Newsletter August 2019


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Inhalt:
1. Veranstaltungen des Landesmuseums
2. Veranstaltungen des Nds. Landesvereins für Urgeschichte
3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen
4. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet,
gegliedert nach Niedersachsen, Deutschland und aus aller Welt...


1. Veranstaltungen des Landesmuseums
- Änderungen vorbehalten -

Sonderausstellungen

vom 05.04.2019 bis 18.08.2019
saxones, eine neue Geschichte der alten Sachsen
Wer sind die Niedersachsen? Nachfahren der »alten Sachsen«, die vor über 1000 Jahren gegen Karl den Großen kämpften? Ihr Name stiftet bis heute Identität – aber wer waren diese Sachsen? Ein germanischer Stamm, der das Land zur Zeit der römischen Kaiser in Besitz nahm und auch noch England eroberte?

Infos zu zahlreichen Veranstaltungen rund um die Ausstellung finden Sie im Quartalsheft oder auf der Homepage des Nds. Landesmuseums.

Programm rund um die Ausstellung

So. 04.08., 11.08., 18.08 von 11-12- Uhr; Öffentliche Führung

Di., 13.08. von 18:00 bis 20:00 Uhr; Mein Museum
Saxones
Dr. Babette Ludowici

Treffen im Museumsfoyer, mit Anmeldung bis zum 6.8.
Eintritt: 5,00 €, inkl. Getränk

Mi., 07.08. von 12:00 bis 12:30 Uhr;  Kulturimbiss
Vom Fund zum Bild  
Frauke Schilling
Kurze Themenführung zum Mittag ohne Verpflegung / Treffen im Museumsfoyer
Sonderausstellungseintritt

Do., 15.08. ab 18:30 Uhr; Vortrag
Das außergewöhnliche angelsächsische Grab in Sutton Hoo: Achtzig Jahre später
Dr. Sue Brunning

Vortrag auf Englisch
Eintritt kostenlos

So., 18.08. von 12:00 bis 16:00 Uhr
Mach mit!
Für Kinder oder die ganze Familie
Museumseintritt

Fr., 02.08 und 16.08. von 15:00 bis 17:00 Uhr; Infostand
Rund um Saxones
Peter Kewitsch
Objekte liegen immer in den Vitrinen? Bei diesem Infostand in der Ausstellung Saxones nicht. Einen Sax, eine Fibel und viele Repliken können Sie an diesem Tag selbst in die Hand nehmen.
Für die ganze Familie
Sonderausstellungseintritt


2. Veranstaltungen des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte
Änderungen vorbehalten - 

Sommervorträge

Do. 01.08. von 19:30 – 21:00 Uhr
„Spuren der Gewalt III“
Prof. Dr. Thomas Terberger
Kostenlos, um Spenden wird gebeten

Archäologischer Kinderclub

Do., 22.08. von 16:30 bis 18:30 Uhr
Forschen, was das Zeug hält
Stefanie Abraham +  Brigitte von Wintzingerode

Für Kinder ab 8 Jahren
Mit Anmeldung
Kostenlos

Exkursion zum Paläon am Sa. ,  24.08.2019

Das Programm sieht wie folgt aus:

09:45 Uhr            Treffen am NLD Hannover
10:00 Uhr            Start am NLD mit einem gemeinsamen Bus und Fahrt zum FMS
11:20 Uhr            Eintreffen am FMS und kurze Verschnaufpause
11:30 Uhr            Führung im Museum
13:00 Uhr            Gemeinsame Mittagspause
14:30 Uhr            Besichtigung der Grabung
16:00 Uhr            Treffen am Haupteingang zur Rückfahrt
16:15 Uhr            Abfahrt nach Hannover
17:45 Uhr            Eintreffen am NLD in Hannover, Veranstaltungsende

Die Kosten liegen inklusive Busfahrt und Museumseintritt bei 22 €.
Es gibt zwei Führungen, einmal im Museum selbst und einmal auf der Grabung!

