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Die Kunde 1


Newsletter Dezember 2019


Das „Newsletter-Team“ wünscht Ihnen schöne Feiertage
ein erfolgreiches, gesundes Jahr 2020!


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http://www.landesverein-urgeschichte.de/Newsletter/Archiv/na.php?showEntry=0&selectedYear=2019

Inhalt:
1. Veranstaltungen des Landesmuseums
2. Veranstaltungen des Nds. Landesvereins für Urgeschichte
3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen
4. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet,
gegliedert nach Niedersachsen, Deutschland und aus aller Welt...


1. Veranstaltungen des Landesmuseums
- Änderungen vorbehalten -

Sonderausstellungen

vom 27.09.2019 bis 23.02.2019
zeitenwende 1400
die goldene tafel als europäisches meisterwerk

Mehr Infos zur Ausstellung finden Sie im Quartalsheft oder auf der Homepage des Nds. Landesmuseums.

Workshop

So. 01.12. von 14:00 bis 16:00 Uhr
Wenn Knochen erzählen


Dr. Bettina Jungklaus
Für die ganze Familie mit Kindern ab 12 Jahren
Treffen im Museumsfoyer
Kosten: 10,00 €, Kinder 5,00 €

Führung

Fr. 20.12. von 15:30 bis 16:30 Uhr
Die Highlights der Archäologie
Für die ganze Familie,
Treffen im Museumsfoyer, Kostenlos


2. Veranstaltungen des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte
Änderungen vorbehalten - 

Vortrag aus der Reihe „Rohstoff & Ressourcen“

Do. 12.12., ab 18:30 Uhr
Tone, Steine und Metalle –  ihre Gewinnung und Verarbeitung als bedeutende Wirtschaftszweige während des Mittelalters in Niedersachsen

Der Vortrag aus der Reihe »Rohstoffe und Ressourcen« behandelt das Mittelalter in Niedersachsen. Aufgrund neuer Forschungsergebnisse führt der Redner in den Abbau und Handel verschiedener Rohstoffe ein und erklärt, wie daraus die Grundlagen für die Besonderheiten mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Wirtschaftssysteme entstehen.
Vortrag von Dr. Stefan Krabath, Niedersächsisches Institut für Historische Küstenforschung, Wilhelmshaven
Kostenlos, um Spenden wird gebeten


Vorankündigung:
Do. 09.01.2020, ab 18:30 Uhr
Der spätneolithische Tagebau „Lousberg“ in Aachen. Gewinnung, Verarbeitung und Verbreitung von Feuerstein.
Vortrag von Herrn Jürgen Weiner, Ehem. LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
Kostenlos, um Spenden wird gebeten

Archäologischer Kinderclub

Do., 05. und 19.12. von 16:30 bis 18:30 Uhr
Forschen, was das Zeug hält
Beim bunten Programm aus dem Bereich der Archäologie wird man selbst zum Forscher und entdeckt das Museum
Stefanie Abraham +  Brigitte von Wintzingerode

Für Kinder ab 8 Jahren
Mit Anmeldung
Kostenlos

Forum PraeHistorische Kunst

Mi. 04.12. von 16 bis 19 Uhr
Die Eiszeitkunst endete nicht am Rhein-Bilderhöhlen und Elfenbeinschnitzereien aus Osteuropa

Gastredner: Eudald Guillamet, Andorra
Leitung der Veranstaltung: Dr. Stephan Veil

Mit Anmeldung: Landesverein@gmx.de
Die Teilnahme ist kostenlos, um Spenden wird gebeten


3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen


Vorträge der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover (NGH)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

Vorträge der Ethnologischen Gesellschaft Hannover e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 ArchAN, Archäologischer Arbeitskreis Niedersachsen e.V.
Hier haben Sie Zugang zum Terminkalender des ARCHAN... 
Auf www.archan-nhb.de können Sie auch die aktuelle Sondengängerbroschüre 2019 herunterladen

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege und Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen des Landesamtes......
Hier kommen Sie auf die Seite der Gesellschaft für Denkmalpflege....

Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V. (FAN)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019... 

Veranstaltungen der Freunde für Archäologie im Braunschweiger Land (FABL)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019....

Paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere
Hier kommen Sie auf die Homepage...

