An die Ostküste Amerikas und in turbulente Zeiten führt unser Wintervortrag am 8. Januar 2026: Hier vor Cape Cod sank im Jahr 1717 das Schiff Whydah und mit ihm der wohl größte Piratenschatz aller Zeiten. Im Vortrag von Dr. Tobias Skowronek von der TH Georg Agricola Bochum geht es weniger um den enormen materiellen Wert als um die historische Bedeutung der Hinterlassenschaften auf dem Meeresgrund.

„The Riches with the Guns are buried under the Sand“

Die Whydah segelte gerade erst ein Jahr als Sklaventransporter unter englischer Flagge, als sie von dem berüchtigten Piraten Samuel Bellamy (genannt „Black Sam“) gekapert wurde. Black Sam erbeutete unter anderem Luxusgüter seiner Zeit, aber auch Gold, Silber, Rum und Zucker. An ihrem Schatz konnten sich die Piraten aber nicht erfreuen, denn schon am 27. April 1717 sank die Whydah in einem Hurrikan.

Im Jahr 1984 wurde das Wrack vor der Küste des heutigen US-Bundesstaats Massachusetts wiederentdeckt und seine Ladung teilweise geborgen. Dennoch steht die Erforschung des „Schatzes“, der Erkenntnisse über dem Sklaven- und Edelmetallhandel verspricht, erst am Anfang. Dr. Skowronek wirft in dem Vortrag ein Licht auf die spektakuläre Geschichte der Whydah und den aktuellen Forschungsstand. Die Veranstaltung beginnt wie immer um 18.30 Uhr im Vortragssaal des Landesmuseums. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Wintervortrag: das Piratenschiffswrack der Whydah von 1717