Es sind nur noch wenig Plätze vorhanden.
Anmeldeschluss ist der 16. August.
Bei Interesse, Anmeldung über mailto:landesverein@gmx.de


3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen


Vorträge der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover (NGH)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

Vorträge der Ethnologischen Gesellschaft Hannover e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

 ArchAN, Archäologischer Arbeitskreis Niedersachsen e.V.
Hier haben Sie Zugang zum Terminkalender des ARCHAN... 
Auf www.archan-nhb.de können Sie auch die aktuelle Sondengängerbroschüre 2019 herunterzuladen

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege und Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen des Landesamtes......
Hier kommen Sie auf die Seite der Gesellschaft für Denkmalpflege....

Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V. (FAN)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019... 

Veranstaltungen der Freunde für Archäologie im Braunschweiger Land (FABL)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019....

Paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere
Hier kommen Sie auf die Homepage...

Archäologischen Gesellschaften in Sachsen-Anhalt (AGISA)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten in 2019...

Archäologische Kommission für Niedersachsen 
Hinweis: Die Archäologische Kommission hat eine neue Homepage: www.ak-niedersachsen.de

 


4a. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Niedersachsen...

Neustart in Schöningen: Paläon als Forschungsmuseum eröffnet
Quelle: SZ.de vom 01.07.2019 (dpa/lni)

Schöningen - Das vielkritisierte Paläon in Schöningen im Kreis Helmstedt ist als Forschungsmuseum neu eröffnet worden. Unter der Regie des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD) soll ein bisheriges Sorgenkind der Museumslandschaft nun erfolgreich sein. Er freue sich, dass viele Akteure bereit seien, sich weiterhin zu engagieren, sagte Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler (CDU) bei dem Festakt am Montag. Ziel sei es, den Fundplatz in Schöningen entsprechend seiner herausragenden kulturhistorischen Bedeutung als Anziehungspunkt auch über die Region hinaus zu sichern und zu entwickeln.

In dem ehemaligen Braunkohletagebau waren in den 90er Jahren die ältesten Jagdwaffen der Menschheit gefunden worden. Die Entdeckung der etwa 300 000 Jahre alten Holzspeere an der Grenze zu Sachsen-Anhalt galt als eine Sensation. Das 2013 eröffnete Erlebniszentrum hatte 15 Millionen Euro gekostet und stand wegen der hohen Kosten von Anfang an in der Kritik.
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Eisenzeitliche Straße In Diepholz
Bohlenweg im Moor wird ausgegraben

Quelle: NWZ Online vom 07.07.2019 (Chelsy Haß)

Der Weg wird derzeit im Rahmen von archäologischen Ausgrabungen abgebaut. Bis 2021 soll er an anderer Stelle rekonstruiert werden

Diepholz /Lohne-Vor mehr als 2000 Jahren ist der alte Bohlenweg „Pr 6“ in Diepholz gebaut worden. „Die Menschen haben ihn in der späten Eisenzeit genutzt, um das schmale aber lange Moorgebiet zu überqueren – damals schon mit Wagen, wie Funde von Rädern und Wagenteilen belegen“, erklärte Dr. Marion Heumüller, Moorarchäologin des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, am Montagnachmittag an der Ausgrabungsstätte.
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https://img.nwzonline.de/rf/image_online/NWZ_CMS/NWZ/2017-2020/Produktion/2019/07/09/REGION/1/Bilder/TVR_2252--554x337.jpg

Wird derzeit von Archäologen untersucht: Der mehr als 2000 Jahre alte Bohlenweg „Pr 6“ in Diepholz.
Bild: Torsten von Reeken

 

 


4b. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Deutschland...

Die Leichen müssen aus dem Garten“ – Sensationsfund am Ettersberg
Quelle: Thür. Allgem. Vom 27.06.2019 (Sibylle Göbel)

Ettersburg:  Archäologen entdecken bei Ausgrabungen in künftigem Wohngebiet zwei 6500 Jahre alte Skelette aus der Jungsteinzeit.