Archäologischen Gesellschaften in Sachsen-Anhalt (AGISA)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

Archäologische Kommission für Niedersachsen 
Hinweis: Die Archäologische Kommission hat eine neue Homepage: www.ak-niedersachsen.de

 


4a. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Niedersachsen...

Sachsenhäger findet rund 4000 Jahre altes Beil aus der Bronzezeit
Quelle: Schaumburger Nachrichten vom 01.11.2019

Olaf Stolze ist Sondengänger: Er zieht über Felder auf der Suche nach etwas Besonderem - solche Funde sind aber selten. Jetzt hat der Sachsenhäger einen Volltreffer gelandet und ein wohl 4000 Jahre altes Beil entdeckt. Wie alt es genau ist, versucht der Kreisarchäologe Daniel Lau herauszufinden.

Wenn Olaf Stolze mit seinem Metalldetektor über die Felder streift, macht er sich eigentlich nur wenig Hoffnung, etwas wirklich Interessantes zu finden…
Weiterlesen nur nach Anmeldung (kostenpflichtig nach einem Monat)




Olaf Stolze zeigt seine Funde: Auf dem Papier in seiner Hand ist links der Beilkopf zu sehen, den er in Sachsenhagen gefunden hat. Wie das ganze Werkzeug ausgesehen haben könnte, zeigt der selbstgefertigte Nachbau.
Quelle: Thomas Rocho

 


4b. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Deutschland...

An der Elbe in Sachsen Hobby-Archäologe entdeckt 2500 Jahre alten Kelten-Schatz
Quelle: BILD vom 24.10.2019 (Jügen Helfricht)

Pirna Sonntag vor einem Jahr. Neugierig läuft Martin Wittig (40) über das 13 Hektar große Grabungsareal neben der Sachsenbrücke, wo in den nächsten Tagen der Kiesabbau startet. An einer von Archäologen unbeachteten Stelle – Tage vorher war hier ein Erdhaufen – blitzen ihn Scherben, ein Bronze-Gesicht und Perlen an.

Der Hobby-Bodendenkmalpfleger entdeckt 2500 Jahre alten Schmuck – vermutlich von einer Kelten-Fürstin! Die sofort alarmierten Archäologen sprechen heute vom Fund des Jahrhunderts.

Landesarchäologin Dr. Regina Smolnik (58): „Neben drei Gewandspangen und zwei Perlenketten wurde ein Kettencollier aus 700 Bronzeteilen gefunden, für das es in der keltischen Welt keine Parallele gibt.“
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Die drei Bronze-Gewandspangen (Fibeln) stammen aus der Zeit um 450 vor Christi. Die mittlere Fibel hat einen Menschen- und einen Wolfskopf
Foto: Dirk Sukow

Eine 15.000 Jahre alte Frauenfigur aus dem Ostalbkreis
Quelle: Arch. Online vom 24.10.2019 (Uni Tübingen / CS)

Archäologen der Universität Tübingen haben ein Fundstück aus der Gemeinde Waldstetten im Ostalbkreis als 15.000 Jahre altes Kunstwerk aus der Eiszeit identifiziert. Die Frauenfigur vom Typ Gönnersdorf zeigt gleichzeitig einen stark vereinfachten Frauenkörper und einen Phallus. Figuren dieser Art sind bereits aus Fundstätten in Europa bekannt, erstmals wurde nun ein Exemplar im Ostalbkreis gefunden.

Geborgen wurde die Figur durch den Amateurarchäologen Adolf Regen. Insgesamt hatte er an die Wissenschaftler ca. 2000 Funde übergeben, von denen ein Teil aus dem Magdalénien stammt, einer Kulturstufe zum Ende der Altsteinzeit (ca. 18.000-12.000 v. Chr.) und vom Ende der letzten Eiszeit. Die Figur ist knapp sechs Zentimeter groß und besteht aus einem Quarzitgeröll, das so auf der Fundstelle nicht vorkommt. Der Form nach entspricht sie den so genannten Frauenfiguren vom Typ Gönnersdorf, die nach einer Fundstelle am Mittelrhein benannt wurden und stark stilisiert sind: Von der natürlichen Form des Gerölls inspiriert, machen hier nur wenige eingravierte Linien aus einem typisch geformten Stein ein Kunstwerk. Die Darstellung reicht von anatomisch annähernd vollständigen Darstellungen bis hin zu Figuren, die nur aus Rumpf und Gesäß bestehen.
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Die Frauenfigur vom Typ Gönnersdorf wurde in Waldstetten gefunden und ist ca. 15.000 Jahre alt. (Foto: Simon Fröhle)

