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Newsletter Dezember 2021



Das „Newsletter-Team“ wünscht Ihnen schöne Feiertage
und ein erfolgreiches, gesundes Jahr 2022!


Sollte der Newsletter nicht richtig angezeigt werden, klicken Sie bitte hier:
http://www.landesverein-urgeschichte.de/Newsletter/Archiv/na.php?showEntry=0&selectedYear=2021

Inhalt:
1. Veranstaltungen des Landesmuseums
2. Veranstaltungen des Nds. Landesvereins für Urgeschichte
3. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen
4. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet,
gegliedert nach Niedersachsen, Deutschland und aus aller Welt...


 

1. Veranstaltungen des Landesmuseums
- Änderungen vorbehalten -


Das Museum ist geöffnet.
Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise zum Besuch des
Museums auf der offiziellen Homepage des Nds. Landesmuseums


Sonderausstellungen 

vom 16.07.2021 bis 16.01.2022
im freien, von monet bis corinth

vom 01.10.2021 bis 20.02.2022
Ritter und Burgen. Zeitreise ins Mittelalter

vom 09.10.2021 bis 02.01.2022
Unser Schatz für Niedersachsen



Workshop

Mi. 29.12.2021 von 10:30 bis 212;30 Uhr
Kein Ritter ohne Schild!
Die Schilde boten nicht nur Schutz beim Ritterturnier oder im Kampf, sondern auch Fläche für eine kunstvolle Bemalung mit einer Botschaft, dem Wappen. Die Wappen sorgten dafür, dass im Kampf Freund und Feind unterschieden werden konnten. Wie ein solches Wappen entsteht und wie es selbst hergestellt werden kann, zeigt der Workshop.

Brigitte von Wintzingerode
Für Kinder ab 8 Jahren, mit Anmeldung; Kosten 2,50 €

Museum in Aktion

So, 12.12.2021 von 15:00 bis 17:00 Uhr

MittelalterWeltenScouts
Jeden zweiten Sonntag halten sich MittelalterWeltenScouts zu festen Zeiten in der Sonderausstellung auf. Sie erklären die Mitmachstationen, beantworten Fragen zum Thema und erzählen Spannendes aus der Zeit der Ritter und Burgen.

Brigitte von Wintzingerode + Stefanie Abraham
Für Kinder und die ganze Familie geeignet
Sonderausstellungseintritt

Fr, 10.12.2021 von 14:00 bis 16:00 Uhr

MenschenWeltenScouts
Gezielte Informationen rund um die MenschenWelten und ihre zahlreichen Exponate – ohne Führung: Die WeltenScouts halten sich zu festen Zeiten in der Ethnologie und Archäologie auf und ermöglichen einen Dialog mit dem Museum.

Brigitte von Wintzingerode + Stefanie Abraham
Für Kinder und die ganze Familie geeignet
Kostenlos

 

2. Veranstaltungen des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte
Änderungen vorbehalten - 

Vorträge:

Do.09.12.2021 von 18:30 bis 20:30 Uhr
Gewalt und Sicherheit in Vor- und Frühgeschichtlicher Zeit.
Vortrag von:  Jun.-Prof. Dr. Tobias Mörtz, Universität Hamburg – Institut für Vor- und Frühgeschichte
Der Besuch des Vortrags ist kostenlos / Um Spenden wird gebeten

Für den Besuch des Vortrages gilt das Folgende:
2 G-Regelung mit Nachweis über Impfung oder Genesung in Kombination mit einem Ausweisdokument zum Abgleich der Daten.  Die Pflicht, eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen bleibt bestehen. Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 18 Jahren sind von der 2G-Regelung ausgenommen.

Für den Besuch der Veranstaltungen bitten wir um Anmeldung (Name, Anschrift, E-Mail und Telefonnummer), per E-Mail an
landesverein@gmx.de
Die Teilnahme ist auf 50 Personen begrenzt, Meldeschluss: 09.12.2021, 12 Uhr.
Ein Besuch des Vortrags ohne Anmeldung ist nur möglich, sofern Plätze frei sind. 

Sollte sich etwas an den Bedingungen zum Besuch ändern, werden wir Sie über E-Mail informieren.