„Die Leichen müssen aus dem Garten.“ – Thomas Grasselt ist zwar Wissenschaftler, knochentrockene Vorträge hält er deshalb aber nicht. Der Archäologe und Gebietsreferent beim Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie will schließlich auch bei Laien Interesse wecken für sein Metier – und da braucht es griffige Formulierungen. In diesem Fall sind mit „Leichen“ 18 Skelette aus der Jungstein- und der frühen Bronzezeit gemeint, die bei Ausgrabungen vor der Erschließung eines neuen Wohngebiets in Ettersburg bei Weimar entdeckt und freigelegt wurden.

Während solche Funde in den meisten Fällen nach Analyse und Dokumentation in der Erde verbleiben, ist das in diesem Fall nicht möglich. Im dritten Bauabschnitt „Auf dem Keßlinge“ sollen schließlich 34 Eigenheime mit Garten entstehen – da würde es sich nicht gut machen, wenn die Bewohner beim Umgraben auf Menschenknochen stießen. Die Skelette werden deshalb bis Anfang Juli geborgen, um später von Anthropologen untersucht und auch für wissenschaftliche Untersuchungen der Zukunft aufbewahrt zu werden.
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Foto: Sibylle Göbel

Virtuelle Realität macht Archäologie erlebbar:
Das fliegende Großsteingrab

Quelle: Westf. Nachrichten vom 02.07.2019 (Frank Klausmeyer)

Westerkappeln/Lotte - Wie aus dem Nichts richten sich rechts und links riesige Findlinge auf. Vom Himmel stürzen weitere dicke Brocken zum Boden. Den Kopf einziehen muss man nicht. Die Steine fliegen dem Betrachter nur digital um die Ohren und fügen sich am Ende zu einer imposanten Grabanlage zusammen, wie sie vor Jahrtausenden im Werser Holz im heutigen Grenzgebiet von Westerkappeln und Lotte errichtet wurde. Experten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben die Großen Sloopsteene jetzt mit Virtual Reality für Jedermann erlebbar gemacht.
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Foto: Frank Klausmeyer; Digitale Welt trifft Steinzeit oder umgekehrt: Ob mit richtiger VR-Brille, Cardboard fürs Smartphone oder in 2 D-Ansicht auf dem Tablet, die Großen Sloopsteene werden jetzt mit Virtual Reality für Jedermann erlebbar gemach…..

Altstadt von Halle: Tausende Siedlungsfunde aus 2900 Jahren
Quelle: SZ.de vom 02.07.2019 (dpa/sa)

Halle - Archäologen haben bei einer Grabung in der Nähe des Marktes in Halle rund 6000 Funde geborgen. "Das beweist, dass Halle immer schon ein guter Siedlungsplatz war", sagte Projektleiterin Caroline Schulz am Dienstag auf der Grabungsstelle. "Die ältesten Stücke sind Tonscherben sowie mehrere Briquetage, das sind kelchförmige Tongefäße, in denen vor rund 2900 Jahren hier Salz gesiedet wurde." Der Wohlstand basierte auf Solequellen, die im Stadtgebiet sprudelten.

Aus jüngerer Zeit wurde ein hölzerner Kastenbrunnen aus dem 10./11. Jahrhundert freigelegt. Darin fand sich ein zierlicher Fingerring mit Durchmesser 1,6 Zentimeter aus Kupfer oder Bronze mit kreisförmigen Verzierungen. Vermutlich sei der Ring von einem Kind oder einer jungen Frau getragen worden. Zudem kamen Fragmente von farbigen Bleiglasringen zu Vorschein. Die Stücke könnten Fingerringe gewesen sein oder als Kleiderbesatz gedient haben.
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Sensationsfund: Forscher entdecken jahrtausendealte Gräber mit Grabbeigaben in Nienborg
Quelle: Münsterland Zeitung vom 06.07.2019 (Till Goerke)

Viele Monate führten die LWL-Archäologen um Dr. Ingo Pfeffer Grabungen auf einem Firmengelände in Nienborg durch. Und das, was schlussendlich zum Vorschein kam, übertraf alle Erwartungen

Es gleicht fast ein wenig einem Sechser im Lotto, was die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) um Dr. Ingo Pfeffer bei ihren Ausgrabungen in Nienborg auf dem Gelände der Firma C. Cramer zu Tage gefördert haben.