Erste Rassel im Rheinland
Quelle: LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Fund des Monats Oktober 2019

 

Bei archäologischen Untersuchungen metallzeitlicher Siedlungsreste in einem Kiesgrubenvorfeld in Aldenhoven, Kreis Düren, wurde auch ein kleines spätbronzezeitliches Gräberfeld entdeckt. In einem weitgehend zerstörten Brandgrab kam ein im Rheinland singulärer Fund zutage: eine tönerne Rassel. Sie war kleinteilig zerscherbt, aber nahezu vollständig erhalten. Das doppelkonisch geformte Stück misst max. 5,5 cm im Durchmesser. Am Umbruch befinden sich kleine warzenartige Knubben, der Rasselkörper zeigt Strichgruppenverzierungen.

Die Rassel fand sich zusammen mit Bruchstücken einer späturnenfelderzeitlichen Schale und eines Schrägrandbechers. Leichenbrand konnte nicht mehr geborgen werden, sodass Geschlecht und Alter der bestatteten Person offen bleiben. Wenngleich Rasseln häufig aus Kindergräbern stammen, muss es sich nicht zwingend um ein Spielzeug handeln. Eine Funktion im allgemeinen Grabritus oder im Rahmen eines Abwehrzaubers ist ebenso gut denkbar.
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Doppelkonische Rassel aus Ton

Die tönerne Rassel. Foto: J. Vogel/LVR-LandesMuseum Bonn.

 

Evolutionsforschung: Der erste aufrecht gehende Menschenaffe kam aus dem Allgäu
Quelle: SPIEGEL Online vom 06.11.2019 (Chr. Jäckle/Nature/DPA)

Forscher entdeckten in einer Tongrube in Bayern eine bisher unbekannte Primatenart. Der Fund stellt bisherige Annahmen zur Evolution auf den Kopf.

Vor elf Millionen Jahren herrschte im Allgäu angenehme Wärme. Urzeitliche Tiere durchstreiften dichte Wälder und Flusslandschaften, unter ihnen Schildkröten und Pferde. Auch Überreste von Hyänen fanden Forscher in der Region schon.

Ein Fund aber ragt besonders heraus: 2015 stießen Wissenschaftler in einem Bachlauf der Tongrube "Hammerschmiede" im Ostallgäu auf die versteinerten Fossilien einer bislang unbekannten Primatenart.

Die Danuvius guggenmosi genannte Spezies hat vor 11,6 Millionen Jahren gelebt. Und wie eine Analyse der Überreste seines Skeletts zeigt, könnte sich der neu entdeckte mögliche Vorfahr von Mensch und Menschenaffe bereits vor fast zwölf Millionen Jahren auf zwei Beinen fortbewegt haben. Das vermutet ein Forscherteam um Madelaine Böhme von der Universität Tübingen und des dortigen Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment.
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Die 21 Knochen des Teilskeletts eines männlichen Danuvius guggenmosi
Christoph Jäckle/ Nature/ DPA



Archäologen melden 7000 Jahre alte Funde aus Brunnen
Quelle: SZ vom 13.11.2019 (dpa/sn)

Großstolpen  - Sächsische Archäologen haben in einem Brunnen aus der Jungsteinzeit überraschende Funde gemacht. In der Verfüllung des Brunnens habe man neben einer großen Anzahl relativ kleinteiliger Objekte zwölf vollständige, zum Teil zerbrochene Keramikgefäße unterschiedlicher Form und Größe gefunden, teilte das Landesamt für Archäologie am Mittwoch bei der Präsentation der Ergebnisse mit.

