchstoß, dessen Verletzungen jetzt an den sterblichen Überresten des Fürsten von Helmsdorf nachgewiesen wurden. picture alliance/dpa

 

 


4c. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus aller Welt...

Hier finden Sie eine Übersicht über archäologische Artikel in der Zeitung „the guardian“
(23.12.2018) Archaeologists find remains of horses in ancient Pompeii stable
(16.12.2018) Egypt: 4,400-year-old tomb of high priest discovered – a video report
(11.12.2018) Forgotten statue kept in a margarine tub is 2,000-year-old treasure
(06.12.2018) Ancient platform 'damaged' during Stonehenge tunnel work
(27.11.2018) Burial sites from 5th and 6th centuries yield unexpected treasures
(23.11.2018) Ornate gold helmet from Staffordshire hoard recreated

 

Faustkeile überraschend später Herkunft auf der arabischen Halbinsel entdeckt
Quelle: Max-Planck-Inst. für Menschheitsgesch. vom 29.11.2018 (Scientific Reports; Eleanor M.L. Scerri et al.)

Zum ersten Mal konnten auf der arabischen Halbinsel gefundene Steinwerkzeuge sicher datiert werden: Sie sind weniger als 190 000 Jahre alt und wurden möglicherweise bis zur Ankunft des Homo sapiens in der Region hergestellt.

Bereits vor mehr als 1,5 Millionen Jahren begannen frühe Menschen damit, Faustkeile herzustellen. Die durch das Vorkommen von Faustkeilen definierte archäologische Kultur wird als Acheuléen bezeichnet und beschreibt die am längsten währende Tradition der Werkzeugherstellung in der Menschheitsgeschichte. Neue Forschungen unter Leitung des Jenaer Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte und der Saudischen Kommission für Tourismus und Nationales Erbe zeigen, dass diese Kultur auf der Arabischen Halbinsel noch vor weniger als 190 000 Jahren gegenwärtig war. Demnach endete das arabische Acheuléen erst kurz vor oder zeitgleich mit der Ankunft des Homo sapiens in der Region. Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Scientific Reports.
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Archäologische Ausgrabungen an der Grabungsstätte Saffaqah in Saudi Arabien.

Archäologische Ausgrabungen an der Grabungsstätte Saffaqah in Saudi Arabien. Paleodeserts

 

9.000 Jahre alte Steinmaske im Westjordanland entdeckt
Quelle: der Standard vom 28.11.2018

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Tel Aviv – Israelische Archäologen können von einem spektakulären Fund berichten – und er war nicht das Ergebnis gezielter Grabungen. Ein israelischer Siedler war es, der per Zufall bei einem Spaziergang auf ein Artefakt aus der Jungsteinzeit stieß. Es handelt sich um eine steinerne Maske, die nach ersten Schätzungen der israelischen Altertümerbehörde etwa 9.000 Jahre alt sein dürfte.

Ronit Lupu, Expertin einer Spezialeinheit zur Prävention von Raubgrabungen, sprach von einem fantastischen Fund. Weltweit wurden laut der Behörde erst 15 jungsteinzeitliche Masken entdeckt. Artefakte wie dieses seien typisch für die Periode des fundamentalen Wandels, der sich damals vollzog: dem Übergang von Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften zu Landwirtschaft betreibenden Gesellschaften.
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foto: apa/afp/gali tibbon


Muss Menscheitsgeschichte umgeschrieben werden? 2,4 Millionen Jahre altes Werkzeug in Nordafrika gefunden
Quelle: Focus Online vom 30.11.2018 (pcl/AFP)

Archäologen haben in Algerien Steinwerkzeuge und geschnittene Tierknochen gefunden, die bis zu 2,4 Millionen Jahre alt sein könnten. "Die neuen Funde machen Ain Boucherit zur ältesten Stelle in Nordafrika, mit Nachweisen menschlicher Fleischverwertung in Verbindung mit Steinwerkzeugen", heißt es in einem am Donnerstag im Magazin "Science" veröffentlichten Bericht.