Eigentlich rechneten die Archäologen ausschließlich mit weiteren Funden aus der Eisenzeit (800 vor Christus). Denn bei mehreren Probegrabungen 2016 und 2017 entdeckten die Forscher fast auf der gesamten Fläche Spuren einer jahrtausendealten Besiedlung. Keramikscherben gaben dabei einen genauen Anhaltspunkt über das Alter der Siedlung.

Selbst die erfahrenen Archäologen müssen staunen

Doch bei den fast einjährigen Grabungen kam es letztlich zur Sensation. Das Team um Dr. Pfeffer stieß auf mehrere Gräber aus der Jungsteinzeit samt Grabbeigaben.
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Sensationsfund: Forscher entdecken jahrtausendealte Gräber mit Grabbeigaben in Nienborg

Die Archäologen stießen überraschend auf mehrere Gräber aus der Jungsteinzeit, die mit zahlreichen Grabbeigaben versehen waren
© LWL/Dr. Pfeffer

Mühlrose: Archäologen finden Bronzezeitspuren
Quelle: Berliner Morgenpost vom 11.07.2019 (dpa)

Dresden/Schleife. Bei Grabungen am künftigen Standort des umzusiedelnden Dorfes Mühlrose nördlich von Schleife (Landkreis Görlitz) haben Archäologen bis in die Bronzezeit reichende Spuren gefunden. Neben einem einzelnen Urnengrab aus der Zeit um 1000 vor Chr. entdeckten sie auf einer Fläche nahe dem heutigen Friedhof eine Siedlungsstelle, wie das Landesamt für Archäologie (LfA) in Dresden am Donnerstag mitteilte. Auf dem insgesamt zwölf Hektar großen Areal wurden über 400 Einzelbefunde aus verschiedenen Zeiten gesichert.
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4c. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus aller Welt...

Hier finden Sie eine Übersicht über archäologische Artikel in der Zeitung „the guardian“
(14.07.2019) Ancient bones should rewrite history but not the present
(14.07.2019) 'Bent' pyramid: Egypt opens ancient oddity for tourism
(11.07.2019) Scientists turn to 'laser accurate' model to test Stonehenge acoustics
(10.07.2019) Weatherwatch: lessons from the lost lands of the North Sea
(10.07.2019) Piece of skull found in Greece ‘is oldest human fossil outside Africa’

 

 

 

Archäologen entdecken im Irak alten Palast
Quelle: Thür. Allgem. vom 27.06.2019 (dpa)

Tübingen/Erbil  Seltener Fund dank Dürre: Im Nordirak haben deutsche und kurdische Archäologen einen rund 3400 Jahre alten Palast am Ost-Ufer des Tigris gefunden.

Die lange Dürre im Nordirak hat deutschen und kurdischen Archäologen den Fund eines rund 3400 Jahre alten Palastes am Ost-Ufer des Tigris ermöglicht.

Die seltenen Überreste aus altorientalischer Zeit traten im vergangenen Herbst zum Vorschein, als wegen langer Trockenheit der Wasserspiegel des Mossul-Stausees sank, wie die Universität Tübingen am Donnerstag mitteilte. Zunächst hatte die Wochenzeitung "Die Zeit" über den Fund berichtet.

Der Palast stammt nach Angaben der Universität aus der Zeit des Mittani-Reiches. Dieses herrschte Mitte des zweiten Jahrhunderts vor Christus über weite Teile Nordmesopotamiens und Syriens.
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Ein deutsch-kurdisches Archäologenteam hat am Ostufer des Tigris einen uralten einen Palast entdeckt.

Ein deutsch-kurdisches Archäologenteam hat am Ostufer des Tigris einen uralten einen Palast entdeckt. Foto: dpa

Schachfigur der Wikinger: Figur erweist sich als Mittelalter-Schatz
Quelle: ntv vom 03.07.2019 (n-tv.de/sba)

Jahrzehntelang liegt eine geschnitzte Figur in einer Schublade. Gekauft hat sie einmal der Großvater für kleines Geld. Doch dann zeigt sich, es ist ein mittelalterliches Artefakt aus den Händen der Wikinger.