"Eine Sensation sind zwei Gefäße, die mit auf Birkenpech aufgeklebten, filigranen Birkenrindenbändern verziert worden sind", hieß es. Sie seien ein seltenes Zeugnis der Kunstfertigkeit der ersten Bauern Sachsens. Nach Angaben von Landesarchäologin Regina Smolnik wurden derartige Objekte in einem solch exzellenten Erhaltungszustand
bisher nur in Sachsen gefunden. Eine Untersuchung des gut erhaltenen Brunnenkastens aus massiven Eichenbohlen ergab, dass die Hölzer im Jahr 5134 vor Christus geschlagen und im Anschluss zügig verbaut wurden.
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Foto aus Leipziger Zeitung vom 13.11.2019: Bei der archäologischen Untersuchung des Steinzeitbrunnens sind die Experten um den örtlichen Grabungsleiter Frank Schell in Großstolpen an der Brunnensohle angekommen. Eine Überraschung ist ein sogenannter Schöpfbeutel. Quelle: Olaf Krenz

Fund in Wallerstein: Dieses Problem haben die Wissenschaftler
Quelle: Augsburger Allgemeine vom 13.11.2019 (Anja Ringel)

Archäologen haben dieses Jahr zwei Miniaturräder aus der Jungsteinzeit in Wallerstein entdeckt. Welche Probleme die Wissenschaftler bei der genauen Datierung des Fundes haben.

Es war ein ganz besonderer Fund, den Archäologen dieses Jahr in Wallerstein gemacht haben: In einem Baugebiet in der Nähe der Mehrzweckhalle haben sie zwei Gräber entdeckt. Darin wurden unter anderem Gefäße, ein kleines Steinbeil, ein Eberhauer und zwei kleine Tonräder gefunden. Die Miniaturräder sind mehrere tausend Jahre alt und aus dem Ende der Jungsteinzeit. Es sind wahrscheinlich die ältesten Räder in Bayern.

Fund in Wallerstein: Das schätzen die Wissenschaftler

Um das genaue Alter der Gräber herauszufinden, wurden Zähne aus der Bestattung geborgen. Diese hat das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege für eine sogenannte C14-Analyse (Radiokarbonmethode) ins Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie nach Mannheim geschickt. „Leider zeigte sich, dass überwiegend nur die mineralischen Reste des Zahnschmelzes und nicht ausreichend Dentin – das Kohlenstoff enthält – erhalten waren“, erklärt Dorothea Gehringer vom Bayerischen Landesamt auf Nachfrage unserer Zeitung. Eine Altersbestimmung sei daher gescheitert.
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So sehen die Miniaturräder aus Wallerstein aus.

 

 


4c. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus aller Welt...

Hier finden Sie eine Übersicht über archäologische Artikel in der Zeitung „the guardian“
(07.11.2019) Mexican mammoth trap provides first evidence of prehistoric hunting pits
(06.11.2019)
Bones of ape living 12m years ago point to genesis of upright walking

(04.11.2019)  Drone-mounted lasers reveal ancient settlement off Florida coast

(02.11.2019) Meet Erika the Red: Viking women were warriors too, say scientists

(01.11.2019) One of the greatest finds: experts shed light on Staffordshire hoard
(24.10.2019) Dogs show a nose for archaeology by sniffing out 3,000 year old tombs
(19.10.2019) Archaeologists discover 30 ancient coffins in Luxor 

 

Forscher fanden nahe Krems "Kühlschrank" aus der Altsteinzeit
Quelle: der Standard vom 24.10.2019 (red / APA)

Die Konstruktion erlaubte es vor 23.000 Jahren Jäger- und Sammlergruppen, gefriergetrocknetes Rentierfleisch für spätere Zeitpunkte zu deponieren

Wien/Krems – Auch Menschen der Altsteinzeit legten Nahrungsvorräte für schlechte Zeiten an. Dabei half ihnen das deutlich kühlere Klima der vergangenen Eiszeit, wie nun ein spektakulärer Fund belegt: Forscher der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) haben nun nämlich im Bezirk Krems (NÖ) eine Art steinzeitliche Kühlschrank freigelegt. Der Fund der von einer gut organisierten Jäger- und Sammler-Gruppe vor rund 23.000 Jahren errichteten Steinkonstruktion ist bisher der einzige seiner Art, erklärt Grabungsleiter Thomas Einwögerer. Ähnliche Fleischspeicher gibt es aber auch gegenwärtig noch.
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Der rund 23.000 Jahre alte Fleischspeicher besteht aus mehreren Steinschichten, zwischen denen die Vorräte aufbewahrt wurden.