Die Artefakte wurden in Sétif gefunden, etwa 300 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier. Die Werkzeuge sind den sogenannten Oldowan-Steinen ähnlich, die bisher hauptsächlich in Ostafrika gefunden wurden. Sie wurden neben dutzenden fossilen Tierknochen aus der Erde geborgen, die Schnittspuren aufwiesen.
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Dieses Werkzeug soll 2,4 Millionen Jahre alt sein

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ieses Werkzeug soll 2,4 Millionen Jahre alt sein

900 Jahre alter Goldohrring in Israel entdeckt
Quelle: shz.de vom 03.12.2018 (dpa)

Israelische Archäologen haben in Caesarea einen Schatz entdeckt. Die Münzen und der Goldohrring verweisen auf die Zeit der Kreuzfahrer.

Israelische Archäologen haben ein Bronzegefäß mit einem mutmaßlich rund 900 Jahre alten Goldohrring sowie Goldmünzen in der Küstenstadt Caesarea gefunden. Es handele sich um einen «seltenen und wichtigen Schatz», teilte die israelische Altertumsbehörde mit.

Die Münzen datierten auf das Ende des 11. Jahrhunderts. Dadurch sei es möglich, eine Verbindung zwischen dem Fund und der Eroberung der Stadt durch die Kreuzfahrer im Jahr 1101 zu ziehen.

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Israelische Archäologen haben einen 900 Jahre alten Goldohrring entdeckt. /Caesarea Entwicklungsgesellschaft

Israelische Archäologen haben einen 900 Jahre alten Goldohrring entdeckt /Caesarea Entwicklungs-gesellschaft; Foto: Yaniv Berman

Zwei bisher unbekannte Qumran-Höhlen entdeckt
Quelle: der Standard vom 09.12.2018 (tberg)

Die Grotten am Toten Meer dürften geplündert worden sein. Forscher finden aber Hinweise, dass sie früher Dokumente enthielten

1947 hat ein junger Beduinen-Hirte in einer Höhle nahe der Ruinenstätte Qumran im Westjordanland am Toten Meer durch Zufall antike Manuskripte in einem Tonkrug aufgestöbert. Nach dieser ersten sensationellen Entdeckung suchten Wissenschaftler und private Schatzsucher gleichermaßen nach weiteren antiken jüdischen Schriftzeugnissen, und zwar sehr erfolgreich.

Bis 1956 kamen aus zunächst elf Höhlen insgesamt rund 30.000 Fragmente von über 900 Schriftrollen aus Pergament, Papyrus und gegerbtem Leder ans Licht, darunter auch die ältesten bekannten Bibelhandschriften der Welt. Die frühesten davon stammt aus dem 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, die jüngste vom Ende des 1. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung.
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foto: casey l. olson, oren gutfeld/hebrew university
 
Wie schon in der 2017 entdeckten Höhle (im Bild) fanden sich auch in den nun untersuchten Qumran-Grotten 53b und 53c zahlreiche Tonscherben. Ob die ursprünglichen Behälter auch Schriftrollen enthielten, ist unklar

Die Pest könnte schon das neolithische Europa entvölkert haben
Quelle: der Standard vom 11.12.2018 (tberg)

Forscher wiesen Yersinia-pestis-Bakterien in rund 5.000 Jahre alten menschlichen Überresten im heutigen Schweden nach

Als im 14. Jahrhundert die Pest Europa heimsuchte, raffte die Seuche annähernd ein Drittel der Bevölkerung des Kontinents dahin. Mittlerweile weiß man, dass der dafür verantwortliche Erreger, Yersinia pestis, in dieser Region nicht das erste Mal derart radikal wütete. Bereits im sechsten und siebten Jahrhundert sorgte die Pest nicht nur im Mittelmeerraum für eine Pandemie, die annähernd apokalyptische Ausmaße annahm.