Ein jahrzehntelang zurückliegender Liebhaberkauf hat sich für eine schottische Familie als extrem lohnende Investition erwiesen. Der Großvater der Familie aus Edinburgh, ein Antiquitätenhändler, hatte die Schachfigur 1964 für fünf Pfund, umgerechnet 5,50 Euro, gekauft. Nun brachte sie bei einer Versteigerung in London 735.000 Pfund ein, also mehr als 800.000 Euro.
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https://bilder3.n-tv.de/img/incoming/origs21122474/5672534825-w1280-h960/Lewis-Warder.jpg

Die geschnitzte Figur ist nur knapp neun Zentimeter groß. (Foto: Sotheby's)

 

Dutzende Mumien nahe Stufenpyramide in Sakkara gefunden
Quelle: Selket´s Blog vom 04.07.2019 (Jolly Thews)

Das in Sakkara seit über 20 Jahren grabende Team aus Polen hat in einer antiken Nekropole nahe der Stufenpyramide des Djoser mehrere Dutzend Mumien gefunden, die zumeist in recht einfachen Verhältnissen im Wüstensand bestattet wurden. Sofern überhaupt einfache Holzsarkophage benutzt worden waren, waren sie überwiegend bereits zerfallen. Einige wenige, teilweise sogar dekorierte Sarkophage wurden aber auch entdeckt.

Die Forscher des Polnischen Zentrums für Mediterrane Archäologie (PCMA), ein Institut der Warschauer Universität, hatten sich in der abgelaufenen Saison seit September 2018 auf ein Gebiet konzentriert, das zwischen einem an die Stufenpyramide angrenzenden Areal und dem westlichen Teil des so genannten „trockenen Grabens“ liegt. Dieser ist eine etwa 20m tiefe und 40m breite, in den Felsen gehauene Vertiefung, die den heiligen Bereich der Stufenpyramide umschließt.
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Sakkara: Mumie aus der Spätzeit. Foto: Jarosław Dąbrowski, PCMA

Donaulimes verpasste Sprung auf UNESCO-Welterbe-Liste
Quelle: Niederöst. Nachrichten vom 06.07.2019 (APA Red.)

Das UNESCO-Welterbekomitee hat der Initiative Österreichs, Deutschlands, der Slowakei und Ungarns zur Aufnahme des Donaulimes auf die Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt am Samstag eine Absage erteilt.

Auf seiner Tagung in Baku entschied das Gremium, die Reste der römischen Militärgrenze südlich der Donau wegen kurzfristiger Änderungen beim ungarischen Abschnitt vorerst nicht aufzunehmen.

Die Nominierung war ursprünglich mit guten Chancen gestartet. Nun reagierte das UNESCO-Welterbekomitee, das noch bis zum 10. Juli in der Hauptstadt Aserbaidschans tagt, "auf eine kürzlich erfolgte Entscheidung Ungarns, einen Teil im Bereich der archäologisch erhaltenen römischen Stadt Aquincum im Norden von Budapest aus der transnationalen seriellen Nominierung herauszunehmen", heißt es seitens der Österreichischen UNESCO-Kommission.
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Foto APA (dpa)

Archäologen entdecken in Israel die biblische Stadt Ziklag
Quelle: der Standard vom 09.07.2019 (red. APA)

Wo laut Altem Testament die Philister dem künftigen König David Zuflucht gewährt hatten

Jerusalem
– Vor kurzem bestätigte eine genetische Untersuchung die bereits seit langem gehegte Vermutung, dass die Philister, die in der Bibel häufig eine eher unrühmliche Rolle spielen, ursprünglich aus Europa kamen.  Im Alten Testament werden die Philister meist als erbitterte Feinde der Hebräer dargestellt. Ihr prominentester Vertreter ist wohl der Riese Goliath, der im Buch Samuel dem jungen König David mit seiner Steinschleuder im Zweikampf unterliegt.

