Als 1996 am hessischen Glauberg eine 186 cm hohe Sandsteinfigur ausgegraben wurde, war das Echo nicht nur in der Fachwelt groß. Markenzeichen des sogenannten Keltenfürsten ist die haubenartige Kopfbedeckung, mit der er abgebildet wurde und die an überdimensionierte Ohren erinnert. So erklärt sich der etwas augenzwinkernde Titel des Wintervortrags am Donnerstag, 12. Februar 2026: „Männer mit großen Ohren. Forschungen zum frühkeltischen ‚Fürstensitz‘ auf dem Glauberg“.
Dr. Axel Posluschny (vom Ausstellungsgelände und Forschungszentrum „Keltenwelt“) berichtet während des Vortrags über neue Forschungsergebnisse zu der latènezeitlichen Höhensiedlung im Wetteraukreis. Neben dem „Keltenfürsten“ ist die Siedlung bekannt geworden für seine drei großen und reich ausgestatteten Grabanlagen, von denen ein Hügel für heutige Besucher rekonstruiert wurde. Schwerter, Goldschmuck und Importwaren aus dem Mittelmeerraum beweisen den Reichtum, den die keltischen Bewohner etwa zum Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. angesammelt hatten.
Die Veranstaltung des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte beginnt um 18.30 Uhr im Vortragssaal des Landesmuseums. Der Eintritt ist wie immer frei, um Spenden wird gebeten.