Vorschau:
Do.13.01.2022 von 18:30 bis 20:30 Uhr
Die Kälteperiode an der Schwelle zum Mittelalter und ihre Bedeutung für die „unsichtbare“ Ausbreitung der Slawen
Vortrag von: PD Dr. Jens Schneeweiß
Der Besuch des Vortrags ist kostenlos / Um Spenden wird gebeten

Teilnahmeregeln: siehe Vortrag vom 09.12.2021

Archäologischer Kinderclub

Do., 02. und 16.12.2021 von 16:30 bis 18:00 Uhr
Forschen, was das Zeug hält

Archäologie zum Anfassen! Sei dabei und entdecke zusammen mit anderen Kindern, was für spannende Dinge es im Museum gibt!

Mit Stefanie Abraham + Brigitte von Wintzingerode
Für Kinder ab 8 Jahren

Mit Anmeldung unter
anmeldung-akic@gmx.de
Kostenlos

 


3b. Veranstaltungen befreundeter Vereinigungen


 

Vorträge der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover (NGH)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten der NGH...


Vorträge der Ethnologischen Gesellschaft Hannover e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten...


ArchAN, Archäologischer Arbeitskreis Niedersachsen e.V.
Hier haben Sie Zugang zum Terminkalender des ARCHAN...

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege und Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V.
Hier finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen des Landesamtes......
Hier kommen Sie auf die Seite der Gesellschaft für Denkmalpflege....




Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V. (FAN)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten des FAN...  


Veranstaltungen der Freunde für Archäologie im Braunschweiger Land (FABL)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten....

Paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere
Hier kommen Sie auf die Homepage...

Archäologischen Gesellschaften in Sachsen-Anhalt (AGISA)
Hier finden Sie Hinweise auf Vorträge und Aktivitäten der AGISA...


Archäologische Kommission für Niedersachsen 
Hinweis: Die Archäologische Kommission hat eine neue Homepage: www.ak-niedersachsen.de


 

4a. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Niedersachsen...

 

Der Archäo-Blog für die Region rund um Stade.
Quelle: Ausgrabung Aktuell mit 2 Beiträgen vom Okt. 2021:

Unsere Forschungen an der Richtstätte Ohrensen im Fernsehen
(Daniel Nösler vom 26.10.2021)
und
Silber im Moor
(Daniel Nösler vom 23.10.2021)


 

 

4b. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus Deutschland...



 

Rund 800 Jahre altes Handwaschgefäß entdeckt
Quelle: Merkur.de vom 22.10.2021 (dpa)

Ein Spaziergänger hat ein historisches Handwaschgefäß bei Großdemsin entdeckt. Der ehrliche Finder gab das bronzene Gefäß in Form eines Pferdes beim Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt ab.

Halle/Großdemsin - Ein rund 800 Jahre altes bronzenes Handwaschgefäß in Form eines Pferdes ist bei Großdemsin (Landkreis Jerichower Land) von einem Spaziergänger entdeckt worden. „Das ist ein wunderbarer Fund, gerade jetzt zum Geburtstag des Landes-Denkmalschutzgesetzes, das heute 30 Jahre alt wird“, sagte Landesarchäologe Harald Meller am Donnerstag. „Wir danken dem ehrlichen Finder für die Bereicherung der Dauerausstellung.“

Bei dem sogenannten „Aquamanile“ handelt es sich demnach um eine ausgesprochene Seltenheit und um eines der frühesten bekannten Gießgefäße seiner Art in Deutschland. Das Gefäß war im hohen Mittelalter ein Luxusobjekt und diente etwa in der Zeit zwischen 1150 und 1250 zum Ausgießen von Wasser.
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800 Jahre altes Handwaschgefäß begeistert Archäologen

Anna Bartrow, Doktorandin, betrachtet ein historisches Handwaschgefäß.

© Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

 

Die Herkunft der heutigen Hauspferde ist endlich geklärt Quelle: Arch. Online vom 29.10.2021 (Uni Bamberg / DAI / AB)

Pferde wurden zuerst in der pontisch-kaspischen Steppe im Nordkaukasus domestiziert, bevor sie innerhalb weniger Jahrhunderte den Rest Eurasiens eroberten. Das sind die Ergebnisse einer Studie unter der Leitung des Paläogenetikers Prof. Ludovic Orlando vom französischen »Centre national de la recherche scientifique« (CNRS) aus Toulouse, die kürzlich im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlicht wurde.

Forschende analysieren DNA von 273 Pferden
Vor einigen Jahren untersuchte das Team um Ludovic Orlando die Fundstätte der Botai-Kultur in Zentralasien, die den ältesten archäologischen Nachweis für domestizierte Pferde lieferte. Die DNA-Ergebnisse waren aber nicht zufriedenstellend: Diese aus der Zeit vor 5500 Jahren stammenden Pferde waren nicht die Vorfahren der heutigen Hauspferde. Neben den Steppen in Zentralasien erwiesen sich auch alle anderen vermuteten Ursprungsorte wie Anatolien, Sibirien und die Iberische Halbinsel als falsch. »Wir ahnten, dass auch der Zeitraum zwischen 4000 und 6000 Jahren nicht stimmen konnte, aber wir konnten keine Beweise dafür finden«, sagt Orlando. Das Forschungsteam beschloss daher, seine Studie auf ganz Eurasien auszudehnen und analysierte die Genome von 273 Pferden, die von 50.000 bis 200 vor Christus lebten. Diese Informationen wurden an der Université Toulouse III - Paul Sabatier und der Université d’Évry sequenziert und mit den Genomen heutiger Pferde verglichen.
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Altsteinzeitliche Pferdefigur

Magdalénienzeitliche Pferdefigur aus Duruthy, Frankreich. Foto: Abbaye d'Arthous. Collections of the Landes Department




Frühmittelalterliches Kindergrab mit neuer Schockfrost-Technik geborgen
Quelle: Arch. Online vom 29.10.2021 (BLfD / AB)

Denkmalpflegerinnen und -pfleger entwickelten die Methode, um die ungewöhnlich gut erhaltene Bestattung eines bewaffneten Jungen mit Hund vor Beschädigung zu schützen

Ein schützender Eispanzer als Verpackung: Ein Restauratoren-Team, Archäologen und Grabungstechniker des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege haben eine neue Methode entwickelt und erfolgreich angewendet, um ein außergewöhnlich gut erhaltenes Kindergrab aus dem 7. Jahrhundert im Ganzen aus dem Boden zu heben und schonend ins Labor zu transportieren. Sie haben dafür den Grabkammerinhalt Lage für Lage mit Wasser benetzt und diese mit Flüssig-Stickstoff schockgefrostet. 

Auf die Überreste des Jungen, der mit einem Hund bestattet worden war, stießen Archäologen in der vergangenen Woche. Das ihm ins Grab gelegte Schwert, vor allem aber der beigegebene, mit Goldbeschlägen verzierte Waffengurt und der reiche Schmuck lassen darauf schließen, dass das Kind einer wohlhabenden und gesellschaftlich sehr hoch gestellten Familie angehörte. Besonders aber ist an diesem Grab noch etwas Anderes: Die Funde blieben fast 1300 Jahre nahezu unverändert darin liegen, weil die Steindecke und -wände der Grabkammer offensichtlich so dicht abgeschlossen haben, dass anders als üblich keine Sedimente in den Sarg gedrungen sind….. 
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Vereisung des geborgenen Blocks

Die als Block freigelegte, mit seitlichen Holzplatten geschützte Bestattung wird mit Flüssig-Stickstoff Lage für Lage vereist. Foto: BLfD

660 Funde aus dem 13.-19. Jahrhundert:
Der Silber-Schatz von der Schlachte

Quelle: BILD vom 01.11.2021 (Alexander Mertens)

Bremen – Tröööt! Dr. Dieter Bischop hat die Backen aufgeblasen, pustet ins Horn, das sogar den Baustellenlärm bei den Weserarkaden an der Schlachte übertönt.

So ähnlich könnte es geklungen haben, wenn Pilger im Spätmittelalter ihr Souvenir von Pilgerstätten wie dem Aachener Dom benutzt haben.