Foto: ÖAW/OREA/Einwögerer

 

Genetische Hinweise: Stand die Wiege der modernen Menschheit in Botswana?
Quelle: der Standard vom 28.10.2019 (Peter Illetschko)

DNA-Analysen von Angehörigen der Khoi-San, der ältesten Bevölkerungsgruppe der Welt, könnten die Frage nach unserer Urheimat beantworten

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass der moderne Mensch vor etwa 200.000 Jahren in Afrika aufgetaucht ist. Strittig war nur der genaue Ort seiner Entstehung. Forscher um die gebürtige Südafrikanerin Vanessa Hayes vom Garvan Institute of Medical Research in Sydney, Australien, gelang nun ein Durchbruch bei der Beantwortung dieser Frage: Demnach soll dieser Ursprungsort südlich des Sambesi, des viertlängsten Flusses von Afrika, im Norden Botswanas gelegen sein. Die Studie des Wissenschafterteams erschien in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Nature".
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Vanessa Hayes im Gespräch mit Ikun Ikunta, einem der vielen Probanden der Studie. Foto: Chris Bennett/Evolving Picture, Sydney, Australia

Archäobotanik: Alte Moose verraten neue Details über Ötzis letzte Reise
Quelle: der Standard vom 31.10.2019 (dare)

Analysen legen nahe, dass der "Eismann" eine südliche Route einschlug und über die Schlucht am Eingang des Südtiroler Schnalstals aufstieg

Innsbruck – Auch 28 Jahre nach ihrer Entdeckung ist die Erforschung der Gletschermumie Ötzi nicht abgeschlossen. Vieles ist über den Mann, der vor über 5200 Jahren in den Ötztaler Alpen starb, schon bekannt: Forscher konnten etwa Ötzis Blutgruppe (0), Schuhgröße (38) und letzte Mahlzeit (Wild, Brot und Gemüse) aufklären und entdeckten sogar lebende Verwandte aus der Linie seines Vaters. Jetzt fand ein Team der Universitäten Innsbruck und Glasgow heraus, welche Route er auf seiner letzten Reise nahm.
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Dieses 5.300 Jahre altes Moos (Neckera complanata) wurde bei der Gletschermumie gefunden. Foto: Klaus Oeggl

Neue Beweise: Neandertaler wussten sehr wohl, wie man Feuer entfacht
Quelle: der Standard vom 01.11.2019 (tberg)

Archäologische und geochemische Analysen aus Armenien lassen für Forscher kaum andere plausible Schlüsse zu

Die Herrschaft über das Feuer ist keineswegs ein Vorrecht des modernen Menschen. Wie bereits frühere Funde erahnen ließen, dürfte zumindest auch der Neandertaler Feuer genutzt haben, um sich zu wärmen und Nahrungsmittel zu erhitzen. Ob Neandertaler allerdings Flammen auch selbst entfachen konnten, war bisher zwar vermutet, aber nicht eindeutig bewiesen worden. Ausgrabungen im heutigen Armenien lieferten nun jedoch neuerlich handfeste geochemische Belege dafür.

"Feuer war lange Zeit für eine Domäne des Homo sapiens gehalten worden, doch mittlerweile wissen wir, dass auch andere Menschenarten es entzünden konnten", sagt Daniel Adler von der University of Connecticut in Storrs. Der Anthropologe hat die entsprechenden Hinweise gemeinsam mit internationalen Kollegen in den Sedimenten der Höhlen von Lusakert im armenischen Hochland entdeckt.
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Mit Kurzfilm, (3:17 min)

15.000 Jahre alte Fallgruben für die Mammutjagd in Mexiko entdeckt
Quelle: HAZ vom 07.11.2019 (RND/dpa)

o Forscher haben rund 15.000 Jahre alte Fallgruben und die Überreste von 14 Mammuts in Mexiko entdeckt.
o Der Fund weise auf einen stärkeren Organisationsgrad der Jäger und Sammler als bisher bekannt hin, die als erste Menschen die Gegend um die heutige mexikanische Hauptstadt besiedelten.
o Das teilte Mexikos Nationales Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) mit.

Tultepec. Bislang habe man angenommen, so die Experten von INAH, dass Exemplare der inzwischen ausgestorbenen Tiergruppe dort damals nur angegriffen wurden, wenn sie ein leichtes Opfer waren – etwa weil sie in einem Sumpf feststeckten.