Aber auch diese sogenannte Justinianische Pest war offenbar nicht die erste Begegnung der europäischen Bevölkerung mit Yersinia pestis. Eine DNA-Studie vom November 2017 kam zu dem Schluss, dass der Erreger bereits am Übergang vom Neolithikum zur Bronzezeit in Europa präsent gewesen sein dürfte. Nun haben Forscher in den Gebeinen aus einer Grabstätte im heutigen Schweden eine Bestätigung dafür gefunden. Wie sich zeigte, hat eine genetisch sehr ursprüngliche Form des Bakteriums vor über 5.000 Jahren in Europa zahlreiche Todesopfer gefordert – womöglich sogar mit weitreichenden Folgen.
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https://images.derstandard.at/img/2018/12/07/schwedenknochen.jpg?tc=2000&s=ac470eee

foto: karl-göran sjögren / university of gothenburg

Die 4.900 Jahre alten Überreste einer etwa 20-jährigen Toten lassen vermuten, dass die neolithische Bevölkerung Europas von einer Pestepidemie heimgesucht worden ist

 

Sensationsfund in Ägypten:  Forscher entdecken 4400 Jahre altes Priestergrab
Quelle: SPIEGEL Online vom 15.12.2018 (mxw/AFP)

Das Grab soll außergewöhnlich gut erhalten und reich geschmückt sein: In Ägypten haben Forscher eine Tausende Jahre alte Ruhestätte entdeckt. Es handelt sich nicht um den ersten Sensationsfund in der Gegend.

Ägyptische Archäologen haben das Tausende Jahre alte Grabmal eines Priesters in der Pyramidenanlage Sakkara nahe Kairo entdeckt. Das Grab sei "außergewöhnlich gut erhalten, farbig, mit Skulpturen im Inneren", sagte Antikenminister Chaled al-Enani in Sakkara. Das Grabmal gehöre einem Hohepriester mit Namen "Wahtye" und sei mehr als 4400 Jahre alt, fügte er hinzu.
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Ausgrabungen in Ägypten: Der Wahtye-Fund von Sakkara

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ngsleiter Mustafa Abdo im Grab: Die Begräbnisstätte ist dem Antikenministerium zufolge mit Szenen dekoriert, die den königlichen Priester mit seiner Mutter, seiner Frau und anderen Familienmitgliedern zeigten

Die ersten Ackerbauern kamen über den Balkan nach Zentraleuropa
Quelle: der Standard vom 19.12.2018 (red, APA)

Österreichisches Wissenschaftlerteam entdeckte neuen neolithischen Fundort im Süden Serbiens.

Wien – Nach bisherigen Erkenntnissen ließen die ersten Menschen vor rund 11.000 Jahren im Nahen Osten ihr Jäger- und Sammlerdasein hinter sich, um erstmals Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Den Weg nach Europa fanden diese Kulturtechniken erst bedeutend später – wann das geschah, war allerdings lange Zeit weitgehend unklar. Immerhin ließen bisherige Funde darauf schließen, dass die ersten Bauern über die Balkanroute von der Ägäis nach Zentraleuropa vordrangen. Ein österreichisches Forschungsteam konnte nun diese Annahmen aufgrund aktueller Untersuchungen untermauern.
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Das Grabungsteam legte an dem neuen Fundplatz im Süden Serbiens unter anderem eine große Zahl an neolithischen Figurinen frei.

foto: öaw/felix ostmann
Das Grabungsteam legte an dem neuen Fundplatz im Süden Serbiens unter anderem eine große Zahl an neolithischen Figurinen frei

 

Tier trug wertvolles militärisches Zaumzeug: Sensationsfund bei Pompeji: Gehörte dieses Pferd einem General?
Quelle: FOCUS Online vom 24.12.2018

Archäologen haben nahe der antiken Stadt Pompeji bei Neapel die Überreste eines Rassepferdes ausgegraben. Das Tier habe wertvolles militärisches Zaumzeug getragen, erklärte der Direktor der Ausgrabungsstätte, Massimo Osanna, auf Instagram.

Das Pferd habe wahrscheinlich einem hochrangigen Militäroffizier, vielleicht einem General gehört, der vor den Mauern von Pompeji in einem Landgut lebte, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Es sei das dritte Pferd, das in dem Stall des Anwesens entdeckt wurde, erklärte die Ausgrabungsstätte. Im Mai war es Archäologen dort gelungen, mit einem plastischen Gipsabdruck den kompletten Körper eines Pferdes nachzuformen. Dafür wurde der Hohlraum, den das Tier in dem erhärteten Gestein hinterlassen hat, mit Gips ausgefüllt.
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Archäologen finden Überreste von Pferd bei Pompeji

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in Archäologe untersucht die Überreste des Pferdeskeletts.

 

 

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