Das Pilgerhorn ist eine Nachbildung eines der 660 Funde, die Bremens Landesarchäologe bei den Grabungen vor einigen Wochen während der Sanierungsarbeiten der Arkaden zutage förderte.

Bischop: „Mit dieser Ausbeute habe ich nicht gerechnet. Es sind Fundstücke vom 13. Jahrhundert, dem Hochmittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert. Ein Querschnitt des Treibens an der Schlachte über gut 600 Jahre.“
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Teaser-Bild

Dieser Deckel einer Hostien-Sammelbüchse zeigt unter anderem Jungfrau Maria mit dem Jesuskind
Foto: Marco Meister

 

Spektakulärer Fund im Meeresmuseum
Quelle: Nordkurier vom 04.11.2021 (Ralph Sommer)

Das Stralsunder Museum ist geschlossen und wird komplett umgebaut. Archäologen fanden dabei im Chor der Katharinenkirche Überreste einer Vorgängerkirche und andere Überraschungen.

Stralsund - Direkt unter dem Finnwalskelett im Chor der Katharinenkirche sind Archäologen beim Umbau des Meeresmuseums in knapp einem Meter Tiefe auf das Feldsteinfundament einer Vorgängerkirche gestoßen. „Wir gehen davon aus, dass es sich hier um die Kapelle des ehemaligen Rügenfürsten Jaromar II. handelt“, sagte Grabungsleiter Jörg Ansorge. Der Fürst habe seinerzeit auf dem höchsten geografischen Punkt von Stralsund seinen Hof errichten lassen und das Anwesen später den Dominikanermönchen überlassen, die im Jahre 1251 das Katharinenkloster gegründet hatten.
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Museumsleiter Andreas Tanschus präsentiert eine jahrhundertealte Kachel, die bei den Ausgrabungen im Meeresmuseum Stralsu

Museumsleiter Andreas Tanschus präsentiert eine jahrhundertealte Kachel, die bei den Ausgrabungen im Meeresmuseum Stralsund entdeckt wurde und vermutlich einen Seestern zeigt. (Foto Ralph Sommer)

Illegaler Sondengänger entdeckte fast 4.000 Jahre alten Dolch
Quelle: Der Standard vom 05.11.2021 (red, APA)

Hausdurchsuchung: 42-jähriger Schatzsucher hortete auch historische Silbermünzen

Flensburg – Bei Ermittlungen gegen einen illegalen privaten Schatzsucher ist die Polizei im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein unter anderem auf einen etwa 3.800 Jahre alten Bronzedolch gestoßen. Der archäologisch wertvolle Fund sei bei einer Hausdurchsuchung bei dem 42-Jährigen beschlagnahmt worden, nachdem Zeugenaussagen die Ermittler zu dem Tatverdächtigen geführt hatten, teilten die Beamten in Flensburg mit. Außerdem stießen sie dort auf historische Silbermünzen aus dem elften bis 17. Jahrhundert.

Der Mann aus Nordfriesland soll mit einem Metalldetektor seit längerer Zeit auf seinem Grundstück und Feldern in der Region ohne behördliche Erlaubnis unterwegs gewesen sein. Den Bronzedolch fand er nach eigener Aussage bereits 2019 auf einem Feld in der Nähe der Gemeinde Schwabstedt.
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Unter den beschlagnahmten archäologischen Gegenständen befanden sich eine Dolchklinge aus Bronze (rechts) sowie zahlreiche Münzen. Foto: Polizeidirektion Flensburg

"Opas Schwert" als "Fund des Monats November" im Museum
Quelle: SZ vom 07.11.2021 (dpa/lnw) 

Wesel/Bonn - Ein rund 3000 Jahre altes Schwert aus der Bronzezeit ist zurzeit als "Fund des Monats November" im LVR-Landesmuseum in Bonn zu sehen. Die Geschichte der von einer Familie aus Wesel jahrzehntelang für ein Römerschwert gehaltene Waffe ist eine ganz Besondere. Jahrzehntelang lag das einst von Baggerfahrer Albert Biesemann an einem niederrheinischen See in den 1950er Jahren ausgebuddelte Schwert mehr oder weniger unbeachtet auf und in den Schränken der Familie.