Die Entdeckung wurde bei Ausgrabungen auf dem Gelände einer geplanten Abfalldeponie im rund 40 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt gelegenen Tultepec gemacht. Dabei seien zwei Gruben von 1,7 Meter Tiefe und 25 Meter Durchmesser mit Wänden in fast geraden Winkeln sowie 824 Knochen gefunden worden, darunter acht Schädel. Das Alter ließ sich unter anderem aus einer feinen Staubschicht vom Ausbruch des Vulkans Popocatépetl vor etwa 14.700 Jahren erkennen, die auf und zwischen den Knochen gefunden wurde, wie es vom INAH hieß.
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Archäologen der INAH stehen an der neu entdeckten Grabungsstätte neben dem Schädel eines Mammuts.
© Quelle: Antonio Díaz/El Universal via Z

Ein Schatz aus 22.000 Skeletten - Grabung in Österreich soll Forschern helfen
Quelle: HAZ vom 08.11.2019 ( RND/dpa)

·         o Gleich unter dem Asphalt lagen die Toten.
o Mehr als 22.000 Skelette haben Archäologen in St. Pölten in Niederösterreich geborgen.
o Dank ihres ausgezeichneten Zustands könnten die Knochen manche Forschung beflügeln.

St. Pölten. Die letzten vier Skelette liegen neben den Mauern römischer Ruinen. Dort wurden die Männer oder Frauen vor rund 1000 Jahren bestattet. Ihre Bergung ist der Abschluss einer fast zehnjährigen Grabungsaktion, die ihresgleichen sucht. "Wir haben jetzt genau 22.134 Skelette gefunden", sagt Stadtarchäologe Ronald Risy. Unter dem Domplatz von St. Pölten in Österreich waren die Forscher auf einen Friedhof ungeahnten Ausmaßes gestoßen.

Zwischen dem 9. Jahrhundert und 1779 – von da an mussten auf Weisung von Kaiser Joseph II. die Toten außerhalb der Stadt bestattet werden – wurden die Leichen dort meist ohne viel Aufhebens auf einer Fläche von der Größe eines mittleren Fußballfelds verscharrt. Die jetzt angehäufte Skelett-Sammlung gilt in Umfang und Güte als einzigartig. "Es ist ein Bio-Archiv, das sonst keiner hat", so Risy.
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Blick auf die Skelettlage im großen Sammelgrab 1 auf dem Domplatz im österreichischen St. Pölten.
 © Quelle: -/Stadtmuseum St. Pölten/dpa

2 Videos von der Ausgrabung

Wie seetüchtig waren Homo erectus und Neandertaler?
Quelle: der Standard vom 09.11.2019 (jdo)

Steinfunde auf Naxos legen die Vermutung nahe, dass die Mittelmeerinseln sehr viel früher besiedelt wurden als gedacht

Homo erectus war der erste globale Mensch. Fossilien der Spezies, die sich vor etwa zwei Millionen Jahren entwickelt hat, wurden in der menschlichen Urheimat Afrika ebenso gefunden wie in Asien und Europa, wo er sich über den Homo heidelbergensis schließlich zum Neandertaler weiterentwickelt hat.

Die ersten Seefahrer der Geschichte?
Seit den späten 1990er-Jahren wird die Hypothese diskutiert, ob Homo erectus auf seinen interkontinentalen Wanderungen auch Etappen übers Wasser zurückgelegt haben könnte – zumindest kurze. Bis nach Australien oder in die Amerikas hat er es nie geschafft, dafür hat er erwiesenermaßen auf einigen indonesischen Inseln gesiedelt. Es lässt sich allerdings nicht eindeutig rekonstruieren, ob diese auch zu seinen Lebzeiten vom Wasser eingeschlossen waren oder ob es damals aufgrund eines niedrigeren Meeresspiegels Landbrücken gab….
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Antiker Friedhof in Ismailia entdeckt
Quelle: Selket´s Blog vom 10.11.2019 (Jolly Thews)

Eine ägyptische Grabungsmission hat im östlichen Nildelta, nahe der Stadt Ismailia, einen Friedhof gefunden, der sowohl Begräbnisse aus der vordynastischen Zeit als auch aus der griechisch-römischen Epoche umfasst. Der Friedhof besteht aus mehreren Begräbnisschichten, die übereinander liegen und aus unterschiedlichen Zeiten stammen.