Nun haben Archäologen in Israel die Überreste einer schon in der Heiligen Schrift erwähnten Philister-Stadt entdeckt. Der Fundort namens Khirbet al-Rai befinde sich nahe Kirjat Gat im Zentrum Israels, teilten am Montag Forscher der israelischen Altertumsbehörde, der Hebräischen Universität in Jerusalem und der Macquarie Universität in Sydney mit.
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Yosef Garfinkel von der Hebrew University in den mutmaßlichen Überresten der Stadt Ziklag. Foto: APA/AFP/MENAHEM KAHANA

Mit Video von der Ausgrabungsstätte (1:08 min)

Nach Versteigerung von Büste Streit um Tutanchamun - Ägypten schaltet Interpol ein
Quelle: FOCUS-Online vom 09.07.2019 (bam/AFP)

Für insgesamt 5,3 Millionen Euro wurde eine Büste von Tutanchamun in London versteigert. Ägypten verlangt das Bildnis des Pharaos zurück - und setzt dabei nun auf die Hilfe von Interpol.

Nach der Versteigerung einer 3000 Jahre alten Büste des ägyptischen Pharaos Tutanchamun in London hat Ägypten die internationale Polizeiorganisation Interpol eingeschaltet. Kairo habe um einen Suchhinweis gebeten, um nach dem Verbleib der 28,5 Zentimeter großen Steinbüste zu fahnden, teilte das ägyptische Komitee mit. Kairo hatte zuvor vergeblich versucht, die Auktion der Büste zu verhindern.

Die Büste war bei Christie's für 4,7 Millionen Pfund (5,3 Millionen Euro) von einem anonymen Bieter ersteigert worden. Die ägyptischen Behörden vermuten, dass sie in den Siebzigerjahren illegal aus dem Land gebracht worden war.
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Eine 3000 Jahre alte Steinskulptur, die dem berühmten Kindskönig Pharao Tutanchamun ähneln soll

Eine 3000 Jahre alte Steinskulptur, die dem berühmten Kindskönig Pharao Tutanchamun ähneln soll

Der älteste Homo sapiens jenseits von Afrika
Quelle: der Standard vom 10.07.2019 (Thomas Bergmayr)

Neu analysierte Funde aus einer Höhle in Griechenland zeigen, dass der moderne Mensch womöglich früher Afrika verließ als bisher angenommen

Im Jahr 1978 entdeckten Paläontologen in der Apidima-Höhle in Südgriechenland die Fragmente zweier menschlicher Schädelknochen, die den Wissenschaftern bis heute Rätsel aufgeben. Aufgrund der Fundumstände ließen sich die Fossilien bisher kaum verlässlich einordnen. Zum einen schien es, als würden sie nicht ganz in die verhältnismäßig junge Schicht passen, in der sie freigelegt worden waren. Zum anderen waren die Knochen so fragmentiert, dass die Experten Schwierigkeiten hatten, sie einer bestimmten Menschenart zuzuordnen.

Darüber hinaus ergaben die Datierungsversuche weitgehend uneindeutige Resultate. Letztlich schlossen die Forscher aus geomorphologischen Untersuchungen zunächst, dass diese zwei Individuen aus dem späten Pleistozän stammten, also aus einem Zeitraum von 190.000 bis 100.000 Jahren vor heute.
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Der in Fragmenten erhaltene Schädel Apidima 1 wurde von Forschern um Katerina Harvati von der Universität Tübingen digital Rekonstruiert. Das Ergebnis: Es dürfte sich um einen Homo sapiens handeln, der vor rund 210.000 Jahren lebte.
Foto: Katerina Harvati, Eberhard Karls University of Tübingen

4.000-jährige Geschichte: Babylon wird endlich Weltkulturerbe
Quelle: der Standard vom 12.07.2019 (Gudrun Harrer)

Spät, aber doch kommt die Hauptstadt Babyloniens auf die Weltkulturerbeliste der Unesco. Damit geht ein Jahrhundert der Zerstörungen zu Ende

Die Stichwörter zu Babylon – Wiege der Zivilisation, Hängende Gärten, Codex Hammurabi, Ishtar-Tor, Turm von Babel, Löwe von Babylon, Nebukadnezar II. und so weiter – lassen einen zuerst einmal rätseln, warum die 4.000 Jahre alte antike Stätte es jetzt erst auf die Weltkulturerbeliste geschafft hat. Bei ihrer Tagung in Baku vergangenen Freitag hat die UN-Kulturorganisation Unesco dem Antrag des Irak stattgegeben: 36 Jahre nachdem der erste gestellt wurde.