Bis das gute Stück von Alberts Enkel Christian Biesemann (32) im Corona-Lockdown vor gut einem Jahr als Dekoration für eine St.-Martins-Feier der Kinder genutzt wurde. Erst Experten des LVR-Amts für Bodendenkmalpflege in Xanten fanden heraus, dass das Schwert viel älter und wertvoller ist als gedacht.




Das 3000 Jahre alte Schwert liegt im Bonner Landesmuseum auf rotem Stoff. Foto: J.Vogel/LVR-Landesmuseum (Foto: dpa)

So sah eine privilegierte Frau vor 7000 Jahren aus
Quelle: WELT vom 13.11.2021 (Florian Stark)

Schmales Gesicht, dunkle Augen und das Haar zum Dutt gesteckt – so könnte die Frau ausgesehen haben, die vor 7000 Jahren bei Deggendorf begraben wurde. Kriminaltechniker haben sie rekonstruiert.

Wie sahen die Menschen aus, die in der Jungsteinzeit die erste bäuerliche Kultur in Europa entwickelten? Diese Frage beantwortet das Museum Quintana in Künzing (Bayern) mit der Rekonstruktion des Gesichts einer Frau, die vor etwa 7000 Jahren bestattet worden ist. Ihr Skelett war im Jahr 2015 von Archäologen bei Niederpöring im Landkreis Deggendorf auf einem neolithischen Gräberfeld entdeckt worden. 

Mit den Mitteln der modernen Forensik, wie sie auch in der Kriminaltechnik eingesetzt wird, haben Wissenschaftler das Gesicht der „Toten von Niederpöring“ rekonstruiert. Dafür wurde im Klinikum Passau eine Computertomografie des Schädels gemacht. Die gewonnenen Daten wurden zur Vorlage eines 3D-Drucks, anschließend wurden Haut, Muskeln und Gewebe modelliert.
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21.05.2019, Bayern, Künzing: Die Rekonstruktion des Gesichtes einer vor 7000 Jahren gestorbenen Frau steht im Museum Quintana. Schädel und Knochen der Frau waren 2015 bei Ausgrabungen in Niederpöring im Landkreis Deggendorf gefunden worden. Mittels moderner Technik - wie sie auch von der Kriminalpolizei eingesetzt wird - sei es einem Forscherteam gelungen, der «Toten von Niederpöring» ein Gesicht zu geben. Foto: Armin Weigel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

So könnte die "Frau von Niederpöring" mit ihrem prachtvollen Kopfschmuck ausgesehen haben

Quelle: dpa

 

Bischofssiegel gefunden: Archäologische Sensation im Klützer Winkel
Quelle: NDR vom 15.11.2021

Große Aufregung im Heimatverein Klütz: Erst vor kurzem ist ein junger Mann dem Verein beigetreten, nachdem er seine Liebe zur Geschichte entdeckt hat. Nun hat er einen sensationellen Fund aus dem 13. Jahrhundert gemacht.

Carsten Schmoldt vom Heimatverein in Klütz (Landkreis Nordwestmecklenburg) kann es kaum fassen: Seit 30 Jahren ist er als Hobby-Archäologe unterwegs. Doch so einen bedeutenden Fund wie sein Vereinskollege Markus Griese hat er noch nie gemacht. "Normalerweise kann er jetzt seinen Detektor verkaufen, weil besser wird's nicht. So was findet man einmal im Leben. So ein Stempel eines Bischofs ist in Mecklenburg und deutschlandweit einzigartig."