In der obersten Schicht hatten die Forscher Massengräber aus Lehmziegeln gefunden, die aus der griechisch-römischen Epoche stammen. In den untersten Schichten finden sich dagegen Begräbnisse aus der vordynastischen Periode, die also mehr als 5000 Jahre alt sind.
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Foto: Antikenministerium Ägypten

Forscher finden Artefakte auf "heiligem Hügel" in Osttirol
Quelle: der Standard vom 13.11.2019 (red, APA)

Die Kultstätte am Klosterfrauenbichl wurde erst von den Kelten, dann von den Römern genutzt

Lienz – Die Praxis, sich die Kultstätten älterer Religionen anzueignen und sie für einen neuen Glauben umzufunktionieren, begann nicht erst mit der Kirche. Ein antikes Beispiel für einen solchen Wechsel findet man vor den Toren von Lienz in Osttirol: Der Klosterfrauenbichl, ein 150 Meter hoher Hügel, war erst für die Kelten, dann für die Römer eine heilige Stätte. Seit 2014 sind dort Archäologen der Universität Innsbruck am Graben und haben bereits eine Reihe von Fundstücken aus beiden Kulturen freigelegt.

Historischer Hintergrund
Der keltische Stamm der Laianken hatte den Hügel erstmals als Heiligtum genutzt. Bereits in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung wurden an dem Ort heilige Riten und Weihungen durchgeführt. Mit der Besetzung der Region durch die Römer um die Zeitenwende herum wurde der Hügel dann zu einem römischen Heiligtum.

"Mit jeder Grabung hat sich der Platz als noch bedeutender erwiesen als bisher vermutet", sagt Archäologe Gerald Grabherr. Gemeinsam mit Barbara Kainrath und einem Team arbeitet er am Klosterfrauenbichl, der mittlerweile wieder einer anderen Religionsgemeinschaft gehört – nämlich den Dominikanerinnen.
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Foto: Institut für Archäologien, Universität Innsbruck

Römischer Münzschatz auf dem Zugerberg entdeckt
Quelle: Arch. Online vom 15.11.2019 (Kanton Zug / AB)

In einem abgelegenen Waldstück auf dem Zugerberg im Schweizer Kanton Zug haben Archäologen bei systematischen Prospektionsgängen einen kleinen römischen Münzschatz entdeckt. Die zwölf Silbermünzen sind über 1.700 Jahre alt und gut erhalten.

Die Münzen lagen eng beieinander, was darauf hinweist, dass sie sich ursprünglich in einem Behältnis aus einem vergänglichen Material befunden haben dürften, z.B. in einem Beutel aus Stoff oder Leder oder in einem Holzgefäss. Geprägt wurden die Münzen - es handelt sich um sogenannte Antoniniane - im Namen verschiedener Kaiser und einer Kaiserin. Sie können in die Zeit zwischen 241 und 255 nach Christus datiert werden.
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Gut versteckt in einem abgelegenen Waldstück auf dem Zugerberg: Zwölf römische Silbermünzen geprägt zwischen 241 und 255 nach Christus……..

Jupiter-Statue und keltische Kriegstrompete entdeckt
Quelle: Die Presse vom 15.11.2019 (Die Presse)

Spektakuläre Ausgrabungsfunde in Lienz.

Oberhalb des Brauhauses Falkenbräu befindet sich in Lienz (Tirol) auf dem Klosterfrauenbichl ein heiliger Platz der Kelten und später der Römer. Die beiden Archäologen Barbara Kainrath und Gerald Grabherr der Universität Innsbruck untersuchen das über 2000 Jahre alte Heiligtum bereits seit fünf Jahren. Nun gelangen ihnen einige spektakuläre Funde wie Fibeln, Votivbleche aus Bronze, Münzen und sogar Teile einer keltischen Kriegstrompete (Carnyx).

Heilige Riten am Hügel
„Erstmals konnten wir in Österreich auch Fragmente einer Carnyx, mit Wildschwein- und Drachenkopf, bergen“, freut sich Kainrath. Einer breiteren Öffentlichkeit sind diese Blasinstrumente vermutlich durch die Asterix-Comics bekannt, in denen der Dorfbarde Troubadix eine solche Trompete mit sich trägt. Der keltische Stamm der Laianken führte bereits in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends vor Christus auf dem 150 Meter hohen Hügel heilige Riten und Weihungen durch.
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