Auch wenn die kulturelle Bedeutung des einstigen Zentrums des altbabylonischen Reichs gänzlich unbestritten ist, gibt es doch geteilte Meinungen zur Anlage an sich. So ist sie noch immer nicht als "gefährdet" eingestuft: Das würde auch implizieren, dass sie intakt im Sinn von original erhalten ist, und davon kann nicht die Rede sein. Babylon, etwa 100 Kilometer südlich von Bagdad und früher direkt am Euphrat gelegen, hat nach seiner Entdeckung durch Robert Koldewey Ende des 19. Jahrhunderts viele Zerstörungsphasen durchlitten. Wobei die meisten Schätzungen, wie viel überhaupt ausgegraben und erforscht wurde, bei etwa 18 Prozent liegen. Das Areal ist zehn Quadratkilometer groß.
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Das rekonstruierte Ishtar-Tor in Babylon im Irak: Seit 2016 wird ernsthaft an der Stabilisierung gearbeitet.
Foto: REUTERS/Thaier Al-Sudani

 

Archäologische Grabungen: „Vielleicht war Fließ einst die Hauptstadt Tirols“
Quelle: Tiroler Tageszeitung vom 13.07.2019 (Matthias Reichle)

Bei Fließ wurde eine bronzezeitliche Siedlung freigelegt. Archäologen freuen sich über neues Wissen. Die Grabung war kostspielig

Fließ – Eine kleine, fein verzierte Fibel, Tonscherben mit eleganten Ritzmustern, aber auch grobe, wulstige Bruchstücke von Kochgeschirr, ein Fingerring und eine große Gewandnadel: Archäologe Christoph Faller hat die Schätze auf einem Tisch ausgebreitet – und ist begeistert. Sie alle landeten einst im Abfall oder wurden von ihren Besitzern verloren, heute erzählen sie den Ausgräbern von einer längst vergangenen Zeit.

Auf dem Gelände rund um das Fließer Freibad gab es bereits vor über 3000 Jahren eine Siedlung. Beim Bau des neuen Sportzentrums stieß man auf alte Spuren dieser Ur-Fließer, die bereits in der Spätbronzezeit (1200–1000 v. Chr.) hier gelebt haben. In den letzten zwölf Wochen wurde der Bereich im Rahmen einer Notgrabung freigelegt. Der Laie sieht auf den ersten Blick nicht viel – „die Häuser damals waren in Holzbauweise“, erklärt Faller. Erhalten sind die Steine, die als Unterlage dienten, sowie die Terrassen, die die Bewohner der Gebäude am Hang anlegten. „Es war mindestens ein Weiler oder ein kleines Dorf“, erzählt er. Insgesamt fünf Gebäude konnte sein Team sichern. Zudem Funde, die bis in die Hallstattzeit reichen.
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Bis gestern wurde beim Fließer Schwimmbad gegraben.

© Reichle

 

"Steinzeit-Stadt": 9.000 Jahre alte Siedlung in Israel entdeckt
Quelle: der Standard vom 16.07.2019 (red. APA)

Archäologen stießen bei Notgrabung auf Fundamente einer Stadt für bis zu 3.000 Menschen

 

Jerusalem – Bei einer Notgrabungen in Motza westlich von Jerusalem ist die größte und bisher älteste bekannte prähistorische Siedlung der Region westlich des Jordans freigelegt worden. Die Ausgrabungen lassen auf eine rund 9.000 Jahre alte Siedlung von mindestens 25 Hektar schließen, in der zu ihrer Blütezeiten bis zu 3.000 Menschen gelebt haben, wie Archäologen der israelischen Antikenbehörde berichten. Die Notgrabung waren notwendig, weil auf dem Areal eine neue Straße nach Jerusalem entstehen sollte.
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Die neolithische Siedlung könnte zu ihrer Hochzeit bis zu 3.000 Menschen beherbergt haben.
Foto: APA/AFP/GALI TIBBON

 

 

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