Erstmals Bischofssiegel gefunden
Ausgebuddelt hat der 45-jährige Klützer ein halbrundes Stück Bronze, etwa fünf Zentimeter lang, auf einer Seite sind Buchstaben zu erkennen. Sofort schickte er ein Foto an den erfahrenen Hobby-Archäologen Carsten Schmoldt. Und der weiß gleich: Das ist ein Kracher. "Wir haben da beide mit Tränchen in den Augen gestanden und haben uns sehr gefreut. Ein Petschaft zu haben von einem Menschen, der heiliggesprochen wurde, und noch von einem Bischof - mehr geht nicht." Mit einem Petschaft, einem Siegelstempel, haben Bischöfe zum Beispiel Urkunden beglaubigt. Nach ihrem Tod wurden diese Stempel komplett zerstört, damit niemand in ihrem Namen agieren konnte. Auch das macht diese Entdeckung so besonders, denn bisher wurde noch kein anderer Bischofsstempel gefunden.
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Das Bischofssiegel von Bischof Ludolf, das im Klützer Winkel gefunden wurde © Heimatverein Klütz



 


4c. Kurz berichtet ... / Aus dem Internet, Berichte aus aller Welt...



Hier finden Sie eine Übersicht über archäologische Artikel in der Zeitung „the guardian“ 

(16.11.2021) Global heating is destroying rock art tens of thousands of years old, experts warn
(07.11.2021) ‘Extraordinarily rare’: intact 1,200-year-old canoe recovered from Wisconsin lake
(06.11.2021) Discovery of Pompeii slaves’ room sheds rare light on real Roman life
(30.10.2021) Tourists marvel at ancient Rome’s party town, now buried by the sea
(18.10.2021) Sharp-eyed diver finds crusader’s ancient sword on Israeli seabed

 

 

 

Sonnensturm verriet, wann die Wikinger Amerika "entdeckt" haben
Quelle: Der Standard vom 21.10.2021 (tberg)

Dank eines astronomischen Ereignisses und hölzerner Überreste gelang es Forschern, die Präsenz der Skandinavier zeitlich einzuordnen

Dass nicht Christoph Kolumbus als erster Europäer nordamerikanischen Boden betreten hat, ist mittlerweile hinreichend bewiesen. Gut 500 Jahre zuvor, rund um das Jahr 1000, hatten bereits wikingerzeitliche Skandinavier aus Norwegen, Island und Grönland den Atlantik bezwungen. In ihren bekannten Langschiffen waren die Nordmänner (und vermutlich auch -frauen) bis zu einigen heute zu Kanada gehörenden Inseln gelangt, darunter etwa zur riesigen Baffininsel nordöstlich der Hudson Bay.

In dieser von den Seefahrern Helluland genannten Gegend fanden sich beispielsweise Belege dafür, dass die Skandinavier in der Neuen Welt auch Bronze herstellten, also dort durchaus eine gewisse Zeit verbracht haben dürften: Ein in den 1970er-Jahren entdeckter Steintiegel mit entsprechenden Metallrückständen gilt heute als ältestes Zeugnis für Metallverarbeitung in Nordamerika.
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Modellrekonstruktion der Wikinger-Siedlung in L’Anse aux Meadows, Neufundland. Foto: Torbenbrinker

Archäologie-Team findet monumentalen antiken Tempel Quelle: Arch. Online vom 29.10.2021 (Uni Münster / CS)

Archäologinnen und Archäologen der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster haben vergangenen Sommer bei Ausgrabungen in der antiken Stadt Doliche im Südosten der Türkei ein bislang unbekanntes Heiligtum aus römischer Zeit entdeckt. Über einen Zeitraum von neun Wochen legte das Team um Prof. Dr. Engelbert Winter und Prof. Dr. Michael Blömer von der Forschungsstelle Asia Minor Teile eines großen Tempels frei, der sich nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine ungewöhnliche Form auszeichnet. Für die Kenntnis der Entwicklung antiker Tempelarchitektur im Nahen Osten ist dieser Fund von großer Bedeutung.

Vor Beginn der Grabungsarbeiten deutete wenig auf die Existenz eines antiken Großbaus an dieser Stelle hin. Auf dem sanft abfallenden, mit Trauben bepflanzten Feld waren keine Spuren antiker Architektur zu erkennen. Georadarmessungen, die unterirdische Strukturen sichtbar machen, hatten jedoch bereits im Vorfeld der Kampagne Hinweise auf unter der Oberfläche verborgene Mauerzüge gegeben. Ihre Dimensionen verrieten zudem, dass sie dem öffentlichen Raum der antiken Stadt zuzurechnen sind. Die Grabungen konnten die Vermutungen der Wissenschaftler bestätigen.
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